BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Erneuerbare Energien

Ohne den schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien können Energiewende und Klimaschutz nicht gelingen. Der BUND setzt sich für eine naturverträgliche Nutzung von Energie aus Sonne, Wind & Co. ein.

Ein Windrad von unten vor blauem Himmel. Für den BUND ist der Ausbau der Erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung.  (Martin Köppel / BUND)

Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung in Deutschland liegt bereits über dem von Kohle- oder Atomstrom. Auch in Baden-Württemberg könnten Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse den größten Teil der Stromerzeugung und die komplette Nachfrage decken.
Es ist jedoch noch ein weiter Weg, bis die gesamte Energieversorgung umgestellt sein wird.

Die Zeit drängt: Um die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, müssen wir den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch reduzieren und voraussichtlich auf jeglichen fossilen Energieträger verzichten. Der BUND setzt sich deshalb für einen schnellen, ökologisch verträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien ein, beispielsweise auch mit seinem Engagement in dem Projekt Dialogforum Erneuerbare Energien und Artenschutz

Erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit

Eine wichtige Herausforderung bei der Umstellung von atomar-fossilen Energiequellen zu Erneuerbaren Energien ist es, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, also unter anderem die bei Überproduktion erzeugte Energie für energiearme Zeiten zu speichern. Elektrische Energie kann z.B. mittels Pumpspeicherkraftwerken als sogenannte Lageenergie oder chemisch gespeichert werden. Übliche chemische Speicher sind z.B. Lithium-Ionen-Akkus. Immer wichtiger wird aber die Speicherung in Form von Wasserstoff oder Methan.

Energiewende in Bürgerhand

Der Erfolg der Erneuerbaren Energien geht auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurück, das mit Einspeisevergütung und Einspeisevorrang Investitionssicherheit garantiert. Das heißt: Energieerzeugern war über das Gesetz gesichert, dass sie über 20 Jahre eine feste Einspeisevergütung für den erzeugten Strom bekommen.

Ein Großteil der Anlagen wurde dabei von Bürger*innen direkt oder über Energie-Genossenschaften finanziert. Positiver Nebeneffekt: Die Anlagen stoßen auf eine große Akzeptanz in der Bevölkerung. Durch die Umstellung des EEG im Jahr 2017 von festen Einspeisetarifen auf Ausschreibungsverfahren sind die kleinen Akteure gegenüber großen Energie-Konzernen jedoch benachteiligt. Der BUND fordert faire Bedingungen für alle, damit die bisherige Vielfalt an Erzeugern ebenso wie die hohe Akzeptanz der Energiewende bestehen bleiben.

Die durch das EEG entstehenden Zusatzkosten kommen als Umlage auf die Strompreise. Durch großzügige Befreiung von industriellen Großverbraucher*innen von dieser Regelung erhöht sich die Umlage insbesondere für Privatkunden. Diese Ausnahmen müssen stärker begrenzt werden.

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Ansprechpartner Umwelt und Energie

Fritz Mielert

Umweltschutzreferent
E-Mail schreiben Tel.: (0711) 620306-16

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Titelbild des aktuellen BUND-Jahrbuchs.  (BUND BW)

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Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz

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