BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Windenergie

Der BUND setzt sich für einen naturverträglichen Ausbau der Windenergie ein. Auch in Baden-Württemberg ist die Windenergie in einem klimaneutralen Energiesystem der Zukunft wichtig.

Ein Windrad auf einem Hügel. Der Ausbau der Windenergie muss so naturfreundlich wie möglich geschehen.  (Michael Sauer / michael-sauer.com)

Unverzichtbarer Teil der Energiewende

Die Windenergie an Land wird eine der tragenden Säulen der zukünftigen Energieversorgung in Baden-Württemberg sein. Noch ist ihr Anteil mit gut fünf Prozent der Stromerzeugung relativ gering. Obwohl das Planungsrecht 2021 geändert wurde, kommt der Ausbau der Windenergie in BW nicht in Fahrt. Nach einem deutlichen Anstieg der jährlichen Neuinstallationen an Land von 2015 bis 2017 ging der Zubau 2018 und 2019 jeweils erheblich zurück. 2019 betrug der jährliche Zubau lediglich fünf Anlagen, 2020 waren es zwölf. Schuld daran sind vor allem langwierige Planungen, in deren Verlauf sich Bedingungen ändern können.

Um den Ausbau der Windenergie zu beschleunigen, fordert der BUND von der Landesregierung, regionale Ziele für den naturverträglichen Ausbau von Sonnen- und Windenergie festzulegen. Diese müssen sich an den örtlichen Begebenheiten orientieren und zur Deckung des Strombedarfs ausreichen.

Vorteile Windenergie

Im Gegensatz zur Energiegewinnung aus fossilen Energieträgern wie Kohle werden bei jener aus erneuerbaren Quellen wie Wind keine endlichen Ressourcen verbraucht. Sie sind unerschöpflich. Zudem entstehen bei der Energieerzeugung keine Treibhausgase. Windkraft ist besonders flächeneffizient. Die Bodenversiegelung durch Masten ist minimal und nach 20 bis 30 Jahren können sie ohne bleibende Schäden und Strahlen- oder Giftmüllprobleme wieder abgebaut werden.

Windenergie an Land ist mit etwa 5 bis 10 ct/kWh zudem nach der Photovoltaik die preiswerteste Form von Strom aus Erneuerbaren Energien. Die Anlagen holen die für ihre Herstellung nötige Energie in etwa fünf Monaten wieder herein. Darüber hinaus erzeugt eine Windenergieanlage während ihrer 20-jährigen Laufzeit bis zu 70 Mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung benötigt wird.

Ein weiterer Pluspunkt: Windräder zu errichten ist erschwinglich. Sie können kooperativ von Genossenschaften, Stadtwerken oder Eigentümergemeinschaften betrieben werden, rund 80 Prozent der Windenergieanlagen sind in Hand dieser Betreiber*innen. Hinter einem Großteil der Windräder stehen Tausende von Eigentümer*innen – und nicht die Großkonzerne.

Artenschutz und Windenergie

Klimaschutz und der Schutz der Biologischen Vielfalt sind für den BUND gleichrangige Ziele. Doch jegliche Form der Energiegewinnung führt zu Eingriffen in die Natur. Der Ausbau der Windenergie muss daher naturverträglich stattfinden. Der Umweltverband setzt sich dafür ein, dass alte und naturnahe Wälder als Standorte für Windenergieanlagen tabu sind. Zudem muss die Politik mehr Geld in die Erforschung und das Monitoring von Tierarten investieren, die durch Windkraftstandorte möglicherweise beeinträchtigt werden. Dazu gehören zum Beispiel Fledermäuse. So würde schon bei der Planung dafür gesorgt, Gefahren für die Tiere zu minimieren. Der Ausbau der Windenergie kann außerdem nur im Dialog und mit Beteiligung der Bürger*innen erfolgen.

Damit der Ausbau Windenergie natur- und menschenfreundlich abläuft, engagiert sich der BUND im Projekt Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz.

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Ansprechpartner Umwelt und Energie

Fritz Mielert

Umweltschutzreferent
E-Mail schreiben Tel.: (0711) 620306-16

Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz

Positionspapier von BUND und NABU: Ausbau der Windenergie in BW

Faktencheck Windenergie

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