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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Klimaschutz

Häufigere Unwetter, Starkregen, Hitzeperioden – die Folgen der Klimaerwärmung sind auch in Baden-Württemberg spürbar. Es ist also höchste Zeit, Treibhausgase zu verringern und Anpassungsmaßnahmen an unvermeidbare Veränderungen zu entwickeln.

Blitze vor dunklen Wolken. Durch den Klimawamdel gibt es häufiger Wetterextreme und dadurch manchmal zu starken Regen.  (Christine Ellerbrock / CC-BY-SA)

Klimakrise aufhalten!

In Baden-Württemberg ist die Durchschnittstemperatur laut Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in den letzten Jahrzehnten um 40 Prozent stärker gestiegen als im globalen Vergleich. Schuld daran ist der menschengemachte Klimawandel. Mit erkennbaren Folgen: Die Sommer werden heißer und trockener, die Winter milder, die Vegetationsperioden beginnen immer früher und Unwetter mit Starkregen und Überschwemmungen haben deutlich zugenommen.

2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft in Paris dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Doch seit der Unterzeichnung haben weder die Weltgemeinschaft noch Deutschland oder Baden-Württemberg nennenswerte Fortschritte bei der Rettung des Klimas gemacht.


Fürs Klima: verbindliche Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen

Mit dem Klimaschutzgesetz hat sich Baden-Württemberg 2013 unverbindliche Ziele für die Treibhausgasminderung gesetzt. Doch diese Ziele widersprechen dem Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Trotzdem wird das baden-württembergische Zwischenziel für 2020 voraussichtlich weit verfehlt.

Laut dem Weltklimarat IPCC dürfen ab Anfang 2018 weltweit nur noch 580 Milliarden Tonnen CO2 emittiert werden, um die Klimaerwärmung mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit auf 1,5 Grad zu begrenzen. Baden-Württemberg bleibt damit ein maximales Budget von 845 Millionen Tonnen CO2. 2016 hat das Land noch 78 Millionen Tonnen CO2 emittiert, womit das Restbudget innerhalb von elf Jahren aufgebraucht wäre. Laut Berechnungen des BUND müssen Baden-Württembergs CO2-Emissionen kontinuierlich bis 2030 um 76 bis 91 Prozent gegenüber 1990 sinken, um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen.

Seit Herbst 2018 überarbeitet die Landesregierung das Klimaschutzgesetz. Das wichtigste, bisher bekanntgewordene Ziel (-42% CO2-Emissionen bis 2030) genügt wieder nicht, um die Klimakrise wirkungsvoll einzudämmen. Es reicht nur für eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad. Das neue Zwischenziel für 2030, das wieder unverbindlich bleiben soll, führt bis 2050 sogar zu erheblichen Mehremissionen von über 100 Millionen Tonnen CO2 im Vergleich zum bestehenden Klimaschutzgesetz. 

Für einen echten Klimaschutz muss sich das Land verbindliche Ziele geben, die ausreichen, um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Diese Ziele müssen auf alle gesellschaftlichen Bereiche (Verkehr, Energieversorgung, Privathaushalte, Betriebe, Industrie, Land- und Forstwirtschaft und Entsorgung) und auf die die Regionen des Landes heruntergebrochen werden. Auch diese Teilziele müssen verbindlich sein, um Wirkung zu entfalten. Wenn sie nicht erreicht werden, müssen empfindliche Sanktionen greifen.

Wie das Land seine Klimaziele erreichen will, hat es im Integrierten Energie und Klimaschutzkonzept (IEKK) festgehalten. Auch das IEKK, das Strategieplan und Maßnahmenkatalog in einem ist, wird momentan überarbeitet.

Der BUND bekennt sich zum Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und fordert deswegen von der Landesregierung eine deutliche Verschärfung von Klimaschutzgesetz und IEKK.

Lesen Sie unsere Vorschläge für echten Klimaschutz in Baden-Württemberg!


Was jede*r Einzelne tun kann

  • Unterstützen Sie „Fridays for Future“, die Klimaschutzbewegung der Schüler*innen und gehen Sie freitags auf die Straße! 

  • Bisher liegt der jährliche CO2-Ausstoß pro Kopf in Deutschland bei über elf Tonnen. Ein klimaverträglicher Lebensstil muss mit gut einer Tonne auskommen. Bei wie vielen Tonnen liegen Sie? Errechnen Sie jetzt Ihre CO2-Bilanz und erstellen Sie Ihren eigenen Plan, um Ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren!

  • Fragen Sie sich, was Sie wirklich zum Leben brauchen und informieren Sie sich über Suffizienz! In unserer Broschüre finden Sie spannende Anregungen für ein gutes, nachhaltiges Leben.

Solar aufs Dach!

Helfen Sie uns!

Ansprechpartner Umwelt und Energie

Fritz Mielert

Umweltschutzreferent
E-Mail schreiben Tel.: (0711) 620306-16

Kommunen, Solar aufs Dach!

Blick auf Dächer mit Solar.  (Christiane Beder)

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