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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

ÖkoTipp: Zeit zuhause sinnvoll nutzen und Gutes tun

26. März 2020 | Nachhaltigkeit, Umweltbildung (BW), Suffizienz, Aktiv im Naturschutz (BW), BUND Baden-Württemberg (BW)

Die Beschränkungen in der Corona-Krise sind für viele eine ungewohnte Belastung. Wir zeigen, wie jede*r seine Zeit auch ohne Theaterbesuche & Co. sinnvoll nutzen und nebenbei etwas Gutes für sich, die Mitmenschen und die Umwelt tun kann.

Auch in Zeiten von #WirbleibenzuHause, können wir viel Sinnvolles tun und andere unterstützen.  (Laura Buschhaus / BUND BW)

Der Virus Covid-19 hat unser öffentliches Leben nahezu lahmgelegt. Es ist wichtig, das jeder*r von uns dazu beiträgt, dass sich der Virus nicht mehr so schnell verbreitet. Das heißt: das Haus nur aus wichtigem Grund verlassen und soziale Kontakte auf ein Minimum beschränken.
Das ist nicht leicht und für die meisten von uns ein großer Einschnitt. Damit Ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie trotz Corona Ihre Zeit sinnvoll nutzen können – und nebenbei etwas Gutes für sich, Ihre Mitmenschen und die Umwelt tun.

1.    Mitmenschen helfen

Wenn Sie selbst zu keiner Risikogruppe gehören und keine gefährdete Person in Ihrem Haushalt lebt, können Sie älteren und kranken Menschen anbieten, für sie Lebensmittel zu besorgen, mit dem Hund Gassi zu gehen oder Medikamente von der Apotheke zu holen. Menschen, die im Einzelhandel, im medizinischen, sozialen oder logistischen Bereich arbeiten, sind zurzeit übermäßig belastet. Auch sie freuen sich bestimmt über Ihre Unterstützung.
Erstellen Sie dazu einfach einen Aushang für den Hausflur oder tragen Sie sich auf lokalen Plattformen bei facebook oder zentralen Webbörsen wie nebenan.de ein. Bringen Sie Obdachlosen etwas Warmes zu essen oder trinken vorbei (wie überall auf körperkontaktlose Übergabe und den Mindestabstand von 1,50 Meter achten), sie haben sehr unter den Beschränkungen durch Corona zu leiden. Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und viele Krankenhäuser suchen Freiwillige mit medizinischer Grundausbildung, die sie im Kampf gegen den Virus unterstützen. Tafeln und andere Dienste, die sich um Bedürftige kümmern, haben seit dem Ausbruch von Corona sehr unter Personalmangel zu leiden und freuen sich über Hilfe. Denken Sie bei Kontakt mit anderen Menschen auf jeden Fall daran, einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten und anschließend Ihre Hände gründlich zu waschen und halten Sie sich generell an die Hygienevorschriften.

2.    Ausmisten

Auch wenn Sie Ausgedientes im Moment nicht wegbringen können, spricht nichts dagegen, jetzt Schränke und Schubladen durchzusehen. Packen Sie die Kleidungsstücke, die Ihnen nicht mehr passen oder die Sie nicht mehr anziehen wollen, in eine Kiste. Sobald die Corona-Gefahr gebannt ist, können Sie sie zu einer Kleiderkammer, einem Second-Hand-Laden oder einem Kleider-Container bringen oder über das Internet verkaufen. In eine weitere Kiste kommen altes Spielzeug, Bücher & Co., die Sie zu einem späteren Zeitpunkt verschenken oder verkaufen können.

3.    Im Garten oder auf dem Balkon arbeiten

Wenn Sie einen Garten haben, ist nun die ideale Zeit, ihn auf Vordermann zu bringen: Kompost auf den Gemüsebeeten verteilen, ein Hochbeet bauen… Ist der Boden frostfrei, können Sie Stauden einpflanzen und diejenigen, die nicht im Frühjahr blühen, teilen. Sträucher und weichholzige Pflanzen wie Rosen können Sie in dieser Jahreszeit schneiden und das tote Holz entfernen. Gehölze sollten Gartenbesitzer*innen nun nicht mehr schneiden, weil sie sonst brütende Vögel stören. Auch den Balkon können Sie nun fit für das Frühjahr machen: Pflanzen, die über den Winter im Haus waren, gewöhnen Sie Schritt für Schritt wieder an die Sonne, indem Sie sie erst ein paar Tage im Schatten stehen lassen. Topfen Sie Pflanzen, denen ihr Gefäß zu klein geworden ist, um.
Gemüse wie Paprika, Gurken, Chili und Tomaten können Sie nun auf dem warmen Fensterbrett vorziehen. Um sich und andere vor dem Corona-Virus zu schützen, sollten Sie Tätigkeiten, bei denen Sie Ihre Ausstattung erst kaufen und dazu das Haus verlassen müssen, vermeiden.
 

4.    Besondere Gerichte kochen

Im Alltag ist oft keine Zeit für ausgefallene oder neue Rezepte. Vielleicht haben Sie jetzt die Gelegenheit dazu. Gerade mit Wintergemüse lassen sich spannende und gesunde Gerichte zubereiten, die im Standardrepertoire von vielen Hobbyköch*innen nicht vorkommen. Selbst kochen spart Verpackungsmüll und tut der Gesundheit gut. Um möglichst verpackungsfrei und regional einzukaufen, an der frischen Luft zu bleiben und die Häufigkeit der Einkäufe zu reduzieren, empfehlen wir einen wöchentlichen Einkauf auf dem Markt.

5.    DIY (= Do it yourself)

Basteln, Nähen, Häkeln, Stricken sind ideale Beschäftigungen, wenn wir so viel wie möglich im Haus bleiben sollen. Im Internet finden sich zahlreiche Bastelideen und Anleitungen, wie Sie aus gebrauchten Gegenständen Neues herstellen können. So lassen sich aus alten Jeans im Handumdrehen individuelle Taschen zaubern und aus großen Kartons mit ein bisschen Fantasie ein Auto oder Schiff für Kinder. Oder wie wäre es mit selbstgemachter Kosmetik wie einem Meersalz-Peeling?

6.    Fortbilden

Was entsteht der Treibhauseffekt und wie können wir Städte so umbauen, dass es mehr Platz für Menschen statt für Fahrzeuge gibt? Auf den Seiten des BUND Baden-Württemberg und des BUND-Bundesverbandes finden Sie viele interessante Publikationen und Informationen rund um Natur- und Umweltschutz. So können Sie die Zeit zuhause nutzen, um sich auf einem Gebiet schlau zu machen. Zahlreiche Bibliotheken bieten zudem an, Bücher digital auszuleihen, also auf dem Bildschirm zu lesen. Eine andere gute Möglichkeit sind Podcasts wie die „Klimazentrale“ vom SWR oder der „Hintergrund“ vom Deutschlandfunk.

7.    Stromanbieter wechseln

Steuererklärung machen, Stromanbieter suchen – all diese Dinge schieben wir oft vor uns her. Wenn Sie noch Elektrizität von einem klassischen Anbieter beziehen, können Sie Natur und Umwelt etwas Gutes tun, indem Sie zu einem Anbieter vom Ökostrom wechseln. Diese liefern Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie und nicht aus Kohle- und Atomkraftwerken. Dabei ist es wichtig, dass der Anbieter den Bau von Neuanlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien fördert und unabhängig von den großen Stromkonzernen ist, die eigene Atom- und Kohlekraftwerke betreiben oder daran beteiligt sind.

8.    Spaziergänge oder Sport in der Natur

Die ganze Zeit im Haus zu sitzen ist besonders deprimierend, wenn draußen die Sonne scheint. Wenn Sie alleine eine Runde zu Fuß oder mit dem Fahrrad drehen, besteht für Sie kein Ansteckungsrisiko mit Corona. Erfreuen Sie sich an den Bäumen und Stauden, die in verschiedenen Farben blühen. Osterglocken und Primeln zieren viele Gärten. Wenn Sie lieber im Haus bleiben möchten, können Sie sich mit Sportvideos im Internet fithalten. Auf Videoplattformen gibt es zahlreiche kostenlose Angebote.

9.    Alte Kontakte auffrischen

In unserer hektischen Zeit schreiben nur noch wenige schönverzierte Briefe und selbstgemachte Postkarten – obwohl die bei den Empfänger*innen oftmals besser ankommen, als endlose Sprachnachrichten und schnelle WhatsApp-Nachrichten. Für eine Postkarte brauchen Sie nur ein Stück Pappe und Stifte, das Material für einen Brief hat auch jede*r zuhause. Briefmarken bekommen Sie an Automaten. Wenn Sie nicht gerne schreiben und basteln, können Sie natürlich auch zum Hörer greifen. Bestimmt gibt es eine Schulfreundin oder einen verwandten, bei dem Sie sich schon viel zu lange nicht gemeldet haben und der sich über einen Anruf freut…

Das Robert-Koch-Institut informiert über den neusten Stand zu Corona. Die Landesregierung von Baden-Württemberg gibt auf ihren Seiten einen Überblick über die Entwicklungen im Land.

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