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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Garten und Balkon für die Natur vorbereiten

25. Februar 2019 | Aktiv im Naturschutz (BW), Artenschutz (BW), Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz

Im eigenen Garten und Balkon können wir in Sachen Naturschutz selbst Hand anlegen.

Blumen pflanzen für Bienen und Schmetterlinge.  (Sandra Müller/ BUND BW)

Der Frühling kommt und die Gartensaison steht vor der Tür. Im eigenen Garten und Balkon können wir in Sachen Naturschutz selbst Hand anlegen. Jetzt gilt es, für Vögel, Schmetterlinge oder Wildbienen beste Lebensbedingungen zu schaffen. Mit viel Grün rund ums Haus oder auf dem Balkon. Eine schöne Blütenpracht gibt es dazu.

Der tier- und insektenfreundliche Garten

Hilft das, was ich vorhabe, den Tieren? Neben Brutmöglichkeiten spielt die Nahrungspyramide eine große Rolle: Vögel, Igel und andere Kleinsäuger leben von kleinen Insekten, die wir in unserem Garten durch ein paar Kniffe anlocken können.

 

10 Tipps, Tieren im naturnahen Garten zu helfen

  1. Frühblüher pflanzen – das ist auch für Bienen, die früh ich Jahr fliege wichtig: Winterling, Schneeglöckchen, Märzenbecher oder Krokus. Die seltenen Mauerbienen brauchen Traubenhyazinthen.
  2. Die richtigen Pflanzen: Beim Kauf von Samen oder Pflanzen für Balkon und Garten auf folgendes achten: Wird mit einem Siegel oder in der Beschreibung darauf hingewiesen, dass Pflanzen oder Samen gut für Schmetterlinge und Bienen sind? Zuchtblumen mit gefüllten Blüten sind in aller Regel nektarfrei und daher für Schmetterlinge und Bienen nutzlos.
  3. Einen Quadratmeter grasfrei: Im Boden nistende Wildbienen legen ihre Brutplätze in der Erde an. Oder ein Brett auf den Rasen legen, auch darunter legen Wildbienen ihre Brutplätze an.
  4. Ein zusätzlicher Komposthaufen mit klein geschnittenen Zweigen und Stielen für  Engerlinge: Pinselkäfer, Rosenkäfer, Nashornkäfer, Junikäfer … Auch Igel, Blindschleiche, Ringelnatter und Tausendfüßler können dort leben oder brüten.
  5. Eine Käfermiete anlegen: Ein Haufen aus Holzrugeln, Rinde und Wurzelstücken ist der ideale Brutplatz für Käfer.
  6. Naturparadies Holunder: Keine andere Pflanze im Garten bietet so vielen Tierarten Nahrung. Die Blüten locken Bienen an. Im Mai sind Holunder eine wahre Pracht, die Früchte sind für Vögel gut. Holunder ist der wichtigste „Blattlausproduzent“ von den Läusen ernähren sich viele andere Tiere, wie die Marienkäfer, Schwebfliegen, Wildbienen und Vögel.
  7. Einen Baum pflanzen: Wenn genug Platz ist. Obstbäume, Vogelbeere oder heimische Laubbäume sind für die Natur besonders wichtig. Möglichst keine exotischen Bäume, wie Kirschlorbeer und Thuja . Ist bis April möglich! Auf Grenzabstände zum Nachbarn achten!
  8. Tiere haben Durst: Schalen mit Wasser, Tümpel oder Gewässerläufe sind Lebensadern im Garten.
  9. Nachhaltigkeit: Auch beim Kauf von Gartenartikeln und Steinen darauf achten, dass es heimische und nachhaltige Materialien und Produkte sind. Gartenmöbel aus Tropenholz, Granitsteine aus Indien, möglichst wenig aus Plastik.
  10. Nisthilfen für Vögel und Wildbienen bauen. Eine Schritt—für-Schritt-Fotoanleitung für Nisthilfen für Vögel haben wir hier.

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