Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Atomausstieg

Noch bis Ende 2022 bleibt das Atomkraftwerk Neckarwestheim am Netz. Der Atomausstieg muss schneller kommen. Denn jeden Tag besteht die Gefahr eines atomaren Unfalls, auf den der Katastrophenschutz unzureichend vorbereitet ist.

Peter Lustig wirbt mit einem Anti-Atombutton für das Abschalten der AKWs BUND fordert: Der Atomausstieg muss im Grundgesetz verankert werden und sofort erfolgen.  (Angela Koch / BUND BW)

Im Rahmen des ersten deutschen Atomausstiegs wurden 2003 das norddeutsche AKW Stade und 2005 das baden-württenbergische AKW Obrigheim abgeschaltet. Weitere Abschaltungen vereitelte die Regierung Merkel. Als direkte Raktion auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima wurde dann 2011 wieder ein Atomausstieg beschlossen. Acht Meiler gingen sofort vom Netz. Hierunter fielen die baden-württembergischen Blöcke Philippsburg 1 und Neckarwestheim 1. Im Dezember 2019 folgte der Block 2 des AKW Philippsburg. Als letztes soll nach bisheriger Planung Neckarwestheim II Ende 2022 stillgelegt werden.

Neckarwestheim II stellt aufgrund von Rissen in kritischen Bauteilen eine besondere Gefahr dar. Sein Weiterbetrieb ist aus Sicht des BUND nicht zu verantworten. Wir fordern einen sofortigen und dauerhaften Ausstieg aus der Atomkraft. Hierfür muss der Atomausstieg im Grundgesetz verankert werden, damit den immer wieder aufflammenden Diskussionen um längere Laufzeiten der Atomkraftwerke ein Riegel vorgeschoben ist.

Unzureichend sind die Katastrophenschutzpläne um die Atomkraftwerke herum. Weder Tschernobyl noch Fukushima haben die Behörden dazu veranlasst, beispielsweise die Evakuierungszonen auszuweiten. Die Behörden drücken sich vor der Verantwortung.

Milliardengrab Atomkraft

Entgegen vieler Behauptungen ist Deutschland nicht das einzige Land, das sich von der gefährlichen Technologie verabschiedet. Auch andere Länder – wie die Schweiz und Italien – haben die Pläne für AKW-Neubauprojekte aufgegeben. Mittlerweile zieht sogar Frankreich einen Atomausstieg in Betracht. Weltweit betrachtet nimmt die Zahl der AKW seit Jahren ab. Die wenigen Neubauten erweisen sich als Milliardengräber – beispielsweise die Atomreaktoren Olkiluoto in Finnland oder Flamenville in Frankreich. Andere wie Hinkley Point in England sollen hochsubventioniert werden.

BUND-Bestellkorb