Wahlprogramm-Check vor der LTW 26

Der BUND hat die Parteien zu ihren Plänen für die kommende Legislaturperiode befragt.

Wie stehen die Parteien zu wichtigen Zukunftsfragen? Alle an Umwelt- und Naturschutz interessierten Menschen sollten das wissen. Der BUND Baden-Württemberg hat gemeinsam mit dem NABU daher die im Landtag vertretenen Parteien befragt. Aus unseren Forderungen zu Klimaschutz und Biodiversität haben wir Wahlprüfsteine entwickelt und den Parteien zugesandt.

Der BUND als Natur- und Umweltschutzorganisation hat keine Wahlempfehlung für die Landtagswahl am 8. März 2026 abgegeben, wir sind und bleiben strikt überparteilich. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, für eine sozial und ökologisch gerechte Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft einzutreten. Wir stehen für eine freie, gerechte, weltanschaulich und religiös tolerante Gesellschaft. Mit rassistischen, fremdenfeindlichen oder menschenrechtswidrigen Tendenzen, wie sie zum Beispiel in der AfD zu finden sind, ist das unvereinbar. Aus diesem Grund haben wir diese Partei nicht gefragt.

In der untenstehenden Tabelle finden Sie eine Auswahl der Prüfsteine. In den Kacheln mit den Grafiken darunter können Sie sich alle Fragen an die Parteien und deren ausführliche Antworten anschauen. Machen Sie sich selbst ein Bild davon, wie die Parteien unsere Forderungen nach Klima- und Naturschutz aufnehmen und sprechen Sie Ihre Kandidat*innen darauf an.

Wahlprüfsteine zur LTW 26 (Auswahl)

Wahlprüfsteine zur LTW 26 (Auswahl)

FAQs (Häufig gestellte Fragen)

Welche Parteien haben BUND und NABU für ihren Wahlcheck befragt?

Wir haben alle Parteien mit realistischen Chancen auf einen Einzug in den Landtag befragt, also Bündnis 90/die Grünen, CDU, SPD, Linke und FDP. Die AfD haben wir bewusst nicht befragt (s.u.).

Wieso haben die Verbände die AfD nicht befragt?

Der AfD wollten wir bewusst kein Forum zur Selbstdarstellung geben. Schließlich bekennen wir uns in unserer Satzung zur Menschenwürde; der von der AfD
verbreitete Rassismus steht dem fundamental entgegen. Inhaltlich vertritt die AfD Positionen, die nicht nur denen des BUND widersprechen, sondern auch eindeutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die AfD bestreitet rundheraus den menschengemachten Klimawandel und befürwortet die weiterhin ungebremste Nutzung fossiler Brennstoffe. 

Eine Partei wird nicht dadurch demokratisch, weil sie Wählerstimmen bekommt. Wir wehren uns gegen eine Normalisierung der AfD. Die AfD radikalisiert sich derzeit mehr und mehr, immer mehr ihrer Landesverbände werden von den zuständigen Behörden als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft, auch die Bundespartei hat vorbehaltlich eines Gerichtsurteiles bereits dieses Label – und das absolut zurecht! Die AfD ist eben keine Partei wie jede andere, sondern bleibt eine Partei mit einem rassistischen, fremdenfeindlichen Kern, die die Aushöhlung und Abschaffung der Demokratie betreibt.

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