Am 8. März 2026 ist Landtagswahl. Wie stehen die Parteien zu wichtigen Zukunftsfragen? Gemeinsam mit dem NABU hat der BUND Baden-Württemberg die Parteien, die laut aktuellen Umfragen Aussicht auf Sitze im Landtag haben, befragt. Wir haben die AfD bewusst nicht befragt, weil ihre Haltung unvereinbar mit unseren Grundsätzen ist. 

Lesen Sie hier, was diese auf unsere Fragen zum Thema "Naturschutz" geantwortet haben:

Naturschutz

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3.1 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass Moore, Wälder, Flüsse und Auen im Sinne der Europäischen Wiederherstellungsverordnung (EU 2024/1991) renaturiert werden?

Grüne: Ja. Wir setzen die Arbeit zum Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen fort. Dabei bewahren wir nicht nur die Vielfalt unserer Natur in Baden-Württemberg, sondern stellen geschädigte Natur wieder her und setzen dafür die EU-Verordnung konsequent um!

CDU: Ja. Die Renaturierung ist Klimaschutz und Klimaanpassung zugleich. Wir setzen uns dabei insbesondere für die Erforschung und Etablierung neuer Nutzungsformen ein. Wiederherstellung bedeutet für uns nicht automatisch Stilllegung.

SPD: Ja.

FDP: Ja.

Linke: Ja.

3.2 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass die Finanzmittel für den Naturschutz im Landeshaushalt weiter anwachsen, um den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen?

Grüne: Ja. Wir haben in den letzten 15 Jahren die Mittel für Naturschutz verdreifacht. Den Weg werden wir konsequent weitergehen, um die Herausforderungen zu bewältigen, die wir haben!

CDU: Nein. Das Land investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in den Naturschutz. Wir wollen diese Mittel effizienter einsetzen. Es gilt, Verwaltungskosten zu senken, sodass ein größerer Anteil tatsächlich in der Fläche ankommt.

SPD: Ja.

FDP: Nein.

Linke: Ja.

3.3 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Verwaltungsebenen und Ressorts bei der Umsetzung von Klimaschutz-, Naturschutz- und Naturwiederherstellungsmaßnahmen verbessert wird?

Grüne: Ja. Klimaschutz und Naturschutz machen an Ressortgrenzen nicht Halt. Daher wollen wir die ressortübergreifende Zusammenarbeit, wie wir sie beispielsweise mit dem MD-Ausschuss Klima etabliert haben, weiter verbessern und ausbauen.

CDU: Ja. Darin sehen wir als die Hauptaufgabe der nächsten Wahlperiode.

SPD: Ja. Es krankt bislang weder an den Gesetzen hierzu, sondern eben an der Umsetzung und Erfolgskontrolle.

FDP: Ja.

Linke: Ja.

3.4 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass ausreichend Mittel und Flächen für Artenhilfsprogramme für vom Ausbau der Erneuerbaren Energien betroffenen Arten zur Verfügung gestellt werden?

Grüne: Ja. Wir haben in den vergangenen Jahren den Artenschutz gestärkt. Es muss genug Rückzugsflächen für bedrohte Arten beim gleichzeitigen Ausbau der erneuerbaren Energien geben.

CDU: Ja. Wir sehen sowohl den Ausbau der erneuerbaren Energien als auch den Naturschutz als unabdingbar an. Artenschutzprogramme sind eine zwingende Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Windenergie im Land.

SPD: Ja.

FDP: Keine Angabe.

Linke: Ja.

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