Landtagswahl 2021: Die Silhouette von Baden-Württemmberg mit einem roten Kreuz

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg

Am 8. März 2026 wählen die Baden-Württemberger*innen ihren neuen Landtag. Damit das Land weiterhin lebenswert und zukunftsfähig bleibt, hat der BUND Forderungen an die Kandidat*innen formuliert.

Von der nächsten Landesregierung erwarten wir mehr Umwelt- und Naturschutz!

Ende Februar 2025 haben die Deutschen ihre Stimmen für einen neuen Bundestag abgegeben, iam 8. März 2026 werden die wahlberechtigten Baden-Württemberger*innen ihren neuen Landtag wählen. Wir als BUND wollen ab 2026 mehr Umwelt- und Naturschutz von der kommenden Landesregierung sehen. Schließlich gibt es noch viel zu tun, um unser Klima und die natürlichen Lebensgrundlagen von uns und allen künftigen Generationen wirklich zu schützen

Nur auf den ersten Blick ist es bis zu den Landtagswahlen 2026 noch lange hin. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bei den politischen Parteien schon auf Hochtouren. Programme wurden erarbeitet und Kandidat*innen aufgestellt.

Mit den Kandidierenden und damit den zukünftigen Entscheidern und Entscheiderinnen im Land möchten wir unsere Ideen und Forderungen für eine gute Zukunft in Baden-Württemberg besprechen und sie dafür gewinnen.

In Sachen Klima- und Naturschutz hat unser Bundesland an manchen Stellen eine Vorreiterrolle eingenommen, teilweise hapert es aber auch deutlich. Trotz der zugespitzten politischen Lage darf es nun kein Nachlassen oder gar Rückschritte im Natur- und Umweltschutz geben! Dazu braucht es auch begeisterte BUND-Aktive vor Ort, die den Kandidat*innen für die Landtagswahl in den Wahlbezirken klar machen, dass an mehr Umwelt-, Klima- und Naturschutz kein Weg vorbeiführt.

Sie wollen dabei mithelfen? Erster einfacher Schritt: Tragen Sie sich hier in unseren BUND-Verteiler ein und wir halten Sie über unsere Arbeit und unsere Aktivitäten und Ideen zur Landtagswahl 2026 auf dem Laufenden. Gerne unterstützen wir Sie auch vor Ort in Ihren Bemühungen – nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit Hannes Rockenbauch, Klimacampaigner des BUND BW, auf (Kontakt siehe rechts).

Darüber hinaus haben wir eine Wunschzettel-Aktion zur Landtagswahl gestartet. Mit unserem neuen Online-Tool können Sie ganz einfach mit ein paar Klicks eine Mail mit unseren Kernforderungen an die Kandidat*innen aus Ihrem Wahlkreis schicken. Machen Sie mit und geben Sie der Natur eine Stimme!

BUND-Forderungen zur Landtagswahl 2026

Unsere Forderungen für ein zukunftsfähiges Baden-Württemberg können Sie hier nachlesen und herunterladen.

Unsere zentralen Forderungen

Alle Beiträge auf- oder zuklappen
Naturschutz

  • Biodiversitätsstärkungsgesetz konsequent umsetzen
  • Gebiete zur Realisierung von Artenhilfsprogrammen ausweisen
  • Vollzugsdefizite bei den Kompensationsmaßnahmen beheben
  • Europäische Wiederherstellungsverordnung umsetzen: 30 % der Ökosysteme renaturieren
Landwirtschaft

  • Biodiversitätsstärkungsgesetz konsequent umsetzen: Pestizidreduktion um 50 % und Ausbau des Ökolandbaus auf 40 % bis zum Jahr 2030
  • Naturschutz muss sich lohnen: Echte Anreize statt Verlustausgleich für Umweltmaßnahmen
  • Wasserverbrauch senken und wassersparende Technik fördern
Wald

  • 10 % Naturwälder: Mindestens ein Zehntel der Waldfläche muss sich ohne menschlichen Einfluss entwickeln dürfen
  • Ökologische Mindeststandards für die Forstwirtschaft im Landeswaldgesetz festschreiben
  • Transparenz und Bürgerbeteiligung im Staatswald: Die Gesellschaft muss mitreden dürfen
  • Förderprogramm für Wasserrückhalt im Wald: Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserrückhaltefähigkeit der Wälder
Wasser

  • Schwammstädte und Schwammlandschaften: Förderung von Maßnahmen zur Wasserrückhaltefähigkeit von Böden, um Hochwasserspitzen zu mindern und mehr Wasser in Trockenperioden bereitzustellen
  • Für eine zukunftsfähige Versorgung mit sauberem Trinkwasser darf die Neubildung von Grundwasser nicht weiter durch Flächenversiegelung behindert oder unterbunden werden, vor allem im Engeren Wasserschutzgebiet (Zone II) oder sonstigen für die Grundwasserneubildung wichtigen Flächen
  • Bestehende Drainagen müssen in einem landesweiten Kataster erfasst und wo möglich rückgebaut werden
  • Gewässerentwicklungskorridore schaffen: Mehr Raum für Flüsse durch die Schaffung von Auenlandschaften, um Hochwasserschutz zu verbessern und wertvolle Lebensräume zu erhalten bzw. zu entwickeln
  • Transparenz und Wasserentnahmeentgelt: Einführung einer flächendeckenden Erfassung von Wasserentnahmen und eines Wasserentnahmeentgelts für alle Bereiche, einschließlich der Landwirtschaft
Klimaschutz

  • Festlegung eines CO₂-Restbudgets
  • Sicherstellung von Messbarkeit, Verbindlichkeit und der Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit im Klimamaßnahmenregister
  • Stärkung des Klimasachverständigenrates
  • Erweiterung des CO₂-Schattenpreises auf alle öffentlichen Beschaffungs-/Bauvorhaben und Klimavorbehalt für alle Vorhaben – Planungen, Baumaßnahmen, Förderprogramme und Gesetze
  • Keine Planung klimaschädlicher Vorhaben
  • Festschreibung von Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe
  • Vermeidung von CCS/CCU
Klimaanpassung

  • Konsequente Umsetzung der Klimawandelanpassungsstrategie, die das Land 2023 vorgelegt hat
  • Verpflichtung von großen Kreisstädten, Stadt- und Landkreisen, Klimaanpassungskonzepte nach § 12 Bundes-Klimaanpassungsgesetz zu erstellen
  • Auflegung von Förderprogrammen zur Umsetzung der in den Klimaanpassungskonzepten definierten Maßnahmen
Energie

  • Unterstützung und Ausweitung der Wärmeplanung
  • Unterstützung von Wärmenetzen und energetischer Gebäudesanierung
  • Erarbeitung eines Konzepts zur Stilllegung von Erdgasnetzen
  • Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten von Bürger*innen an erneuerbaren Energien
  • Verzicht auf eine übermäßige Fokussierung auf neue Gaskraftwerke
Mobilität

  • Kein weiterer Straßenneu- und Ausbau ohne gleichzeitige Entsiegelung in mindestens gleichem Umfang (Straßenbaumoratorium)
  • Verstärkte Förderung von Push-Maßnahmen: Anreize für den Umweltverbund immer in Verbindung mit gleichzeitigen Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr (kein Pull ohne Push)
  • Beschleunigte Umsetzung der fünf Verkehrswendeziele des Landes bis 2030
  • 100 % Elektromobilität im gesamten öffentlichen Verkehr bis 2030
  • Verpflichtende Aufstellung von Klimamobilitätsplänen und Aktionsplänen Klima, Mobilität und Lärmschutz flächendeckend für alle Kommunen
  • Landesinitiative zur Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30km/h innerorts
Landesplanung und Flächenschutz

  • Verankerung verbindlicher Flächenschutzziele in der Landes- und Regionalplanung: Nettonull bis 2035, 2,5-Hektar-Zwischenziel
  • Landesweite Einführung verpflichtender Flächenkontingente
  • Einführung verbindlicher Mindestwohnbaudichten in der Landes- und Regionalplanung
  • Verpflichtende Erhebung kommunaler Flächenreserven im Innenbereich: Baulücken- und Leerstandskataster
  • Keine Neuausweisung von Gewerbegebieten über den örtlichen Bedarf hinaus
Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

  • Konsequente Überprüfung von Bauleitplänen auf Ebene der Regierungspräsidien
  • verbindliche Kriterien für nachhaltigen Bau und Sanierung
  • Anpassung der Landesbauordnung: Verbot von Stellplatzsatzungen mit Schlüssel >1

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Ansprechpartner Campaigning Klimapolitik

Hannes Rockenbauch

Hannes Rockenbauch

Campaigning Klimapolitik
E-Mail schreiben Tel.: 0711 620306-20

Unsere Forderungen zur Landtagswahl 2026

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