Am 8. März 2026 ist Landtagswahl. Wie stehen die Parteien zu wichtigen Zukunftsfragen? Gemeinsam mit dem NABU hat der BUND Baden-Württemberg die Parteien, die laut aktuellen Umfragen Aussicht auf Sitze im Landtag haben, befragt. Wir haben die AfD bewusst nicht befragt, weil ihre Haltung unvereinbar mit unseren Grundsätzen ist. 

Lesen Sie hier, was diese auf unsere Fragen zum Thema "Klimaschutz & Energiewende" geantwortet haben:

Klimaschutz & Energiewende

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1.1 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass für Baden-Württemberg ein CO2-Restbudget festgelegt wird?

Grüne: Ja. Unser Klimaschutzgesetz mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 ist ambitioniert. Dafür ist in den nächsten Jahren entschlossenes Handeln notwendig. Beim Ausbau Erneuerbarer Energien und der Wärmeplanung sind wir gut vorangekommen.

CDU: Nein. Ein streng wissenschaftlich CO2-Restbudget ist kein Steuerungselement. Der ETS hingegen schon.

SPD: Keine Angabe. Uns sind konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion im Rahmen der Klimaziele wichtiger als die Festlegung von ehrgeizigen Zielen als Selbstzweck.

FDP: Nein.

Linke: Ja.

1.2 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass der Einsatz von Technologien zur CO2-Abscheidung (CCS und CCU) auf unvermeidbare Emissionen beschränkt wird?

Grüne: Ja. CCS und CCU nutzen wir nur als letztes Mittel. Gleichzeitig setzen wir uns aktiv für innovative Lösungen ein – zum Beispiel mit dem Programm CCUBio, dass biologische und biotechnologische Verfahren zum Kohlenstoff-Recycling fördert.

CDU: Nein. Technologien zur CO2-Abscheidung sind zwingend notwendig. Einen Markthochlauf wird es nur geben, wenn die Regeln für neue Technologien zu Beginn nicht zu restriktiv sind.

SPD: Ja. CCS darf nicht eingesetzt werden, wo eine CO2-neutrale Produktion von Produkten oder Energie möglich und zumutbar ist.

FDP: Nein.

Linke: Ja. Wir lehnen CCS unabhängig von Produktionsstätten grundsätzlich ab.

1.3 Wird sich Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel von 2023 konsequent umgesetzt wird und entsprechende Haushaltsmittel eingeplant werden?

Grüne: Ja. Mit einer Klimamilliarde, die als zweckgebundene Mittel aus dem Landeshaushalt über mehrere Jahre an die Stadt- und Landkreise gehen sollen, bringen wir Klimaschutz und Klimawandelanpassung im ganzen Land voran.

CDU: Ja. Die Klimawandel-Anpassungsstrategie ist zentral für den Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und ländlichen Räumen. Frühzeitige Investitionen in Resilienz sind finanziell vernünftig und bewahren unser Land vor deutlich höheren Schäden.

SPD: Ja. U.a. müssen die Dammsanierung und andere Hochwasserschutzmaßnahmen beschleunigt werden, die Städte müssen stärker begrünt werden

FDP: Nein.

Linke: Ja.

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