BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Unterschriften für den Solarausbau: Verbände überreichen Appell an Landesvorsitzenden der CDU

30. März 2021 | Ressourcen & Technik, Klimaschutz (BW), Klima und Energie (BW), Klimawandel

Der BUND Baden-Württemberg, das Umweltinstitut München und die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) fordern einen schnelleren Ausbau der Solarenergie. Ihren Appell hatten 3000 Personen unterschrieben.

Thomas Strobl hat die Unterschriften von der BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch entgegengenommen.  (Miriam Eisinger / BUND BW)

Stuttgart. Noch ist unklar, ob die CDU in den kommenden Koalitionsverhandlungen als Partnerin am Tisch sitzt oder in der neuen Legislaturperiode die Opposition im baden-württembergischen Landtag anführt. Mit der Übergabe von knapp 3000 Unterschriften, die innerhalb der vergangenen zwölf Tage gesammelt wurden, haben BUND, Umweltinstitut und DGS dem Landesvorsitzenden der CDU, Thomas Strobl, für beide Fälle einen klaren Auftrag gegeben. Sie fordern, dass der Solarausbau in der neuen Legislaturperiode endlich ambitioniert vorangetrieben wird. Denn dieser geht im sonnenreichen Baden-Württemberg seit Jahren viel zu langsam voran, als dass damit die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten wären.

Umweltschützer*innen übergeben Unterschriften an Strobl

Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU und Innenminister, nahm die Unterschriften bei einer Übergabe in der Landesgeschäftsstelle der CDU Baden-Württemberg am heutigen Dienstag (30.3.21) persönlich entgegen und unterstützte im anschließenden Gespräch sowohl die Forderung nach regionalen Ausbauzielen für Erneuerbare, insbesondere für Photovoltaik, als auch die geforderte Solarpflicht für Gebäude.

Mit der Unterschriftaktion appellieren die Verbände und die Unterzeichnenden an den Ministerpräsidenten Kretschmann und die Vorsitzenden von Grünen, CDU, SPD und FDP, dem Thema in den künftigen Koalitionsverhandlungen Gewicht zu verleihen.

Die Forderungen im Einzelnen:

  • Ausbau der Solarenergie mehr als verdreifachen: bis 2030 müssen in Baden-Württemberg mindestens 25 TWh Solarstrom pro Jahr erzeugt werden. Damit das gelingt, muss die neue Regierung regionale Ausbauziele auch im Landesentwicklungsplan festschreiben.
  • Solarpflicht ausweiten auf Wohngebäude und bei Dachsanierungen: Solarenergie muss auf allen geeigneten Gebäuden zum Standard werden!
  • Vorbildlich vorangehen Alle geeigneten landeseigenen Dächer müssen bis 2026 mit Solaranlagen bestückt werden!

"Wir können es uns nicht leisten, weitere Jahre zu verschwenden"

„Die Parteien haben es in der Hand, die Weichen in eine klimafreundliche Zukunft zu stellen“, unterstreicht Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg, die Bedeutung der Koalitionsgespräche. „In Anbetracht der Dringlichkeit der Klimakrise können wir es uns nicht leisten, beim Solarausbau weitere Jahre zu verschwenden. Ministerpräsident Kretschmann und die Parteivorsitzenden müssen jetzt handeln und einen wirkungsvollen Ausbau im Koalitionsvertrag festschreiben, an dem sich das künftige Regierungshandeln bemisst.“

„Solange die Bundesregierung die Energiewende verschleppt, müssen die Länder ihre Möglichkeiten für die Solaroffensive voll ausschöpfen“, erklärt Hauke Doerk, Referent für Energiepolitik beim Umweltinstitut München. „Unsere Forderungen für mehr Tempo beim Solarausbau gehören jetzt in den Koalitionsvertrag für Baden-Württemberg.“

 

Fotos:

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Weitere Informationen:

Kontakt für Rückfragen:

  • Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, 0172 / 834 42 94, Sylvia.Pilarsky-Grosch(at)bund.net
  • Fritz Mielert, Referent für Umweltschutz BUND Baden-Württemberg, (0711) 62 03 06-16, Fritz.Mielert(at)bund.net
  • Dr. Hauke Doerk, Referent für Energiepolitik, Umweltinstitut München e.V., (089) 30 77 49 40, hd(at)umweltinstitut.org

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