ÖkoTipp: Gemüse der Saison – Spargel im April

21. April 2023 | Landwirtschaft, Naturschutz, Nachhaltigkeit

Ein Gemüse feiert in Restaurants immer wieder sein jährliches Comeback. Der Spargel! Um den Boden zu schonen, können Verbraucher*innen aktiv etwas tun: Statt konventionelle Spargel den Bio-Spargel kaufen.

Grüner Spargel ist schnell zubereitet und schmeckt nussig herzhaft.  (Laura Buschhaus / BUND BW)

Für die Umwelt ist es am besten, wenn wir regional, saisonal, ökologisch und in der Nähe unserer Wohnung einkaufen. Im April können sich Spargelfans freuen: Das vitaminreiche Gemüse startet bei uns in seine kurze Saison.

Wenn die Spargelernte beginnt, ist für viele der Frühling endgültig gekommen. Das Gemüse ist überaus beliebt – die Deutschen essen vor allem die weiße Variante. Doch es ist nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Darauf deutet auch sein botanischer Name hin – „Asparagus officinalis“ bedeutet übersetzt „Arznei“.

Anbau und Ernte von Spargel

Der Spargel, der auf unserem Teller landet, ist der Gemüsespargel und wird unterschieden in Bleich- und Grünspargel. „Ob sich aus den Samen grüne oder weiße Stangen entwickeln, hängt von der Art des Anbaus ab. Bedecken die Gärtner*innen die Spitzen immer wieder mit Erde, bleiben diese weiß. Ragen sie aus der Erde und bekommen Sonnenlicht ab, bilden sie hingegen den grünen Farbstoff Chlorophyll“, erklärt Christoph Schramm, Landwirtschaftsreferent beim BUND Baden-Württemberg. Der grüne Spargel ist gesünder, da er mehr Vitamin C und Betacarotin als der weiße enthält.

Spargel wächst in lockerem, nicht zu feuchtem Boden. Im Frühjahr zwischen April und Juni kommen seine Triebe ans Licht und werden dann ausgegraben und abgeschnitten. Die Ernte auf dem Feld ist bis heute zum Teil noch Handarbeit. Ab dem 24. Juni – in Deutschland der Johannistag – wird das Gemüse traditionell nicht mehr geerntet, damit sich die Pflanze erholen kann. Eine Spargelpflanze kann bis zu 15 Jahren frischen Spargel liefern.

Spargel – am besten regional und bio!

„Da Spargel im konventionellen Anbau oft stark gedüngt wird, ist es gesünder, ökologisch angebauten Spargel zu kaufen – am besten aus der Region, dann sind die Wege kurz“, erläutert Christoph Schramm die Vorteile von regionalem Bio-Gemüse. Der BUND empfiehlt außerdem, mit dem ersten Spargelkauf bis Mitte April zu warten, da die früheren Spargel wegen den niedrigen Temperaturen oft noch unter Kunststofffolien angebaut werden. Diese können unter anderem zur Gefahr für Amphibien und Kleinsäuger werden, die darunter ersticken.

Spargel als Heilpflanze

Spargel wurde schon vor Christi Geburt als Heilpflanze genutzt. Sie sollte bei Husten und vor allem bei Blasenproblemen helfen. Die Pflanze enthält zudem viel Vitamin B1, B2, C und E, Folsäure, Kalzium und Eisen.

Spargel in der Küche

Zu Kartoffeln und Sauce Hollandaise oder in der Pfanne, als Suppe, gebacken oder frittiert: Köch*innen setzen Spargel vielseitig ein. Geschmacklich und bei der Verarbeitung gibt es kleine Unterschiede zwischen den beiden Spargeltypen: Grünspargel schmeckt etwas herzhafter, muss an den Enden nicht geschält und nicht so lange gegart werden.

Weitere Ernte im April:

Bärlauch, Radieschen, Rhabarber

 

Weitere Informationen:

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben.

Kontakt für Rückfragen:

Christoph Schramm, Referent für Wald und Landwirtschaft, christoph.schramm(at)bund.net, 0711 620306-12

 

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