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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

BUND und NABU: Energiewende im Land naturverträglich gestalten

13. Februar 2019 | Dialogforum (BW), Klima und Energie (BW), Klimaschutz (BW)

"Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz" geht in die nächste Runde.

Energiewende und Naturschutz gehen grundsätzlich gemeinsam. Die Erfahrungen aus mehr als sechs Jahren Dialog zeigen, dass viele Konflikte lösbar sind und umgangen werden können.  (Gerisch / fotolia.com)

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch die Energiewende bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz, ein Gemeinschaftsprojekt von BUND und NABU, unterstützt das Land bei diesem Prozess und startet hierzu in die vierte Laufzeit. Ziel ist es, Klimaschutz und Naturschutz miteinander zu verbinden. Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert das Dialogforum bis 2021 mit weiteren knapp 750.000 Euro.

„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien kommt auch deshalb nur schleppend voran, weil in den betroffenen Kommunen nach unserer Erfahrung häufig der Blick fürs große Ganze fehlt. Dreh- und Angelpunkt für eine weitsichtige Planung sind die Regionen. Diese brauchen verbindliche Vorgaben vom Land, am besten im Rahmen des Klimaschutzgesetzes“, erklärt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg.

Informieren und Konflikten vorbeugen

„Im Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz arbeiten wir aktiv daran, Konflikte zwischen dem Ausbau von Windenenergie, Photovoltaik und Stromnetzen und dem Naturschutz zu entschärfen und neuen Problemen vorzubeugen. Dazu organisieren wir Informationsveranstaltungen und Beteiligungsforen, veröffentlichen Publikationen und beraten alle Beteiligten – von Ehrenamtlichen bis Projektentwicklern. Das Dialogforum klärt nicht nur generell über den Klimaschutz und die Energiewende auf, es erarbeitet ganz konkrete Vorschläge, wie sich Schwierigkeiten vor Ort lösen lassen“, ergänzt Johannes Enssle, Landesvorsitzender des NABU Baden-Württemberg.

Die Erfahrungen aus mehr als sechs Jahren Dialog zeigen, dass viele Konflikte lösbar sind. Werden örtliche Natur- und Umweltschutzverbände frühzeitig eingebunden, verbessert dies die Akzeptanz und hilft dabei, Naturschutzaspekte frühzeitig in den Planungen zu berücksichtigen.

Gemeinsam für eine naturverträgliche Energiewende

Die Klimakrise ist nicht nur eine Bedrohung für die Menschen, sondern auch für die Biologische Vielfalt. Eine naturverträgliche Energiewende kann dem entgegenwirken. NABU und BUND setzen sich daher in verschiedenen Projekten dafür ein, den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und den Ausbau der Erneuerbaren Energien unter Berücksichtigung des Naturschutzes zu fördern, um schnellstmöglich aus der fossilen und atomaren Energienutzung auszusteigen.

Weitere Informationen:

Über das Dialogforum:

Das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ unterstützt eine naturverträgliche Energiewende, indem es den Aus- und Umbau konstruktiv begleitet. Im Fokus steht der Ausbau der Windenergie, der Freiflächenphotovoltaik und der Verteilnetze. Dafür stellt das Dialogforum allen Beteiligten Beratungen, Schulungen und Informationsmaterial zur Verfügung. Das Gemeinschaftsprojekt von BUND und NABU ist im September 2012 gestartet. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat das Projekt zum vierten Mal bis jetzt 31. Dezember 2021 verlängert. In den vergangen zwei Jahren hat das Dialogforum 14 Schulungen sowie fast 70 Vorträge oder Infomärkte veranstaltet, vier Publikationen und zwei Videos veröffentlicht und in mehr als 100 Konfliktfällen beraten. In Zukunft bilden Photovoltaik-Freiflächenanlagen einen weiteren Schwerpunkt.

Ihre Ansprechpartnerinnen im Projekt:

  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, BUND Baden-Württemberg, Tel.: (0711) 62 03 06-17, angela.koch(at)bund.net  
  • Franziska Janke, Projektleiterin Dialogfroum Erneuerbare Energien und Naturschutz, (0711) 62 03 06 27, franziska.janke(at)bund.net 

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