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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Energiewende: Solarenergie und Naturschutz in Einklang bringen

15. Mai 2017 | Energiewende, Klima und Energie

Baden-Württemberg hat per Verordnung die Gebietskulisse, in der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geförderte Solarparks errichtet werden können, auf alle benachteiligten Gebiete in Baden-Württemberg ausgedehnt.

Solaranlagen sollen vorrangig auf Dächern, an Fassaden oder auf versiegelten Flächen gebaut werden.  (Deutscher Dachgärtner Verband e.V.)

Bodensee-Stiftung, BUND, LNV und NABU in Baden-Württemberg präsentieren Vorschläge für Planungshinweise

Baden-Württemberg hat per Verordnung die Gebietskulisse, in der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geförderte Solarparks errichtet werden können, auf alle benachteiligten Gebiete in Baden-Württemberg ausgedehnt. Das heißt: In weiten Teilen Baden-Württembergs können nun auf Acker- und Wiesenflächen Freiflächensolaranlagen errichtet werden. Um Konflikte zwischen Solarenergienutzung und Natur- und Artenschutz zu vermeiden, fordern Bodensee-Stiftung, BUND, LNV und NABU in Baden-Württemberg  von der Landesregierung einheitliche Vorgaben für die Planungsbehörden.

Die Umwelt- und Naturschutzverbände haben Vorschläge für einen behördlichen „Leitfaden Freiflächen-Solaranlagen“ erarbeitet und an die zuständige Wirtschafts- und Bauministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sowie Umweltminister Franz Untersteller gesendet. „Unsere Botschaft ist eindeutig: Solarenergienutzung und Naturschutz müssen Hand in Hand gehen. Solaranlagen sollen vorrangig auf Dächern, an Fassaden oder auf versiegelten Flächen gebaut werden. Werden Freiflächensolaranlagen, egal ob auf ehemaligen Deponien oder bislang intensiv genutzten Ackerflächen errichtet, so müssen diese als naturnahe Flächen mit hoher Artenvielfalt entwickelt werden“, lautet die Forderung der Vorsitzenden Brigitte Dahlbender (BUND), Johannes Enssle (NABU), Gerhard Bronner (LNV) und Jörg Dürr-Pucher (Bodensee-Stiftung).

„Ein Handlungsleitfaden erleichtert nicht nur den behördlichen Genehmigungsvollzug, sondern er gibt Projektierer*innen und Gemeinden Orientierung darüber, ob ein angedachtes Projekt Chancen auf Genehmigung hat“, so die Vorsitzenden. Mit einer solchen Hilfestellung können Fehlplanungen vermieden werden.

Die Umwelt- und Naturschutzverbände regen zudem an, frühzeitig die Öffentlichkeit, Landwirtschaft und regionale Naturschutzverbandsvertreter*innen in die Planungen mit einzubeziehen. „Die Akzeptanz von Freiflächensolaranlagen steigt merklich, wenn lokale Hinweise berücksichtigt und die Flächen naturnah gestaltet werden. Naturnahe, blühende Wiesen und die Ernte von Solarstrom sind möglich.“

Weitere Informationen:

  • „Vorschläge für Planungshinweise zur guten fachlichen Praxis beim Bau von Solarfreiflächenanlagen“ von Bodensee-Stiftung, BUND, LNV und NABU in Baden-Württemberg hier.

Kontakt für Rückfragen:

  • Dr. Brigitte Dahlbender (BUND)

  • Johannes Enssle (NABU)

  • Dr. Gerhard Bronner, (LNV)

  • Jörg Dürr-Pucher, (Bodensee-Stiftung)

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