Bei der "Lockstock"-Methode werden raue, mit dem Lockstoff Baldrian besprühte Holzstöcke im Wald aufgestellt.
(Thomas Stephan / BUND BW
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thomas-stephan.com)
Das Vorkommen und die Wanderungsbewegungen der Wildkatzen erfasst der BUND seit 2007 durch das sogenannte „Monitoring“. In zehn Bundesländern werden dabei mit Lockstöcken Haarproben der Wildkatzen gesammelt.
Verbreitungsnachweis der Wildkatzen mit Lockstöcken
Seit 2007 erfasst der BUND, in Kooperation mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA), die Verbreitung der Wildkatze in Baden-Württemberg. Dies geschieht mit der sogenannten "Lockstock"-Methode. Dabei werden raue, mit dem Lockstoff Baldrian besprühte Holzstöcke im Wald aufgestellt. Angelockt von Baldrian, der die Wildkatzen insbesondere in der Paarungszeit von Januar bis März anzieht, reiben sich die Wildkatzen an den aufgerauten Stöcken – und hinterlassen mit ihren Haaren wertvolles genetisches Material, die von BUND-Ehrenamtlichen eingesammelt werden.
Die Haarproben ermöglichen schließlich den genetischen Wildkatzen-Nachweis im Labor der Senckenberg Forschungsstation in Gelnhausen. Die daraus entstandene Datenbank ist damit Ergebnis eines bis dato einzigartigen Citizen-Science-Forschungsprojekts zum Schutz der Biologischen Vielfalt mit Beteiligung hunderter Freiwilliger in ganz Deutschland.
Ausgehend von den Erkenntnissen der Datenbank kann die Wiedervernetzung von Wäldern und anderen Lebensräumen künftig noch gezielter vorangetrieben werden. Im Rahmen des Projekts "Wildkatzensprung" werden in sechs Bundesländern Waldverbindungen als Pilotprojekte gepflanzt oder Wirtschaftswälder aufgewertet.
Lockstock-Monitoring
Um der Wildkatze auf die Spur zu kommen präparieren BUND-Aktive sogenannte "Lockstöcke" mit Baldrian. Dieser lockt Wildkatzen an, die sich an den Lockstöcken reiben und so ihr Fell und damit Spuren hinterlassen.
(Thomas Stephan)
BUND-Aktive schlagen die Lockstöcke an verschiedenen Orten in den Waldboden.
(Miriam Eisinger
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BUND BW)
Die Lockstöcke werden mit Baldrian eingesprüht und abgeflämmt. Der Baldrian lockt die Wildkatzen an.
(Patrick Maier
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BUND Nordschwarzwald)
Auf der Karte werden alle Standpunkte der Lockstöcke genau festgehalten. So kann später das Aufenthaltsgebiet der Wildkatze besser festgestellt werden.
(Patrick Maier
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BUND Nordschwarzwald)
Die Lockstöcke sind besonders rau und werden extra aufgeraut. So bleiben Teile des Fells besser hängen, wenn sich eine Wildkatze daran reibt.
(Patrick Maier
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BUND Norschwarzwald)
Wöchentlich suchen BUND-Aktive die Lockstöcke auf Wildkatzen-Fellhaare ab.
(Miriam Eisinger
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BUND BW)
In Baden-Württemberg konnten auf diese Weise Wildkatzen insbesondere in den Waldgebieten entlang den Rheinauen nachgewiesen werden. Wildkatzennachweise abseits der Rheinauen fand man nur in der Nähe von Donaueschingen, Aalen und Göppingen, im Odenwald und Stromberg-Heuchelberg. Die Wildkatze kann sich, wegen Straßen und strukturarmen Ackerlandschaften nur schwer vom Rhein Richtung Osten ausbreiten.
Verbreitungskarte der Wildkatze in Baden-Württemberg
Die Verbreitungskarte zeigt Nachweise für die Wildkatze in ganz Baden-Württemberg.
(Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
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fva-bw.de)
Vor allem in den Gebieten am Rhein wurden Hinweise auf die Wildkatzen in Baden-Württemberg nachgewiesen. Die hier dargestellten Nachweise stammen aus dem Jahr 2016.
Publikationen


