Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Wenn im Herbst die Blätter erröten

08. Oktober 2018 | Wälder

Im Winter schalten die Bäume auf Sparflamme, sobald die Temperaturen abnehmen und die Tage kürzer werden.

Wird Chlorophyll den Blättern entzogen, kommen Farben zum Vorschein, die vorher überdeckt waren, wie Gelb, Orange und Rot.  (Kai-Steffen Frank/ BUND BW)

Der Herbst erfreut uns jedes Jahr mit einem Feuerwerk der Farben. Was für uns ein Augenschmaus ist, ist für die Bäume eine Frage des Überlebens. Der Winter ist wasserarm. Somit schaltet der pflanzliche Stoffwechsel auf Sparflamme, sobald die Temperaturen abnehmen und die Tage kürzer werden.

Ein großer Laubbaum – wie beispielsweise eine hundertjährige Rotbuche – verdunstet etwa 400 Liter Wasser am Tag über die Blattoberfläche. Im trockenen Winter würde die Buche durch diesen Wasserverlust verdursten. Deshalb muss sie ihre Blätter loswerden! Doch bevor das geschehen kann, entzieht die Pflanze den Blättern so viele Nährstoffe wie möglich, und lagert sie in Stamm und Wurzeln ein.

Ein für die Bäume unverzichtbarer Stoff ist das Chlorophyll, das sie für die Photosynthese benötigen. Chlorophyll ist für die grüne Färbung der Blätter verantwortlich. Wird es den Blättern entzogen, kommen andere Farben zum Vorschein, die vorher überdeckt waren, wie Gelb, Orange und Rot.

Laubfall ist die Detox-Kur der Natur

„Mit dem Laubfall nutzt der Baum auch gleich die Gelegenheit, eine Detox-Kur zu machen: Giftstoffe und giftige Stoffwechselprodukte werden in die Blätter transportiert. Dann wird am Grunde des Blattstiels ein Trenngewebe gebildet – eine Sollbruchstelle. Ein leichter Windhauch genügt und die Blätter fallen“, so der BUND.

Nadelbäume überstehen die Winterzeit ohne Laubabwurf, da ihre Blätter über eine dicke Wachsschicht verfügen, eine feste Haut und nur eine sehr kleine Oberfläche haben, was die Verdunstung verringert. Sie verlieren jedoch kontinuierlich Nadeln. An Kiefern bleiben die Nadeln etwa fünf Jahre, an Fichten sieben und an Tannen sogar elf Jahre. 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb