Weihnachtsbäckerei bio & vegan

29. November 2023 | Suffizienz, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Massentierhaltung, Ressourcen & Technik

Tipps, wie man nachhaltiger Plätzchen backen kann.

Plätzchen backen  (Julia Ellerbrock / BUND BW)

Die Tage bis Weihnachten sind nicht mehr lang. Für viele also höchste Zeit, in die Vorbereitung zu starten. Wer dabei aber nicht nur seinen Liebsten, sondern auch der Umwelt eine Freude machen will, findet hier einige Tipps fürs nachhaltige Plätzchenbacken.

Kann man umweltfreundlich Plätzchen backen? Auf jeden Fall, wenn man sich gut vorbereitet und genau plant, welche Zutaten man braucht. So bleiben nach der Backaktion nicht zu viele Lebensmittel übrig, die dann im Abfall landen.
Eier, Milch und Walnüsse gehören zu den wichtigen Bestandteilen von zahlreichen Plätzchen wie Makronen, Nussecken oder Vanillekipferl. „Bitte achten Sie beim Kauf nach Möglichkeit auf Regionalität und Bio-Qualität“, betont Birgit Eschenlohr, Referentin für Umweltbildung beim BUND Baden-Württemberg. „Damit unterstützen Sie nicht nur die Bäuer*innen in der Region, sondern tun dem Klima durch kurze Transportwege etwas Gutes.“ Da bei der ökologischen Landwirtschaft keine chemisch-synthetischen Pestizide und Düngemittel eingesetzt werden, tragen Käufer*innen von Bio-Produkten zum Artenschutz bei. Mit Gewürzen aus fairem Handel können außerdem Familien und Genossenschaften in den Herkunftsländern unterstützt werden.


Die Kennzeichnung der Eier gibt Aufschluss über die Haltungsbedingungen der Hennen: Mit der Ziffer „0“ gestempelte Eier garantieren den meisten Platz und Auslauf für die Tiere. Je höher die Zahl auf dem Ei, desto geringer der Standard. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, ganz auf Eier und tierische Bestandteile beim Backen zu verzichten. Das muss gar nicht kompliziert sein. Denn viele Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen werden aus Mürbteig gemacht, der in der Regel auch ohne Eier gelingt. Mit Margarine, Mehl, Zucker und bei Bedarf etwas pflanzlicher Milch oder Wasser für die Konsistenz, gelingen so auch klassische Plätzchenrezepte wie Spritzgebäck, Ausstecher oder Vanillekipferl ganz vegan.


Beim Kauf von pflanzlicher Margarine sollte man allerdings darauf achten, dass diese kein Palmöl enthält. Das ist meist der Grundstoff, der sich hinter Bezeichnungen wie „Pflanzenfett“, „Pflanzenöl“ oder „Palmitate“ verbirgt. Für den Anbau von Palmöl werden immense Flächen vom Regenwald abgeholzt – das hat verheerende Folgen für die Umwelt. Außerdem sind die meisten Menschen auf den Plantagen gezwungen, unter unsozialen und gefährlichen Bedingungen zu arbeiten. Als Inhaltsstoff muss Palmöl inzwischen bei Lebensmitteln angegeben werden. Bei anderen Produktgruppen ist der Hersteller nicht gezwungen, Palmöl als solches zu benennen, sondern versteckt es häufig hinter Bezeichnungen wie „Pflanzliche Öle und Fette“.
Beim Backen kann jede*r viel Strom sparen, indem man auf das Vorheizen verzichtet. Wer den Backofen auf Heißluft einstellt, statt Ober- und Unterhitze zu verwenden, kann sogar zwei Bleche mit Leckereien gleichzeitig backen.

Weitere Informationen:

Kontakt für Rückfragen:

  • Birgit Eschenlohr, Referentin für Umweltbildung, des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., birgit.eschenlohr(at)bund.net

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