Wenn Sie eine Weihnachtsgans kaufen wollen, sollten Sie sich beispielsweise für eine Gans mit Bio-Siegel oder vom Neuland-Hof entscheiden.
(Sandra Müller/ BUND BW)
Weihnachten steht vor der Tür. Hier einige Tipps für nachhaltiges Festtagsessen.
Zu den Feiertagen kommt in Deutschland traditionell viel Fleisch auf den Tisch. Aber auch an Weihnachten ist weniger Fleisch besser für die Umwelt und das Klima. Denn die Nutztierhaltung hat einen großen Anteil an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen und verbraucht viel Fläche, um Tierfutter zu produzieren. Da kann es schon helfen, wenn das Festessen nur eine Fleischkomponente enthält oder an nur einem der Weihnachtstage Fleisch zu serviert wird. Oder man wagt etwas Neues und probiert mal ein vegetarisches oder veganes Weihnachtsmenü aus. Maronen-, Rosenkohl- oder Schwarzwurzel-Suppe, Rotkohlsalat, Fenchel-Orangen-Salat oder Feldsalat als Vorspeise, Risotto, Sellerieschnitzel oder Nussbraten als Hauptspeise und Bratapfel, Lebkuchen-Parfait oder Schoko-Mousse als Dessert sind nur einige Ideen für ein leckeres alternatives Weihnachtsmenü.
Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Transportwege für die Produkte möglichst kurz sind, diese möglichst ökologisch erzeugt wurden und jetzt Saison haben – wie etwa Kartoffeln, Rotkohl oder Feldsalat. Auch beim Nachtisch kann saisonales Obst zum Einsatz kommen - auf Erdbeeren oder exotische Früchte, die mit dem Flugzeug transportiert wurden, kann man damit verzichten. Wer nicht auf den Festtagsbraten verzichten will, sollte Biofleisch oder Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung kaufen. Am besten aus Weidehaltung, denn so wird besonders artenreiches Grünland erhalten.
Viele der Mastgänse, die gerne als traditionelles Weihnachtsessen aufgetischt werden, sehen in ihrem kurzen Leben nie das Tageslicht und werden oft mit energiereichem, importiertem, auch gentechnisch verändertem Eiweißfutter gemästet. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Verbraucher*innen auf eine regionale, artgerechte und ökologische Herkunft des Geflügels achten. Bio- und Neuland-Siegel zeigen auch, dass die Gänse nur im Notfall Medikamente wie Antibiotika verabreicht bekommen haben. Auch gentechnisch verändertes Futter ist bei diesen Labels verboten und Auslauf für die Tiere garantiert.
Weitere Informationen:
Kontakt für Rückfragen:
- Christoph Schramm, Landwirtschaftsreferent des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., christoph.schramm(at)bund.net, 0711 620306-12


