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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Der Wolf in Baden-Württemberg

Eine mögliche Rückkehr des Wolfes weckt Emotionen. Jahrhunderte lang hat der Mensch den Wolf als Jagd-Konkurrenten auf der Abschussliste, bis er schließlich in Deutschland ausgerottet war.

Wolf im Schnee Der Schutz der Wölfe muss Priorität haben.  (Cornelia Arens / klickfaszination.de)

Einzelne meist männliche Jungtiere streifen bereits gelegentlich durch den Südwesten. Nicht alle werden öffentlich registriert und oft erst dann, wenn sie tot aufgefunden werden. In Baden-Württemberg wurden 2018 zwei Wölfe gesichtet.

Wenn Sie einen Wolf in Baden-Württemberg in freier Wildbahn sehen, melden Sie dies bitte telefonisch der Forstlichen Versuchsanstalt: 0761 4018274.

Fühlen Sie sich in seiner Gegenwart unwohl und verschwindet er nicht von selbst, können Sie laut in die Hände klatschen oder rufen, um ihn zu vertreiben. Wie bei anderen Wildtieren gilt auch beim Wolf: Niemals etwas Essbares zuwerfen oder sonstige Anlockversuche unternehmen.

Sind Wölfe gefährlich?

Der Wolf ist ein Raubtier, das sich überwiegend von Fleisch ernährt. Dennoch ist er keine Gefahr für den Menschen, so wie man auch Wildschweine im Wald oder Hunde nicht als generelle Gefahr für den Menschen betrachtet. Wölfe sind scheu. Nur selten treffen Menschen und frei lebende Wölfe aufeinander. Zwischen 1950 und 2000 wurden in Europa neun Menschen von frei lebenden Wölfen getötet, bei derzeit rund 18.000 Wölfen und 750 Millionen Menschen in Europa. Bei über der Hälfte dieser Fälle waren die Wölfe an Tollwut erkrankt, einer Krankheit, die in Deutschland seit 2008 nicht mehr aufgetreten ist. Solange Hunde angeleint sind oder dicht beim Menschen, ist auch für sie die Gefahr einer Auseinandersetzung mit einem Wolf gering.

Warum setzt sich der BUND für Wölfe in Baden-Württemberg ein?

EU- und nationales Recht stellt den Wolf, wie auch andere gefährdete Tierarten, unter strengen Artenschutz. Der Wolf ist zudem für ein funktionierendes Ökosystem wichtig: Nur mit Beutegreifern wie dem Wolf können die menschlichen Eingriffe in Wildnisgebiete, wie die Regulation von Rehen, Rothirschen und Wildschweinen, halbwilden Pferden und Rindern, dauerhaft minimiert werden. Lebensraum und Nahrung in Form von Rehen und Wildschweinen gibt es für den Wolf in unserem Bundesland genug.

Lernen, mit dem Wolf zu leben

Wann sich ein Wolfspaar findet, das im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb Junge aufzieht und so ein Rudel bildet, ist schwer einzuschätzen. Erst dann besteht die dauernde Notwendigkeit für Tierhalter*innen, sich auf Wölfe einzurichten. Neben den seit Jahrhunderten bewährten Herdenschutz-Hunden sind es vor allem Elektrozäune, die die Wölfe von den Weidetieren fernhalten. Diese Schutzmaßnahmen bezuschusst das Land mit bis zu 80 Prozent. Der BUND hat mit anderen Naturschutzverbänden und Jagdverbänden den „Ausgleichsfonds Wolf“ gegründet. Die Verbände haben diesen Ausgleichsfonds gegründet, um die Akzeptanz für den Wolf zu erhöhen. Aus diesem erhalten betroffene Nutztierhalter*innen eine Entschädigung, wenn ein Wolf Nutztiere reißt.

Der „Handlungsleitfaden Wolf“ zeigt, was beim Auftreten einzelner Wölfe zu beachten ist. Der BUND drängt seit Jahren darauf, mit der obersten Naturschutzbehörde einen weiteren Handlungsleitfaden zu erstellen, der den Umgang mit einem oder mehreren Wolfsrudeln in Baden-Württemberg behandelt. Der Verband setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass die Koexistenz zwischen Mensch und Wolf gelingt.

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Ansprechpartnerin Naturschutz

Christine Fabricius

Naturschutzreferentin
E-Mail schreiben Tel.: 0711 620306-14

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