Der BUND lädt vom 2. bis 8. November zur „Woche der Wildkatze“ ein.
(Thomas Stephan
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thomas-stephan.com)
- Mehr Bäume und weniger Gefahren für Wildkatzen im Land
- Wildkatzenwälder stärken Artenvielfalt und Klimaresilienz
- Exkursion und Einblicke in die Praxis im November
Berlin/Stuttgart. Vom 2. bis 8. November lädt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zur „Woche der Wildkatze“ ein. Bei zahlreichen Veranstaltungen können Interessierte die Europäische Wildkatze und ihren Lebensraum kennenlernen - auch in Baden-Württemberg. Hier hat der BUND gemeinsam mit Freiwilligen und Projektpartner*innen bereits viel unternommen, um die gefährdete Art zu schützen und naturnahe Wälder zu gestalten. Über 3.000 Setzlinge heimischer Baum- und Straucharten sind im Südlichen Odenwald und im Gebiet Stromberg-Heuchelberg bereits in die Erde gekommen. Rund 1.400 Meter alte Metallzäune haben Freiwillige in einem einwöchigen Workcamp diesen Sommer aus dem Odenwald entfernt.
Wildkatzen brauchen vielfältige Wälder
Die Europäische Wildkatze lebt in naturnahen Wäldern mit strukturreichen Waldrändern, vielen Versteckmöglichkeiten und einem guten Nahrungsangebot. Genau diese Strukturen fördern auch die biologische Vielfalt insgesamt und erhöhen die Widerstandskraft der Wälder gegen Trockenheit, Stürme und andere Wetterextreme.
Dominic Hahn, Projektkoordinator Wildkatzenwälder von morgen beim BUND Baden-Württemberg: „Unsere Erfahrungen zeigen: Gemeinsam Lebensräume für die Wildkatze zu schaffen, ist motivierend und ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis. Wer kann schon sagen, dass er mit den eigenen Händen an der Zukunft unserer Wälder mitgewirkt hat? Die Wildkatze schafft es, Menschen für den Natur- und Artenschutz zu begeistern und ist damit auch eine Botschafterin für naturnahe und klimaresiliente Wälder. Besonders haben wir uns über die vielen jungen Menschen gefreut, die bei jedem Wetter draußen im Wald mitangepackt haben.“
Bei den Pflanzaktionen halfen unter anderem 20 Schüler*innen des Hohenstaufen-Gymnasiums in Eberbach. Nochmal 20 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 28 Jahren engagierten sich beim Workcamp im August. Sie entfernten 1.400 Meter alte Metallzäune, an denen sich Wildkatzen und andere Tiere verletzen können, und bauten zwei Verstecke aus Holzstämmen, Ästen und Zweigen im Wald für die scheuen Samtpfoten.
Spannende Einblicke im November
Im Rahmen der „Woche der Wildkatze“ können Menschen bei einer Exkursion und einer Online-Veranstaltung des BUND Baden-Württemberg tiefere Einblicke in das Leben der Wildkatzen gewinnen und erfahren, wie man der bedrohten Art helfen kann.
Dominic Hahn: „In der „Woche der Wildkatze“ begeben wir uns in Hirschberg an der Bergstraße bei Heidelberg auf die Spuren der scheuen Samtpfoten. Wir zeigen, wo sie leben, wie wir ihnen beim Monitoring auf die Schliche kommen und was sie gefährdet. Bei einem Online-Seminar erklären sechs Expert*innen, wie Kommunen zum Schutz der Wildkatzen beitragen können.“
Termine im Überblick:
- Online-Seminar | Wildkatzenschutz auf kommunaler Ebene, 4. November 2026, 14 bis 17 Uhr mit Annika Graf (StadtLandFluss Nürtingen), Carsten Hertel (ForstBW, Fachbereich „Biologische Produktion, Waldnaturschutz, Jagd“), Michelle McCutcheon (Referentin für Waldnaturschutz, Regierungspräsidium Freiburg – Forstdirektion), Sigrid Gies (Stabsstelle Landestierschutzbeauftragte, MLR Baden-Württemberg), Dominic Hahn (Projektkoordinator Wildkatzenwälder von morgen, BUND Baden-Württemberg e.V.) und Dr. Andrea Lehning (Referentin für Wildkatze und Wald, BUND Baden-Württemberg e.V.)
- Wandern auf den Spuren der Wildkatze in Hirschberg an der Bergstraße, 7. November 2026, 10.30 bis 14 Uhr mit Dr. Julia Stubenbord, Stabstelle Landestierschutzbeauftragte und Expert*innen des BUND Baden-Württemberg
Hinweis an die Redaktion:
Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen, an der Exkursion oder dem Online-Seminar teilzunehmen. Bei Interesse an Interviews oder Hintergrundgesprächen melden Sie sich ebenfalls gerne.
Hintergrund:
Die „Woche der Wildkatze“ ist Teil des Projekts „Wildkatzenwälder von morgen“. Das sechsjährige Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das Projekt setzen der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend und die BUND-Landesverbände Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um. Der BUND setzt bei seinen Maßnahmen auf gezielte Strukturverbesserungen im Wald, am Waldrand und auf waldnahem Offenland.
Mehr Informationen:
- Alle Veranstaltungen und Informationen gibt es unter:
www.bund.net/wildkatzenwoche - Projektwebsite “Wildkatzenwälder von morgen” und Pressebilder Wildkatze
- Pressebilder von Aktionen in Baden-Württemberg
- Verbreitungskarte der Europäischen Wildkatze Stand 2026
Kontakt für Rückfragen (nicht zu Veröffentlichung):
- Dominic Hahn, Projektkoordinator „Wildkatzenwälder von morgen“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Dominic.Hahn(at)bund-bawue.de, 0711 620306-29
- Ramona Fritz, Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Ramona.Fritz(at)bund-bawue.de, 0711 620306-17


