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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Stachelbeerspanner ist Schmetterling des Jahres 2016

26. November 2015 | Schmetterlingsland (BW), Naturschutz

Der BUND hat den Schmetterling des Jahres 2016 gekürt. Der Stachelbeerspanner steht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere und gilt als bundesweit gefährdet.

Der Stachelbeerspanner ist der Schmetterling des Jahres 2016  (BUND)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die BUND NRW Naturschutzstiftung haben den Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) zum Schmetterling des Jahres 2016 gekürt. Er steht auf der Roten Liste gefährdeter Tiere und gilt als bundesweit gefährdet. ´ Seit 2003 kürt der BUND den Schmetterling des Jahres. Damit möchte der Naturschutz-und Umweltschutzverband auf die Bedeutung und Bedrohung der Falter aufmerksam machen.

„Der Stachelbeerspanner gilt nach der Roten Liste bundesweit als gefährdet. Insbesondere die intensive Forstwirtschaft bedroht seine Lebensräume. Der Falter lebt in warmen lichtdurchfluteten Wäldern und Auwäldern in Europa. Mit der Wahl möchten wir auf den starken Rückgang des Stachelbeerspanners aufmerksam machen“, sagt Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND in Baden-Württemberg.

In Baden-Württemberg ist die Art heute vor allem in der Südhälfte und in der gesamten Oberrheinebene zu finden, nur ganz selten im Nordosten des Landes. „Nachweise der letzten Jahre vermitteln jedoch den Eindruck, dass der dramatische Rückgang etwas verlangsamt wurde. Es besteht zumindest ein wenig Hoffnung, dass die Art sich auch wieder leicht erholen könnte“, sagt die Landesgeschäftsführerin.

Stachelbeerspanner: Farbenfroher Harlekin der Lüfte

Wegen seiner auffälligen Färbung wir der Falter auch Harlekin genannt. Der Stachelbeerspanner wird etwa 20 Millimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 40 Millimetern. Sein Körper ist orange mit mehreren schwarzen Flecken, auf jedem Segment einen. Die Flügel tragen mehrere Reihen von schwarzen Tupfen, die Vorderflügel haben zusätzlich noch eine leuchtend orangegelbe Binde. Diese auffällige Warntracht schützt den Falter vor Fressfeinden.

Ausgewachsene Schmetterlinge nehmen keine Nahrung auf. Sie sind im Hochsommer für wenige Wochen nachts unterwegs und legen ihre Eier in kleinen Gruppen an die Unterseite der Blätter von Stachel- oder Johannesbeeren ab. Die Raupen sind ebenso wie die erwachsenen Schmetterlinge lebhaft gefärbt und für Vögel ungenießbar. Sie überwintern eingesponnen zwischen Blättern.

Naturschutz selbstgemacht: Mehr Beerenobst, weniger Pestizide in heimischen Gärten

Früher waren Stachelbeerspanner auch im Siedlungsbereich verbreitet. Doch anstelle von Bauerngärten mit Beerensträuchern findet man heute oft nur noch ausgeräumte Gärten, in denen die Schmetterlinge keinen Lebensraum haben. Der BUND empfiehlt Gartenbesitzern, wieder mehr Beerenobst anzupflanzen und auf den Einsatz von Pestiziden zu verzichten. So kann sich der schöne Nachtfalter zukünftig wieder in unseren Gärten wohlfühlen“, so Pilarsky-Grosch.

Hintergrund: Schmetterling des Jahres

Der BUND und die BUND NRW Naturschutzstiftung küren seit 2003 den Schmetterling des Jahres, um auf die Bedeutung und Bedrohung der bunten Flugkünstler und den Verlust der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen.   

Kontakt für Rückfragen:

Falter des Jahres der letzten Jahre (für mehr Infos bitte auf die Bilder klicken) 

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