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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Neue Broschüre zu naturschutzfachlichen Konflikten und Lösungsansätzen beim Verteilnetzausbau

08. August 2017 | Klima und Energie, Dialogforum, Artenschutz

Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz von BUND und NABU Baden-Württemberg hat eine neue Broschüre herausgegeben. Unter dem Titel „Verteilnetzausbau – Konflikte und Lösungsansätze aus Naturschutzsicht“ stellen die beiden Autorinnen die relevanten Handlungsfelder zum Thema vor.

Die Publikation richtet sich an Naturschützerinnen und Naturschützer, Betreiber von Verteilnetzen und weitere Verfahrensbeteiligte sowie Interessierte vor Ort  (Gottfried May-Stürmer/ BUND-BW)

NABU und BUND geben fundierte Hilfestellung für Naturschutz-Aktive, Behörden und Interessierte / kostenfreier Download

Stuttgart – Das Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz von BUND und NABU Baden-Württemberg hat eine neue Broschüre herausgegeben. Unter dem Titel „Verteilnetzausbau – Konflikte und Lösungsansätze aus Naturschutzsicht“ stellen die beiden Autorinnen die relevanten Handlungsfelder zum Thema vor. Die 35 Seiten starke Broschüre ist durch zahlreiche Grafiken und Fotos angereichert.

„Die Publikation richtet sich an Naturschützerinnen und Naturschützer, Betreiber von Verteilnetzen und weitere Verfahrensbeteiligte sowie Interessierte vor Ort“, sagt NABU-Projektleiterin Andrea Molkenthin-Keßler. Die naturschutzfachlichen Empfehlungen sollen dabei helfen, die wesentlichen Aspekte des Natur- und Artenschutzes beim Verteilnetzausbau zu erkennen, in die Planungen einzubeziehen und fachlich fundierte Stellungnahmen zu formulieren. „Mit der Broschüre wollen wir allen Beteiligten am Netzausbau das Rüstzeug an die Hand geben, um Eingriffe in die Natur zu minimieren und präventiv nach Lösungen für Konflikte zu suchen“, so BUND-Projektleiterin Annette Reiber.

Die Broschüre führt umfassend ins Thema Verteilnetzplanung ein, bevor sie konkrete Handlungsvorschläge benennt. Wie können Verbände und Öffentlichkeit frühzeitig beteiligt werden? Was sind die naturverträglichsten Trassen? Wie lässt sich Vogelschutz an Freileitungen umsetzen? Und wie können Böden, Lebensräume, und das Landschaftsbild geschützt werden? Auf diese Fragen gibt die Broschüre umfassend Antwort.

Jährlich sterben in Deutschland zwischen einer und knapp zwei Millionen Brutvögel durch Kollisionen mit Freileitungen. „Vor allem große Vögel wie Schwäne oder Störche, aber auch Enten und Watvögel kollidieren häufig. Zug- und Rastvögel sind ebenfalls gefährdet, weil sie die örtlichen Hindernisse nicht kennen“, erklärt Annette Reiber. „Auch deshalb machen wir unsdafür stark, dass kritische Leitungsabschnitte durch Vogelschutzmarker besser sichtbar gemacht werden. Neue Hochspannungsleitungen sollten in der Erde verlegt werden, sofern keine Bodenschutzgründe dagegen sprechen“, ergänzt Andrea Molkenthin-Keßler.

Weitere Infos zum „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ sowie die Broschüre zum kostenfreien Download gibt es unter:

www.bund-bawue.de/erneuerbareundnaturschutz

Hintergrundinformationen:

Im Zuge der Energiewende wird auch in Baden-Württemberg immer mehr Strom dezentral durch Erneuerbare Energien erzeugt. Daher nehmen die Verteilnetze (Nieder-, Mittel- und Hochspannung bis 110 kV), zusätzlich zum Strom aus übergeordneten Höchstspannungsnetzen oder Großkraftwerken, diesen dezentral erzeugten Strom auf. Weil die aktuelle Leitungskapazität der Verteilnetze nicht ausreicht, können Engpässe im Netz entstehen, die einen Um- und Ausbau erforderlich machen. Die Anpassung des Verteilnetzes ist daher eine Kernaufgabe der Energiewende.

Das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“

Das Gemeinschaftsprojekt von BUND und NABU wird gefördert vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. Projektstart war im September 2012 mit dem Schwerpunkt auf der Windenergie. Im März 2016 wurde es bis August 2018 verlängert, mit der Erweiterung um die Stromverteilnetze. Projektziel ist, dass der Aus- und Umbau der Verteilnetze (Schwerpunkt 110 kV), dort wo er zwingend erforderlich ist, so naturverträglich wie möglich erfolgt und Öffentlichkeit sowie Naturschutzverbände frühzeitig an der Planung beteiligt werden.

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