BUND-Kommentar zur Aufnahme des Wolfs ins Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG)

18. Dezember 2025 | Artenschutz (BW), Wälder, BUND Baden-Württemberg (BW), Landwirtschaft, Naturschutz

Zur heutigen Mitteilung des MLR (305/2025) zur Aufnahme des Wolfs ins Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) kommentiert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg:

„Mit gerade einmal einer Handvoll Wölfen im Land kann von einer dynamischen Entwicklung der Art wohl keine Rede sein. Daran ändert auch die Aufnahme des Wolfs ins Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) nichts. Minister Hauk zeigt mit seinen Äußerungen leider wieder einmal weniger Interesse an Lösungen als an der eigenen Profilierung im Wahlkampf. Mit dem Managementplan Wolf aus dem Jahr 2022 liegt bereits ein bewährtes Werkzeug vor, das von den betroffenen Gruppen akzeptiert und anerkannt wird. Die Zahlen der Wolfsübergriffe auf Nutztiere sind außerdem rückläufig: nach 19 Übergriffen im Jahr 2023 und 15 im Jahr 2024 sind für das Jahr 2025 bisher 8 Wolfsrisse nachgewiesen. Der beste Weg für eine gute Koexistenz mit dem Wolf führt nach wie vor über fachgerechte Herdenschutzmaßnahmen statt über das Jagdgewehr.“

 

Weitere Informationen:

Kontakt für Rückfragen:

  • Ramona Fritz, Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Ramona.Fritz(at)bund-bawue.de, 0711 620306-17

 

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