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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

BUND fordert: Kein Schulterschluss mit Kohlestromproduzenten!

12. Februar 2020 | BUND Baden-Württemberg (BW), Klima und Energie (BW), Klimaschutz (BW), Suffizienz, Nachhaltigkeit

Umweltschützer*innen des BUND protestieren für echten Klimaschutz und gegen Entschädigungen für EnBW, MVV und GKM.

"Raus aus der Steinzeit!" - der BUND fordert den sofortigen Kohleausstieg.  (Laura Buschhaus / BUND BW)

Umweltschützer*innen des BUND haben heute (12. Februar 2020) vor dem Neuen Schloss in Stuttgart für mehr Klimaschutz protestiert. Anlass war ein Pressegespräch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Umweltminister Franz Untersteller gemeinsam mit Vertretern der baden-württembergischen Kohlestromproduzenten EnBW, MVV und GKM, bei dem sie die Belastungen des Landes und der Energieversorgungsunternehmen durch das Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung beklagten.

„Wir sind uns mit der Landesregierung einig, dass der ursprüngliche Kohlekompromiss, der einen früheren Ausstieg aus der Braunkohle vor der Steinkohle und eine Nichtinbetriebnahme von Datteln 4 vorsah, besser für den Klimaschutz wäre. Wir vermissen bei den Plänen der Bundesregierung auch eine bessere Förderung der Erneuerbaren Energien“, erklärt Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg.

„Auch unser Klima braucht einen schnellen Ausstieg aus jeder Art von fossiler Energie. Mit dem Neubau von Kohlekraftwerksblöcken in Karlsruhe und Mannheim 2014 beziehungsweise 2015 haben EnBW und MVV weiter auf Steinkohle gesetzt. Und dies obwohl die Unternehmen seit Jahrzehnten wissen, wie schädlich diese Form der Stromerzeugung ist”, betont Sylvia Pilarsky-Grosch. „Was die Branche braucht, sind klare Vorgaben aus der Politik. Jedes Land und jedes Unternehmen muss vor der eigenen Haustür kehren und das Klima schützen. Dazu gehört unbedingt der möglichst schnelle Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die Rechenspiele, welches Kraftwerk nun schädlicher sei, verwischen das eigentliche Problem. Steinkohle als Energieträger kann Baden-Württemberg nicht in eine lebenswerte Zukunft führen.“

Soweit Kohlemeiler noch zur Netzstabilität benötigt werden, haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass dies nur wenige Stunden im Jahr nötig und deshalb aus Klimaschutzgründen zu vernachlässigen ist.
 
Unter dem Motto „Raus aus der Steinzeit“ präsentiert der BUND Bundesverband am Donnerstag in Berlin neue Fakten zur von der Bundesregierung geplanten Inbetriebnahme des umstrittenen Steinkohlekraftwerks Datteln 4 im Ruhrgebiet.

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