Ein Bild für den Artenschutz. Christoph Böhme hat das Foto das Bild dieses Taubenschwänzchens für den Wettbewerb "natürlich Baden-Württemberg" 2019 eingesendet.
(Christoph Böhme)
Zwischen Rhein und Donau, Odenwald und Bodensee – durch Baden-Württemberg ziehen sich wunderschöne Landschaften. Mit 281 verschiedenen Lebensraumtypen und über 50.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet der Südwesten einen wertvollen natürlichen Schatz. Doch ein Drittel der Arten sind bedroht. Besonders dramatisch steht es um die 460 Wildbienenarten, von denen die Hälfte gefährdet ist. Dabei ist die Artenvielfalt das Immunsystem unserer Erde. Je weniger Arten es gibt, desto weniger können wir Dürren verhindern, Nahrungsmittelknappheit lindern oder Seuchen entgegensetzen. Helfen Sie uns, Andere für die Bedeutung der Artenviefalt zu sensibilisieren. Machen Sie ein Foto für den Artenschutz und fangen Sie die bunte Schönheit Baden-Württembergs ein.
Was sollte auf dem Foto zu sehen sein?
Das Motto buntes Baden-Württemberg bietet Spielraum für Kreativität. Es lohnt sich auf Entdeckungsreise zu gehen und die bunte Vielfältigkeit von Natur und Landschaft mit der Kamera einzufangen. Das Foto muss nachweislich aus Baden-Württemberg stammen. Die Tiere, Pflanzen und Pilze müssen in Wildnis leben. Fotos von Haustieren oder Pflanzen aus dem eigenen Garten sind also nicht geeignet. Je seltener die Art, desto wertvoller das Foto. Die Fotos können Sie bis zum 30. April 2020 einreichen.
Die Gewinnerfotos werden am Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt am 22. Mai 2020 bei einer Foto-Vernissage in Stuttgart bekannt gegeben.
buntes Baden-Württemberg: mögliche Motive
Beim BUND-Fotowettbewerb 2018 "Wildes Baden-Württemberg" hat Helmut Leßmann Platz 1 geholt. "Ein seltener Gast ist mir da vor die Kamera gekommen", so der Fotograf. Die Jury begründete die Kür des Fotos zum Gewinnerbild mit den Worten: "Ein außergewöhnliches und ausdruckstarkes Foto in beeindruckender und klarer Bildqualität. So nah und detailliert bekommt man einen Maikäfer sonst nie zu Gesicht."
(Helmut Lessmann)
Aufgenommen hat das Foto Nora Kappes bei einem Spaziergang zwischen Feldern und Weinbergern bei Wintersweiler im Landkreis Lörrach. Sie hat damit beim Fotowettbewerb 2018 "Wildes Baden-Württemberg" Platz 2 gemacht. Die Jury sagt: "Ein absoluter Glückstreffer ist der Fotografin mit der Aufnahme gelungen. Den seltenen Hummelschwärmer so vor die Linse zu bekommen, dass man Rüssel und Fühler sieht, ist absolut bemerkenswert." Der Hummelschwärmer steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
(Nora Kappes)
Frieder Forst aus Dettenheim (Landkreis Karlsruhe) machte mit dem Familienfoto des Purpurreiher-Paares Platz 3. Die Rheier-Art steht zwar nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, doch der Schwund seines natürlichen Lebensraumes lässt den Bestand immer weiter zurück gehen.
(Frieder Forst)
Platz 3 holte 2018 das Foto vom Christoph Böhme. Man sieht, hört und spürt förmlich den Moment, als ein Haubentaucherpaar sein Küken im Taubergießen füttert. Einer der Altvögel bebrütet noch das zweite Ei. Taubergießen ist ein Auengebiet am südlichen Oberrhein. "Man hört das Küken vor Hunger piepen und den Fisch im Schnabel zappeln. Der dritte Platz geht an Christoph Böhme", so die Jury.
(Christoph Böhme)
Auch Fotos von Aktiven, die sich im Naturschutz einsetzen, können beim BUND-Wettbewerb eingereicht werden. Hier retten Freiwillige vom BUND Backnang Kröten über die Straße.
(Tanja Seid
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BUND BW)
Da blitzt die Sonne zwischen den Blüten einer Kuhschellenwiese auf der Schwäbischen Alb hervor. Justus Strauss hat das Bild für Wildes Baden-Württemberg eingereicht.
(Justus Strauss)
Roland Bähr hat für den Wettbewerb 2018 das Bild einer Gelbhalsmaus eingreicht. Niedlich!
(Roland Bähr)
Aktive begeben sich jedes Jahr für den BUND auf die Suche nach Schmetterlingen, um sie zu erfassen. In Stuttgart hat der BUND acht Schmetterlingswiesen. Auf diesen wachsen Blumen und Kräuter, die Schmetterlingen gut schmecken. Zudem werden die Wiesen seltener gemäht und weitestgehend von Pestiziden verschont. Das lockt (hoffentlich) die schönen Falter an.
(Angela Koch
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BUND BW)
Eine außergewöhnliche Perspektive macht ein Foto spannend. So wie bei dieser Aufnahme eines Höckerschwan.
(Tanja Seid
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BUND BW)
Was ist Spiegelung und was ist die wirkliche Uferlandschaft? Angelika Bittes hat dieses Bild 2018 für den Wettbewerb eingereicht.
(Angelika Bittes)
Wie kann ich mitmachen?
Teilnehmen können Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Fotos können an presse.bawue(at)bund.net geschickt oder in der Facebook Gruppe Wildes Baden-Württemberg gepostet werden.
Bitte versehen Sie das Foto mit folgenden Angaben:
- Vorname und Name
- Adresse
- Wo in Baden-Württemberg wurde die Aufnahme gemacht?
- Bildbeschreibung: Welches wilde Tier, Pflanze oder Pilz ist zu sehen? Vielleicht können Sie sich an die Aufnahmesituation erinnern und wie es war, als Sie das Foto gemacht haben?
Das eingereichtes Bild muss mindestens 999 Pixel x 999 Pixel groß sein. Die Dateigröße darf 5 Megabyte nicht überschreiten. Es können auch Fotoabzüge per Post an die BUND-Landesgeschäftsstelle, Kennwort „natürlich Baden-Württemberg“, Marienstraße 28, 70178 Stuttgart, eingesendet werden.
Es können maximal 4 Fotos eingereicht werden.
Was gibt es zu gewinnen?
- 1. Preis: Ein Bienen-Paket im Wert von 200 Euro. Sie nehmen an einem Bienen-Einführungsseminar von proBienen teil, bekommen ein Honig-Jahresabo von Summtgart, das Buch Ökologische Bienenhaltung aus dem Kosmos Verlag und ein Bienen-Wachstuch aus dem BUNDladen.
- 2. Preis: Eine Hummelburg aus dem BUNDladen im Wert von 69,90 Euro. Eine Ausgabe des Buches Gärtnern für eine bessere Welt aus dem Kosmos Verlag.
- 3. Preis: Eine Igel-Ritz aus dem BUNDladen im Wert von 49,90 Euro. Eine Ausgabe des Buches Gärtnern für eine bessere Welt aus dem Kosmos Verlag.
- 4. Preis: Ein Insekten-Nistblock aus dem BUNDladen im Wert von 21,95 Euro. Eine Ausgabe des Buches Gärtnern für eine bessere Welt aus dem Kosmos Verlag.
- 5. Preis: Ein Nistkasten-Bausatz des BUND Südlicher Oberrhein im Wert von 13,00 Euro. Eine Ausgabe des Buches Gärtnern für eine bessere Welt aus dem Kosmos Verlag.
- Zudem gibt es für die Top 5-Platzierten eine BUND-Jahresmitgliedschaft, die automatisch endet, die aktuelle Ausgabe des BUNDmagazin und wieter schöne BUND-Geschenke zu gewinnen.
Übrigens: Etappensieg für die Artenvielfalt
Wussten Sie: Dieses Jahr haben wir bereits einen großen Erfolg für den Artenschutz für Baden-Württemberg eingeheimst. Im Frühjahr haben wir gemeinsam mit unseren Bündnispartnern proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenhaltung, NABU Baden-Württemberg und 120 Bündnis-Organisationen wie dem Kosmos Verlag das Volksbegehren Artenschutz "Rettet die Bienen" gestartet. In unserer Gesetzesvorlage haben wir verbindlichen Artenschutz durch eine Halbierung der Pestizide bis 2025 gefordert; zudem besseren Schutz unserer Streuobstwiesen oder die Stärkung des Biotopverbundes.
Landauf, landab wurde heiß und kontrovers über das Volksbegehren diskutiert. Zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs sollten Bürger*innen die Möglichkeit haben über ein Gesetz abzustimmen. Ein Gesetz für mehr Vielfalt und Leben. Die Reaktionen und der Zuspruch aus der Bevölkerung zeigten schnell: Die Landesregierung muss handeln. Das grün geführte Umweltministerium und das schwarze Landwirtschaftsministerium haben deshalb im Oktober ein Eckpunktepapier vorgelegt, das die wesentlichen Punkte unseres Volksbegehrens aufgreift. Diese Eckpunkte werden nun in einenGesetzentwurf münden. Wir bleiben dran, damit nun ein gutes Gesetz für die Artenvielfalt folgt und Baden-Württembergs bunte und vielfältige Naturschätze verbindlich geschützt und bewahrt werden.
- Informationen über das Volksbegehren Artenschutz - Rettet die Bienen
Der Fotowettbewerb in Kürze:
- Was: Fotowettbewerb buntes Baden-Württemberg 2020
- Wann: Einsendeschluss ist der 30. April 2020. Bekannt gegeben werden die Gewinner*innen am 22. Mai 2020 am Internationalen Tag für biologische Vielfalt im Rahmen einer Vernissage einer Fotoausstellung in Stuttgart
- Wie: Die Fotos können an presse.bawue(at)bund.net geschickt oder in der Facebook Gruppe Wildes Baden-Württemberg gepostet werden.
- Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen: www.bund-bawue.de/Fotowettbewerb/Teilnahmebedingungen
Weitere Infos
Dies sind die Gewinnerbilder des Fotowettbewerb: natürlich Baden-Württemberg! 2019
Platz 1: Christoph Böhme aus Riegelsberg im Saarland hat das Gewinnerfoto bei einem Spaziergang in Ihringen am Kaiserstuhl geschossen. Es zeigt eine Gottesanbeterin auf Beutejagd. Die Gottesanbeterin steht in Baden-Württemberg auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.
(Christoph Böhme)
Platz 2: BUND-Mitglied Hans-Joachim Gornys Foto zeigt eine Ringelnatter in einer Streuobstwiese im Naturschutzgebiet ´Saure Matten` bei Ettenheim im Ortenaukreis. Auch der Bestand der Ringelnattern ist in den letzten Jahren rapide zurückgegangen. Die Ursache: Die Vernichtung und Zerschneidung ihrer Lebensräume. „
(Hans Joachim Gorny)
Platz 3: Helga Rosenberger aus Schweigern (Landkreis Heilbronn) fing mit ihrer Kamera den Moment ein, in dem eine Rauschwalbe auf ihre Jungtiere zufliegt und einem ihrer Jungen das Futter in den Schnabel legt. Ein seltener Anblick. Denn normalerweise füttern Rauchschwalben ihre Jungen in ihren Brutstätten.
(Helga Rosenberger)
Platz 4: Karin Laufer aus Villingen-Schwenningen hat das Foto bei einer Fahrradtour durch das Naturschutzgebiet Schwenniger Moos aufgenommen. Das Regenmoor, das heißt es speist sich aus Regen, ist für den Artenschutz sehr bedeutsam. 90 Prozent der Moore sind in Deutschland durch Torfabbau oder Entwässerung verschwunden. Der BUND betreut das Schwenninger Moos.
(Karin Laufer)
Platz 5: Charlotte Oberteis aus Althütte-Waldenweiler hat die beeindruckende Nahaufnahme eines Feuersalamanders während einer Wald-Wanderung bei Althütte im Rems-Murr-Kreis gemacht. „Die ganze Familie wollten bei dem Ausflug in die Natur unbedingt einen Salamander sehen. Unser kleines Abenteuer in die „Wildnis“ hat uns viele verborgene Orte gezeigt. Belohnt hat uns schließlich dieser kleine Kerl, der sich uns mutig entgegen gestellt hat.“
(Charlotte Oberteis)
Sonderpreis Arrtenvielfalt: Einen Sonderpreis erhält BUND-Mitglied Albrecht Nissler aus Wolfschlugen im Landkreis Esslingen für seine Makroaufnahme eines Alpenbocks. Das Insekt ist eine FFH-Art. Die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie schützt natürliche Lebensräume und stark gefährdete Tiere und Pflanzen. Die Länder haben demnach eine große Verantwortung, diese Arten und ihre Lebensräume besonders zu schützen. In Deutschland kommt der Alpenbock nur in den bayrischen Nordalpen und im südlichen Baden-Württemberg vor.
(Albrecht Nissler)
Top 10: Zu den besten Fotos gehört auch das Foto einer Schenkelbiene von Martin Rebbe aus Oberwolfach (Landkreis Ortenau). Der Fotograf schreibt über das Foto: "Die Männchen übernachten auch auf Gilbweiderich und daher kann man ihnen im Morgengrauen schön beim Aufwachen zuschauen. Ein sehr schönes Naturerlebnis! Die Tautropfen der Nacht sind noch gut auf dem Bilde zu erkennen. Man muss sich für die Beobachtung dieser Tiere also nur eine ungemähte Feuchtwiese mit Gilbweiderich suchen!"
(Martin Rebbe)
Ebenso in der Top 10 ist das Foto eines Fuches von Britta Springler aus Crailsheim im Landkreis Schwäbisch Hall. Übder den Aufnahmemoment schreibt sie: War mit der Kamera unterwegs zum Naturschutzsee. Da sah ich von weitem dieses Fuchs am Strassengraben sitzen. "Es war ein aufregender Moment! Ich fuhr ganz langsam und konnte auf maximal drei Meter Entfernung dieses Bild vom Fuchs machen."
(Britta Spingler)
Auch Corinna Herr aus Freiburg im Breisgau ist unter den Besten. Sie schreibt: "Der Laufkäfer machte ein paar Zentimeter vor dem Birkenspinner Halt und ich konnte mein Glück kaum fassen. So kam es, dass Birkenspinner und Laufkäfer friedlich nebeneinander auf dem kleinen Baumstumpf saßen und ich sie mit der Kamera festhalten konnte."
(Corinna Herr)
Auch in den Top 10 das Foto von Axel Matthies aus Leimbach bei Schwetzingen. Über sein Foto schreibt er: "Die beiden kleinen Nutriajungen tollten ausgelassen am Ufer des Leimbachs herum und ließen sich durch nichts stören. Erst das Klicken des Auslösers ließ ein Tier aufhorchen. Kurz danach verschwanden beide mit ihren Eltern im Wasser."
(Axel Matthies)


