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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

BUND-Kommentar: Gute Bedingungen für die Rückkehr des Wolfes

05. März 2018 | Artenschutz, Naturschutzpolitik

Der BUND Baden-Württemberg begrüßt, dass das Land Baden-Württemberg beim Wolfs-Monitoring mit drei weiteren Bundesländern kooperieren will und fordert einen besseren Schutz für Wölfe vor illegaler Tötung.

Der BUND drängt schon lange darauf, dass das Land insbesondere den Weidetierhalter*innen klare Antworten im Hinblick auf das zunehmende Auftreten einzelner Wölfe in Baden-Württemberg gibt. Gemeinsam mit anderen Naturschutz- und mit Jagdverbänden hat der BUND den „Wolfsfonds“ gestiftet, aus dem nachgewiesene Wolfrisse entschädigt werden.

Der BUND begrüßt, dass das Umweltministerium nun aktiv geworden ist und eine Kooperationsvereinbarung mit Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zum Wolfs-Monitoring abgeschlossen hat.

„Wie in anderen Bundesländern können und müssen wir auch in Baden-Württemberg wieder mit dem Wolf leben lernen. Die Erhaltung dieser faszinierenden Tierart ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dazu gehört auch, dass die Halter*innen von Weidetieren unterstützt werden, wenn sie Nachteile oder Mehraufwand durch den Wolf haben. Denn wir brauchen die Weidehaltung für unsere Kulturlandschaft und die biologische Vielfalt. Dass Weidetiere und Wölfe gut gemeinsam existieren können, beweisen Länder wie Italien, Schweden, Spanien und Rumänien seit Jahrhunderten. Es geht also nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein faires Miteinander, “ sagt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND in Baden-Württemberg.

„Bevor die Landesregierung das staatlich sanktionierte Töten von Problemwölfen in den Mittelpunkt der Diskussion stellt, muss sie deutlich machen, dass sie das illegale Töten von Wölfen unter keinen Umständen toleriert und mit allen Mitteln dagegen vorgeht. Auch dies sollte Teil des staatlichen Monitoring-Konzepts sein“, so Dahlbender.

Eckpunkte für die Definition von und den Umgang mit Problemwölfen müssten im Einklang mit dem Bundesnaturschutzgesetz und internationalen Naturschutzverpflichtungen bundesweit definiert und einheitlich gehandhabt werden. Ein verstärktes Monitoring, wie von den vier Bundesländern vereinbart, könne ebenfalls zu einer sachlichen Diskussion und zu einem Vertrautwerden der regionalen Öffentlichkeit mit Wölfen beitragen.

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