Sanfter Tourismus

27. Juli 2023 | Klimaschutz (BW), Klima und Energie (BW), Suffizienz, Mobilität

Die Sommerferien stehen an. Wie auch Sie sanften Tourismus praktizieren können und was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Atemberaubender Blick auf den Vierwaldstätter See in der Schweiz Atemberaubende Ausblicke findet man auch in Deutschland und in den umliegenden Ländern.  (Alina Häßler / BUND BW)

Wer noch nicht weiß, wo dieses Jahr die Urlaubsreise hin gehen soll, kann bei der Auswahl auch auf umweltfreundliche Ziele achten. Denn es müssen nicht immer die Karibik oder andere Fernziele sein. Reisen sind besonders durch die steigenden Flugpassagierzahlen, aber auch durch wachsende Müllberge eine zunehmende Umweltbelastung. So lassen Urlauber allein im thailändischen Phuket täglich mehr als 300 Tonnen Abfall zurück.

Das Flugzeug hat von allen Verkehrsmitteln mit Abstand die schlechteste Klimabilanz. Laut Umweltbundesamt liegen die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen des Luftverkehrs um 45 Prozent höher als beim Auto und sogar um 450 Prozent höher im Vergleich mit Bahn oder Reisebus. Weil bei Flügen meistens auch größere Strecken zurückgelegt werden, kann eine einzelne Langstrecken-Flugreise einen höheren Klimaschaden anrichten als ein ganzes Jahr Autofahren. Innerhalb Deutschlands und zum Teil auch Europas ist das Reisen mit dem Zug eine gute Option. Mit dem Netzwerk "Fahrtziel Natur", einer Kooperation des BUND und weiterer Naturschutzverbände mit der Deutschen Bahn, können Urlauber*innen etwa zahlreiche Naturgebiete von den Alpen bis zum Wattenmeer entspannt und umweltschonend erleben.

Bildungshungrige und Naturbegeisterte können auch an einer der zahlreichen vom BUND angebotenen Reisen in europäische Nationalparks teilnehmen. So geht es z.B. zum Trekking ins Hochgebirge Hohe Tauern in den Alpen, in die Wildnis des Bayerischen Waldes oder zum Naturerlebnis Donaudelta nach Rumänien. Alle Reisen werden von kompetenten Naturschützern geleitet. Infos unter www.bund-reisen.de.


Besonders für Familien bietet sich ein Urlaub auf einem der zahlreichen Biobauernhöfe oder Biopensionen in Deutschland oder Italien an. Hier kann man Tiere streicheln, Pferde reiten, beim Käsemachen zuschauen, wandern, Kanu fahren und vieles mehr. Adressen stehen in kostenlosen Kundenmagazinen in Naturkostläden oder unter www.biohoefe.de.
 

Wer lieber zelten oder campen möchte, kann unter vielen nach ökologischen Kriterien geführten Campingplätzen wählen. Hier wird zum Beispiel der Müll getrennt, energiesparende Elektrogeräte eingesetzt und mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln geputzt. Manchmal gibt es Bastelaktionen für Kinder oder ermäßigte Gebühren für Reisende, die ohne PKW kommen.  Öko-Campingplätze findet man im Internet unter anderem bei ecocamps.de.

Mehr Tipps zum umweltfreundlichen Reisen gibt es auch in der BUND-Publikation "Besser reisen"

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