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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

In der Weihnachtsbäckerei

29. November 2017 | Landwirtschaft, Naturschutz, Artenschutz

Kann man umweltfreundlich Plätzchen backen? Ja, mit diesen Tipps kann man auch in der Weihnachtszeit ein gutes Gewissen haben.

Optimal ist es, bei den Zutaten sowohl auf Regionalität und Bio-Qualität zu achten.  (Julia Ellerbrock/ BUND)

Weihnachten ist nicht gerade ein umweltfreundliches Fest: Hoher Stromverbrauch durch Lichterketten und andere Beleuchtung, ein Berg an Müll und Verpackungen nach der Bescherung und auch die Wahl des Weihnachtsbaumes ist kritisch. Doch es gibt auch Alternativen. Mit diesen Tipps kann man auch in der Weihnachtszeit ökologisch Plätzchen backen und ein gutes Gewissen haben.

Die richtige Vorbereitung ist entscheidend. Genau zu planen, welche Zutaten man braucht, ist wichtig. So bleibt nach der Back-Aktion nicht viel übrig, das entsorgt werden muss. Optimal ist es, bei den Zutaten sowohl auf Regionalität und Bio-Qualität zu achten. Das unterstützt nicht nur die Bauern in der Region, sondern ist klimafreundlicher und trägt zum Artenschutz bei. Wer sich traut, kann auch ganz auf vegane Rezepte umsteigen, die ohne tierische Produkte auskommen und so ebenfalls zum Umweltschutz beitragen.

Kekse ohne Palmöl

Palmöl ist meist der Grundstoff, der sich hinter Bezeichnungen wie ''Pflanzenfett", ''Pflanzenöl" oder ''Palmitate" verbirgt. Für den Anbau von Palmöl werden jährlich immense Flächen von Regenwald abgeholzt – das hat verheerende Folgen für die Umwelt. Außerdem sind die meisten Menschen auf den Plantagen gezwungen, unter unsozialen und gefährlichen Bedingungen zu arbeiten, immer wieder kommt es dort zu Verstößen gegen Menschenrechte.

Als Inhaltsstoff muss Palmöl inzwischen bei Lebensmitteln auf der Packung angegeben werden. Bei anderen Produktgruppen ist der Hersteller nicht gezwungen, Palmöl auch so zu nennen, sondern versteckt es häufig hinter Bezeichnungen wie "Pflanzliche Öle und Fette".

Übrigens: Auch bei Kosmetik gibt es Alternativen – Produkte auf Kokosöl- oder Seifen-Basis. Lediglich Palmöl-Produkte in Bioqualität sind für die Umwelt unbedenklich. Mithilfe von Apps oder Listen aus dem Internet können Sie Kosmetika und Waschmittel sowie andere Produkte erkennen, die ohne Palmöl auskommen. 

Stromsparend und ressourcenschonend backen

Beim anschließenden Back-Spaß lässt sich viel Strom sparen, indem auf das Vorheizen verzichtet wird. Wer den Herd dann noch auf die Heißluftfunktion einstellt, statt die Ober- und Unterhitze zu verwenden, kann sogar zwei Bleche mit Leckereien gleichzeitig backen.

Alternativen zu Backpapier gibt es. Formen aus Silikon sind – wenn sie von guter Qualität sind-  viel ressourcensparender. Ebenso die Dauer-Backfolie. Sie besteht aus Teflon und kann mehr als hundertmal wiederverwendet werden. Die Dauer-Backfolie bietet die Vorteile, dass Plätzchen nicht an ihr kleben bleiben und sie problemlos zu reinigen ist.

Umweltfreundliches Weihnachtsgebäck zu zaubern ist mit guter Planung und den richtigen Küchenhelfern machbar! 

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