Gesunde Ernährung hilft auch dem Umwelt- und Klimaschutz

19. Oktober 2016 | Klimawandel, Nachhaltigkeit, Landwirtschaft

Was gesunde Ernährung ausmacht, erfahren Sie hier.

Gemüsestand Die Mischung macht's.  (Thomas Giesinger/ BUND BW)

An den weit verbreiteten ernäh­rungsbe­dingten Krankheiten erkennen wir, dass viele von uns sich nicht optimal ernähren.

Ein Zuviel an Fleisch, Wurst und Milch­pro­duk­ten spielt dabei eine wesentliche Rolle. In Deutschland stammen rund 40 Prozent der Kalorien, die wir täglich zu uns nehmen, aus tierischen Lebensmitteln. In Italien machen Fleisch- und Milch­pro­duk­te dagegen nur 24 Prozent der täglichen Kalorienzu­sammen­setzung aus.

Den Fleischkonsum halbieren

Wenn wir den Fleischkonsum in Deutschland pro Person um rund die Hälfte senken würden, auf durchschnittlich 300 Gramm die Woche, würden wir gesünder leben und könnten die gesamte Landwirtschaftsfläche auf Ökolandbau umstellen – bei gleichbleibender Selbstversorgung.

Mit weniger Fleisch und mehr frischem Obst und Gemüse lassen sich zudem ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken für Übergewicht, Diabetes, Hypertonie, Gefäßerkrankungen, Krebs und Gicht reduzieren.

Ein hoher Fleischkonsum belastet auch das Klima

In Europa steht längst nicht genügend Futterfläche für all die Tiere zur Verfügung, die hier gemästet werden. Zu der Futterfläche hierzulande beanspruchen wir nochmals rund ein Fünftel mehr vor allem für den Sojaanbau, überwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das entspricht fast 20 Millionen Hektar, für die oft Regenwald abgeholzt wird.

Zu dem hohen Fleisch- und Milchkonsum kommt die Überschusserzeugung noch hinzu. Insgesamt trägt die europäische Tierhaltung also massiv zum Klimawandel und zum Verlust der Artenvielfalt bei. Zudem stehen in den Ländern, aus denen die Sojabohnen stammen, die Futterflächen nicht mehr für den Anbau von Lebensmitteln für die lokale Bevölkerung zur Verfügung. Unsere massenhafte Fleischproduktion trägt daher auch zu Hunger und Vertreibung bei. Eine klimafreundliche Ernährung hat also zahlreiche positive Zusatzeffekte: Gesundheit, Tierschutz, Sozialverträglichkeit, Umweltschonung.

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