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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Windpark Langenburg: BUND stellt Eilantrag für sofortigen Baustopp

10. Juli 2017 | Klima und Energie, Dialogforum, Naturschutzpolitik, Naturschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg hat das Verwaltungsgericht Stuttgart in einem Eilantrag aufgefordert, die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs der Naturschutzverbände gegen den Windpark Langenburg (Brüchlinger Wald) wiederherzustellen. Das würde einen Baustopp für den Windpark mit 12 Anlagen bedeuten.

Der BUND in Baden-Württemberg lehnt Windparks in alten und strukturreichen Wäldern ab.  (Gottfried May-Stürmer / BUND)

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg hat das Verwaltungsgericht Stuttgart in einem Eilantrag aufgefordert, die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs der Naturschutzverbände gegen den Windpark Langenburg (Brüchlinger Wald) wiederherzustellen. Das würde einen Baustopp für den Windpark mit 12 Anlagen bedeuten.

Der Eilantrag ist sowohl naturschutzfachlich als auch wegen gravierender Verfahrensfehler begründet, analysiert die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender.

„Nach unserer Auffassung verkennt das Landratsamt Schwäbisch Hall als Genehmigungsbehörde die Bedeutung des Brüchlinger Walds als Lebensraum für windkraft-sensible Vogelarten, insbesondere Schwarzstorch und Wanderfalke und unterschätzt damit die Gefährdung dieser Arten durch den geplanten Windpark erheblich.“

„Der BUND sieht außerdem einen schwerwiegenden Verfahrensfehler in der fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Sie wurde nicht vorgenommen, obwohl im zu betrachtenden Raum über 20 Windenergieanlagen errichtet werden sollen. Hier bleiben auch nach Ausschöpfung aller Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung erhebliche Beeinträchtigungen der Umwelt. Die . UVP wäre somit nötig gewesen“, so Dahlbender.

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir ausgerechnet bei der Genehmigung eines Windparks zum ersten Mal in der Region Heilbronn-Franken vom Verbandsklagerecht Gebrauch machen müssen“, kommentiert BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer. Der Brüchlinger Wald ist aber ein Musterbeispiel für die alten, strukturreichen und bisher störungsarmen Wälder, in denen BUND und NABU Windparks ablehnen. „Es wäre ein Trauerspiel, wenn die Wiederansiedlung des Schwarzstorchs, der bis in die 1990er Jahre in Baden-Württemberg ausgestorben war, jetzt durch unzureichende Planungen zunichte gemacht würde“, so der Biologe.

Adresse für Rückfragen:

  • BUND-Geschäftsstelle Heilbronn, Lixstraße 8, 74072 Heilbronn, Tel.: (07131) 772058, Fax: (07131) 772059, bund.franken(at)bund.net

  • Dr. Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende 

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