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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Windenergie und Artenschutz möglich machen

11. Mai 2015 | Klima und Energie (BW)

BUND und NABU zeigen in der Broschüre „Praxisbeispiele Windenergie & Artenschutz“ wie der naturverträgliche Ausbau von Windenergie gelingen kann. Die Broschüre erscheint zum Windbranchentag in Stuttgart am 13. Mai.

Windenergie und Artenschutz möglich machen NABU und Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg veröffentlichen am 13. Mai, zum 7. Windbranchentag in Stuttgart, die Broschüre „Praxisbeispiele Windenergie & Artenschutz“. Die beiden Umweltverbände präsentieren darin acht gelungene, Erfolg versprechende und innovative Beispiele aus der Praxis, die zeigen, wie der Ausbau von Windenergie gemeinsam mit dem Artenschutz möglich ist.

„Der Ausbau von Windenergieanlagen und der Artenschutz sind grundsätzlich gemeinsam möglich. In dem Informationsheft „Praxisbeispiele Windenergie & Artenschutz“ zeigen BUND und NABU Lösungsansätze für den naturverträglichen Ausbau der Windkraft auf“, sagen die Landesvorsitzenden Dr. Brigitte Dahlbender (BUND) und Dr. Andre Baumann (NABU). „Die Broschüre präsentiert in acht Praxisbeispielen aus ganz Deutschland, erfolgreiche und Erfolg versprechende Ansätze, die Konflikte zwischen dem Artenschutz und der Windenergie minimieren.“

Tännlebühl im Landkreis Emmendingen: Abschalten für den Rotmilan

Problematisch können Windenergieanlagen für den Rotmilan sein: Bei der Nahrungssuche können die Greifvögel zwischen Rotorblätter geraten. Besonders dann, wenn in der Nähe der Anlagen Wiesen gemäht werden. Denn zur Mahd finden sie leichter Mäuse und andere Kleintiere, denen dann Schutz und Versteck der Wiesen fehlt. Die Betreiber der Windenergieanlage am Tännlebühl im Landkreis Emmendingen passen sich dem Jagdverhalten der Tiere an: Während und nach der Mahd schalten sie die Windenergieanlagen ab und schützen den Rotmilan so effektiv vor Zusammenstößen.

Buchen im Neckar-Odenwaldkreis: Freie Bahn für Fledermäuse

Der Wald ist für manche Fledermausarten ein wichtiger Lebensraum. Neben Kollisionen mit Windenergieanlagen ist für Fledermäuse ist der Unterdruck, der in der Nähe von Rotoren entsteht, eine Gefahr. Der Bürgerwindpark „Großer Wald“ im Neckar-Odenwaldkreis schützt Fledermäuse, indem er „Mini-Bannwälder“ geschaffen hat: Fünf Hektar zusammenhängende Fläche wurden hier komplett aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen. Dadurch wurden ideale Lebensräume für waldgebundene Fledermäuse geschaffen und tödliche Unfälle minimiert.

Erscheinungstermin der Broschüre

„Wir freuen uns sehr, mit der dritten Veröffentlichung aus dem Projekt „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ zeigen zu können, dass Windenergie grundsätzlich mit Artenschutz vereinbar ist. Unter Berücksichtigung der standortspezifischen Gegebenheiten können durch dafür angepasste Maßnahmen Artenschutzkonflikte deutlich minimiert werden“ sind die Leiter des „Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz" Dr. Martin Köppel und Dana Marquardt überzeugt.

Die Broschüre wird zum 7. Windbranchentag in Stuttgart am 13. Mai veröffentlicht. Interessierte erhalten sie am Stand vom „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ sowie als Download hier.

Hintergrund: BUND und NABU haben 2012 das „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ ins Leben gerufen. Seitdem hat das Forum in rund 90 Fällen beraten und an vielen Stellen zu einer deutlichen Versachlichung der Diskussionen vor Ort geführt. Zudem hat es bei über 75 Veranstaltungen mit Vorträgen, Präsentationen und Ständen über 7.500 Personen direkt erreicht und mit dem „Beteiligungsleitfaden“ und „Faktencheck Windenergie“ wichtige Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird vom baden-württembergischen Umweltministerium bis September 2016 gefördert.

  • Die Broschüre  ist hier als Download erhältlich.

7. Windbranchentag in Kürze

  • Wann: 13. Mai 2015, 9:30- 17:00 Uhr

  • Wo: Haus der Wirtschaft, Willie-Bleicher-Straße 19, 70174 Stuttgart

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