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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Strategiedialog Automobilwirtschaft BW: Gut, aber nicht gut genug

20. Juli 2018 | Klima und Energie, Verkehr, Klimaschutz

BUND-Aktive demonstrieren für eine neue nachhaltige Mobilitätskultur und für den Klimaschutz. Landeschefin Dahlbender bezeichnet den Strategiedialog als nicht weitreichend genug.

Der Strategiedialog kreist zu stark um den Umbau der Automobilwirtschaft.  (Joachim Röttgers / BUND BW)

BUND-Aktive haben heute (20.7.) auf der Messepiazza für eine nachhaltige Mobilitätswende demonstriert. Um Klimawandel und Erderwärmung, Luftverschmutzung und Flächenfraß einzudämmen, muss sich bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Mobilität dringend etwas tun.

Mit der Landesvorsitzenden Brigitte Dahlbender hat sich der BUND Baden-Württemberg als einziger Vertreter der Umweltschutzorganisationen am Strategiedialog Automobilwirtschaft BW beteiligt. „Es ist gut, dass es einen Strategiedialog zur Transformation der Autoindustrie gibt, der Akteure aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft an einen Tisch bringt. Denn einen Wandel muss es schleunigst geben. Die gravierenden Folgen des globalen Klimawandels machen eine komplett neue Mobilitätskultur - mit deutlich weniger Autoverkehr und viel kürzeren Wegen zur Arbeit, Einkaufen oder Freizeitangeboten – dringend nötig“, so Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg.

Die Ergebnisse aus den Gesprächen des Strategiedialogs bezeichnet die BUND-Landeschefin als nicht umfassend genug: „Dem Strategiedialog fehlt nach wie vor ein klares Ziel, auf das sich alle Beteiligten explizit geeinigt haben. Der Strategiedialog kreist zu stark um den Umbau der Automobilwirtschaft. Um die Klimaschutzziele von Paris zu erreichen, reicht es aber nicht aus, Verbrennungsmotor gegen Elektromotor auszutauschen“, so die Landesvorsitzende Dahlbender.

Bislang fehlt dem Strategiedialog die Berücksichtigung aller gesellschaftlich relevanter Themenfelder wie Klima- und Ressourcenschutz, Stadt- und Raumplanung, soziale Aspekte, Lärmschutz oder Eindämmung des Flächenverbrauches. „Wir müssen Umsteuern zu viel weniger Autoverkehr, autofreien Quartieren, kürzeren Wegen zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung. Die Städte und Dörfer sollen Radfahrer*innen und Fußgängern mehr Platz widmen. Und der öffentliche Nahverkehr muss gut ausgebaut und bezahlbar sein“, so Dahlbender

„Nur wenn im Strategiedialog an der Umsetzung all dieser Themen gearbeitet wird, können wir einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Dahlbender. „Die Beteiligung des BUND am Strategiedialog betrachten wir als ersten Schritt und hoffen, dass der Dialog mit der Zivilgesellschaft und den Umweltschutzverbänden für eine nachhaltige Mobilität, für einen wirksamen Klimaschutz, für saubere und gesunde Luft in unseren Städten.“

Kontakt für Rückfragen:

  • Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, brigitte.dahlbender(at)bund.net
  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit BUND Baden-Württemberg, angela.koch@bund.net, 0176 – 24043107

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