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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

#Naturschutztage2020: BUND und NABU freuen sich über neuen Besucher*innenrekord

06. Januar 2020 | Artenschutz (BW), BUND Baden-Württemberg (BW), Klima und Energie (BW), Klimaschutz (BW), Klimawandel, Nachhaltigkeit, Naturschutzpolitik (BW), Umweltbildung (BW), Umweltpolitik (BW)

Etwa 1500 Besucher*innen informierten sich im Milchwerk Radolfzell in 60 Vorträgen, Seminaren, Foren und Exkursionen über Natur- und Umweltschutz.

Die 44. Naturschutztage haben 1.500 Besucher*innen angelockt.  (Waldemar Grosch/BUND BW)

Die 44. Naturschutztage am Bodensee sind heute (6. Januar 2020) mit einem Rekord zu Ende gegangen. Schwerpunkte der viertägigen Veranstaltungen waren der Klimaschutz, globale und regionale Landwirtschaft und nachhaltiger Konsum. Sylvia Pilarsky-Grosch, Geschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg, und Johannes Enssle, NABU-Landesvorsitzender in Baden-Württemberg, ziehen eine positive Bilanz.

Radolfzell. „Wir freuen uns sehr über den neuen Besucherrekord, weil er eindrücklich zeigt, auf wie viel Interesse Natur- und Umweltschutz in der Bevölkerung stößt“, erklären Sylvia Pilarsky-Grosch und Johannes Enssle. „Die Naturschutztage sind das größte Treffen von ehren- und hauptamtlichen Naturschützer*innen im deutschsprachigen Raum. Wir hören immer wieder, wie wichtig die Tage zum Austausch und zur Weiterbildung der Besucher*innen sind. Mit verschiedenen Angeboten von der Verabschiedung von der Recyclinglüge über Exkursionen zum Naturschutzgebiet Mettnau bis hin zur Energiegewinnung aus Wildpflanzen war für jedes Interesse etwas dabei.“ Die Referent*innen und Seminarleiter*innen formulierten nicht nur Forderungen an die Politik, sondern zeigten auch, wie jeder Einzelne mit seinem Lebenswandel für mehr Klima- und Naturschutz sorgen kann.

Veränderung ist nötig

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Manuel Oestringer und Noemi Mundhaas von Fridays for Future Konstanz. Die beiden zeigten fundiert, wie sehr die Zeit beim Klimawandel drängt: „Wir riskieren, die Kontrolle zu verlieren.“ Die Präsentation fand im Publikum dermaßen viel Anerkennung, dass ein Großteil der Zuhörer*innen im Stehen applaudierte.

Wir wollen Veränderung“, fasst Sylvia Pilarsky-Grosch die Stimmung auf den Naturschutztagen zusammen, „das betrifft die Bereiche Klimaschutz, Landwirtschaft weltweit und den nachhaltigen Konsum. Die Landesregierung in Baden-Württemberg muss in allen Bereichen mutig agieren, denn die Gesellschaft ist weiter, als es die Politiker*innen wahrnehmen. Das zeigt sich nicht nur an den gestiegenen Besucherzahlen der Naturschutztage, sondern auch an den steigenden Mitgliederzahlen von NABU und BUND.“

Aktion für eine (klima-)gerechte bäuerlich-ökologische Landwirtschaft

In bunten Tier-Kostümen und mit Kohlköpfen, Möhren und Porree demonstrierten 1.000 Naturschutz-Aktive von BUND und NABU am Samstag für eine Agrarwende. Dabei riefen sie zur Teilnahme an der Wir haben es satt-Demo am 18. Januar in Berlin und Tübingen auf. „Als Verbraucher*innen können wir an der Ladentheke Einfluss nehmen und uns für ökologische Lebensmittel aus der Region entscheiden“, appellierte NABU-Landesvorsitzender Johannes Enssle an die Konsument*innen.

Ausgezeichneter Einsatz für die Umwelt

Der Gerhard-Thielcke-Naturschutzpreis ging in diesem Jahr zum ersten Mal an zwei Preisträger: an Werner Eckert, Redaktionsleiter beim SWR, und an Fridays for Future Konstanz. Mit dem Preis zeichnete der BUND Baden-Württemberg bereits zum elften Mal Natur- und Umweltschützer aus. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird seit dem Jahr 2006 durch den BUND-Landesvorstand vergeben.

Die 45. Naturschutztage am Bodensee finden im kommenden Jahr vom 3. bis zum 6. Januar wieder im Milchwerk Radolfzell statt.

 

Weitere Informationen:

Über die Naturschutztage: Seit den 1970er Jahren treffen sich Interessierte zu Austausch und Weiterbildung bei den Naturschutztagen am Bodensee. Aus der Taufe gehoben wurde die Veranstaltung durch BUND-Mitbegründer Gerhard Thielcke und den langjährigen BUND-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Friedrich. Was vor über vier Jahrzehnten in einer Turnhalle begann, gilt mittlerweile mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen als größtes Treffen von ehren- und hauptamtlichen Naturschützer*innen im deutschsprachigen Raum. Seit 1987 veranstalten die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU die Naturschutztage gemeinsam.

Kontakt für Rückfragen:

  • Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, (0711) / 62 03 06-13, Sylvia.Pilarsky-Grosch(at)bund.net
  • Laura Buschhaus, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, BUND Baden-Württemberg, (0711) / 62 03 06-23, laura.buschhaus(at)bund.net

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