Grundwasserschutz: ´Landesregierung soll ihre Kompetenzen voll ausschöpfen`

01. März 2021 | Flüsse und Gewässer (BW), Naturschutzpolitik (BW)

Kommentar zur Pressemitteilung des VKU, DVGW, der Landeswasserversorgung und der Stadtwerke Bad Saulgau.

"Das Kleinrechnen der Problemgebiete ist nicht die Lösung. Der BUND Baden-Württemberg erwartet von der Landesregierung einen wirkungsvollen Einsatz für den Grundwasserschutz", fordert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg. Daher unterstützt der Umwelt- und Naturschutzverband die Forderung der Wasserschutzverbände und der Wasserversorger, die "Roten Gebiete" nach Bundesdüngeverordnung auszuweiten und an die vorhandenen Nitratmessdaten anzupassen. Zudem muss das Ministerium für Ländlichen Raum (MLR) die Daten zur Stickstoffdüngung offenlegen, um die großen Nitrateinträge einzudämmen.

„Die bundesweit geltende Düngeverordnung greift nicht weit genug. Die Verordnung lässt zu hohe Stickstoffüberschüsse zu. Unser Grundwasser ist so nicht ausreichend vor Stickstoffeinträgen geschützt. Umso wichtiger ist es daher, dass die Landesregierung zumindest ihre Kompetenzen voll ausschöpft, die sie bei der Festlegung der "Roten Gebiete" hat. In diesen Gebieten gelten strengere Dünge-Auflagen. Baden-Württemberg verfügt durch ein umfangreiches Grundwassermessnetz über eine gute Datengrundlage. Durch die Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung hat das Land zudem gute Instrumente zum Ausgleich zwischen Landwirtschaft und Grundwasserschutz. Diese sollte sie für einen konsequenten Grundwasserschutz auch einsetzen“.

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