Der BUND fordert ein entschlossenes Eintreten der Landesregierung für den Naturschutz

21. Juni 2017 | Naturschutz, Artenschutz (BW)

Der BUND freut sich, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage mit seiner heutigen Landtagsrede zur Chefsache gemacht hat. „Ob das Bienensterben der vergangen Jahre oder das Insektensterben der letzten Jahrzehnte, ob das Aussterben des Haselhuhns oder der Rückgang der Gelbbauchunke: Unser ökologischer Schuldenberg wächst unaufhörlich.

Biene auf Blume Nachhaltigkeit, auch ökonomische Nachhaltigkeit, heißt zu allererst Erhaltung der biologischen Vielfalt.  (Christine Ellerbrock/ BUND BW)

Stuttgart. Der BUND freut sich, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage mit seiner heutigen Landtagsrede zur Chefsache gemacht hat.  „Ob das Bienensterben der vergangen Jahre oder das Insektensterben der letzten Jahrzehnte, ob das Aussterben des Haselhuhns oder der Rückgang der Gelbbauchunke: Unser ökologischer Schuldenberg wächst unaufhörlich. Wenn eine Libellen- oder Schmetterlingsart in unserem Land ausstirbt, lässt sich das nicht reparieren wie eine Straße mit Schlaglöchern. Nachhaltigkeit, auch ökonomische Nachhaltigkeit, heißt zu allererst Erhaltung der biologischen Vielfalt. Denn sie erbringt auch viele Leistungen, die dem Menschen direkt nützen: Von der CO2-Speicherung in intakten Mooren bis zur Bestäubungsleistung  der Insekten.“  betont die BUND-Landesgeschäftsführerin Sylvia Pilarsky-Grosch.

Die Landesregierung müsse beim Naturschutz viel entschlossener als bisher an einem Strang ziehen und dafür deutlich mehr Ressourcen einsetzen, so der BUND.  Voraussetzung für mehr Naturschutz in der Fläche ist die Behebung  der inzwischen wissenschaftlich belegten Mangelausstattung der Naturschutzverwaltung und der Unterfinanzierung der Naturschutzprogramme. Dazu brauche es den von der Regierungskoalition versprochenen stetigen Mittelaufwuchs sofort und nicht erst zum Ende der Legislaturperiode. Dies sei die Basis-Voraussetzung, um den ökologischen Schuldenberg nicht weiter zu erhöhen. Darüber hinaus brauche es in der Agrarpolitik ein Programm der Landesregierung für die Reduktion der gefährlichsten Pestizide und eine zuverlässige Unterstützung des Bio-Landbaus.

Kontakt für Rückfragen:

  • Christine Fabricius (BUND)

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