Zur neuen Förderung für Streuobst-Projekte des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR PM 186/2026) kommentiert Martin Bachhofer, Landesgeschäftsführer des BUND Baden-Württemberg:
„Wir begrüßen das neue Förderprogramm des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR) sehr. Vielen Aktiven des BUND sind die Streuobstwiesen Baden-Württembergs ein Herzensanliegen. Mehr als 50 Gruppen im Land engagieren sich für eine fachgerechte Pflege und den Erhalt von Streuobstwiesen. Ohne diese Pflege drohen diese wertvollen Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten innerhalb kurzer Zeit zu verbuschen. Auch wenn die Bewerbungsfrist knapp und die Laufzeit der Projekte kurz ist: Diese Förderung ist im Sinne der Streuobstkonzeption 2030 eine konkrete Unterstützung für unsere engagierten Aktiven im Streuobstschutz.
Auch für andere Streuobstwiesen-Akteure steigt die Motivation, ihre Flächen zu pflegen, wenn sie das Obst gut vermarkten können. Jede intakte Streuobstwiese leistet einen Beitrag zu einer gesunden, vielfältigen und regionalen Ernährung und damit zur Ernährungssouveränität in Baden-Württemberg. Deshalb freuen wir uns über jede Initiative, die dazu beiträgt, diesen Lebensraum zu schützen und zu erhalten.“
Hintergrund:
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Europas. 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben hier. Doch in den vergangenen Jahrzehnten sind Streuobstwiesen dramatisch zurückgegangen. Seit den 1960er Jahren haben sich die Baumbestände fast halbiert: Gründe sind der Flächenfraß durch den Bau von Straßen und Gewerbegebieten sowie die Umwandlung in Intensivplantagen mit kleinen, kurzlebigen Spindelbäumen. Über 50 BUND-Gruppen in Baden-Württemberg sorgen auf ihren Streuobstwiesen für eine fachgerechte Pflege. BUND-Aktive schneiden Obstbäume, pflanzen junge Bäume nach und kümmern sich um die Mahd oder Beweidung. Alljährlich feiern die BUND-Gruppen Baden-Württembergs im Herbst auch die landesweiten Streuobsttage, um Menschen für die wertvollen Streuobstwiesen vor Ort zu sensibilisieren.
Mehr Informationen:
Kontakt für Rückfragen:
- Martin Bachhofer, Landesgeschäftsführer des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Martin.Bachhofer(at)bund-bawue.de, 0711 620306-13
- Ramona Fritz, Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Ramona.Fritz(at)bund-bawue.de, 0711 620306-17


