Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., begrüßt das Engagement des Landes für mehr Tempo 30 auf innerörtlichen Ortsdurchfahrten von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Im bundesweiten Vergleich nimmt Baden-Württemberg hier eine Vorbildwirkung ein. „In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Tempo 30-Anordnungen auf Ortsdurchfahrten wie in Baden-Württemberg“, erklärt Klaus-Peter Gussfeld, Verkehrsreferent beim BUND Baden-Württemberg. „Damit leistet die Landesregierung einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag für mehr Sicherheit, weniger Lärm und weniger Abgase in den Städten und Gemeinden.“
Allerdings beklagt der BUND Baden-Württemberg die allzu einengenden Rahmenbedingungen der bundesweiten Straßenverkehrsordnung (STVO), die die Umsetzung von Tempo 30 sehr erschweren und dem Autoverkehr einen nicht mehr zu rechtfertigenden Vorrang einräumen. „Wir würden uns freuen, wenn die Landesregierung hier eine Bundesratsinitiative starten würde, um die STVO umfassend zu modernisieren und den Anforderungen an eine nachhaltige Mobilitätspolitik anzupassen“, fordert Gussfeld.


