Auf die Kamera. Fertig. Los! Wertvolle Naturjuwelen verbergen sich zwischen Bodensee und Odenwald. Rhein und Donau. Wir suchen die schönsten Schätze. Einsendeschluss: 6. Mai 2018!
(Jens Borchers)
Wer Wildnis sucht, muss dafür nicht unbedingt um die halbe Welt reisen: Ein Stück Wildnis ist meist nur wenige Schritte entfernt. Zwischen Rhein und Donau, Odenwald und Bodensee – durch Baden-Württemberg ziehen sich wunderschöne Landschaften. Mit 281 verschiedenen Lebensraumtypen und über 50.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet Baden-Württemberg einen wertvollen Naturschatz. Doch jedes Jahr verschwinden viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Schaut man sich die Inventur der bedrohten Arten an, wird klar, die Situation ist alarmierend: Jede dritte der Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg ist gefährdet.
Was sollte auf dem Foto zu sehen sein?
Das Fotomotiv „Wildes Baden-Württemberg“ bietet viel Spielraum für Kreativität. Es lohnt sich auf Entdeckungsreise zu gehen und schöne Fotos für die Natur und den Naturschutz zu schießen. Auf dem Bild müssen in Baden-Württemberg fotografierte wild lebende Tiere, Pflanzen, Pilze oder Landschaften zu sehen sein. Artenreichtum findet sich auch in Städten, wo wilde Tiere oft einen reichhaltig gedeckten Tisch finden. Egal ob wilde Papageien in Stuttgarts Baumwipfeln, Eisvögel oder Wasseramseln an Flüssen und Bächen, unberührte Berglandschaften oder Pilze im Wald – die fotografischen Fundstücke unseres wilden Baden-Württembergs können bis 6. Mai 2018 eingereicht werden. Nicht geeignet als Fotomotive sind Haustiere oder Pflanzen im eigenen Garten oder Balkon.
Ideen: Mögliche Motive (für mehr Infos aufs Foto klicken)
(für mehr Infos bitte auf die Fotos klicken)
Platz 1: Gewonnen hat Helmut Leßmann aus Horb mit der Makroaufnahme eines Maikäfers. "Ein seltener Gast ist mir da vor die Kamera gekommen", so der Fotograf. Die Jury begründete die Kür des Fotos zum Gewinnerbild mit den Worten: "Ein außergewöhnliches und ausdruckstarkes Foto in beeindruckender und klarer Bildqualität. So nah und detailliert bekommt man einen Maikäfer sonst nie zu Gesicht."
(Helmut Lessmann)
Platz 2: Aufgenommen hat das Foto Nora Kappes bei einem Spaziergang zwischen Feldern und Weinbergern bei Wintersweiler im Landkreis Lörrach. Die Jury sagt: "Ein absoluter Glückstreffer ist der Fotografin mit der Aufnahme gelungen. Den seltenen Hummelschwärmer so vor die Linse zu bekommen, dass man Rüssel und Fühler sieht, ist absolut bemerkenswert." Der Hummelschwärmer steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
(Nora Kappes)
Platz 3: Man sieht, hört und spürt förmlich den Moment, als ein Haubentaucherpaar sein Küken im Taubergießen füttert. Einer der Altvögel bebrütet noch das zweite Ei. Taubergießen ist ein Auengebiet am südlichen Oberrhein. "Man hört das Küken vor Hunger piepen und den Fisch im Schnabel zappeln. Der dritte Platz geht an Christoph Böhme", so die Jury.
(Christoph Böhme)
Platz 4: Frieder Forst aus Dettenheim (Landkreis Karlsruhe) hat das Purpurreiher-Paar im Naturschutzgebiet Wagbachniederung vor die Linse bekommen. Die Rheier-Art steht zwar nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, doch der Schwund seines natürlichen Lebensraumes lässt den Bestand immer weiter zurück gehen.
(Frieder Forst)
Sonderpreis "Bedeutung für den Artenschutz": Die freie Naturfotografin Simone Mathiasfür hat eine blumenreichen Wiese auf der Schwäbischen Alb aufgenommen, auf der auch Orchideen blühen. Arten- und blütenreiches Grünland ist wichtig für Insekten. Simone Mathias schreibt: "Was für ein Unterschied zwischen der Wiese auf dem Bild und den leb- und seelenlosen Schottergärten in unseren Städten... Kein Wunder werden die Insekten immer weniger. Auf der einen Seite vergiftet man sie in der Landwirtschaft und in den Gärten, auf der anderen Seite lässt man sie verhungern, weil man immer mehr von ihren Lebensräumen und Futterquellen entzieht."
(Simone Mathias)
Unter den Top 10: Uwe Liebe sagt über sein Foto: "Zu sehen ist eine "Grüne Hölle" im Naturschutzgebiet Rohr-und Gänswiesen bei Hemsbach, wo absolute Wildnis herrscht. Alles naturbelassen, Feuchtbiotop für Flora und Fauna."
(Uwe Liebe)
Unter den Top 10: Roland Bähr hat die Gelbhalsmaus beim Vesper im Moos am Ortsrand von Neckargmünd im Rhein-Neckar-Kreis aufgenommen.
(Roland Baehr)
Unter den Top 10: Sieghard Horan aus Erligheim hat den Frosch in einem Teich im Bietigheimer Forst (Landkreis Ludwigsburg) aufgenommen.
(Sieghard Horan)
Unter den Top 10. Im März hat Susanne Hermann aus Schwäbisch Gmünd einen Greifvogel bei Sonnenaufgang im Stadtteil Straßdorf aufgenommen.
(Susanne Hermann)
Unter den Top 10: Helge Klaus Körner aus St. Georgen (Freiburg) hat die Raupe des Buchenspinners auf einem Ast entdeckt. Über seine Aufnahme schreibt er: "Die skurrilste Gestalt unter den mitteleuropäischen Schmetterlingen ist die Raupe des Buchenspinners (Stauropus fagi). Diese Form der Mimikry dient der Abwehr von Fressfeinden."
(Helge Klaus Körner)
Wie kann ich mitmachen?
Teilnehmen können Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Fotos können an die Wettbewerbs-E-Mail-Adresse web.bawue(at)bund.net geschickt oder auf unserer Facebook-Seite oder in der Facebook Gruppe Wildes Baden-Württemberg gepostet werden.
Bitte versehen Sie das Foto mit folgenden Angaben:
- Vorname und Name
- Adresse
- Wo in Baden-Württemberg wurde die Aufnahme gemacht?
- Kurze Bildbeschreibung: Welches wilde Tier, Pflanze oder Pilz ist zu sehen? Eventuell die Aufnahmesituation beschreiben.
Das eingereichtes Bild muss mindestens 999 Pixel x 999 Pixel groß sein. Die Dateigröße darf 5 Megabyte nicht überschreiten. Es können auch Fotoabzüge per Post an die BUND-Landesgeschäftsstelle, Kennwort „Wildes Baden-Württemberg“, Marienstraße 28, 70178 Stuttgart eingesendet werden.
Was kann ich gewinnen?
- 1. Preis: Ein Wochenende auf der Schwäbischen Alb in einer Jurte, im Tipi oder Zirkuswagen. Als Gutschein des Hofgut Hopfenburg im Wert von 200,00 Euro. Sie bestimmen wie Sie und wann Sie übernachten wollen.
- 2. Preis: Ein Gutschein über 50,00 Euro aus dem BUNDladen, das Buch „Unsere Wilde Heimat. Vom Bodensee bis in die Vogesen“ im Knesebeck Verlag erschienen sowie das Buch „Urbane Natur Fotografie“ des mfp-Verlags. Gesamtwert 110,00 Euro.
- 3. Preis: Ein Abonnement des Magazins Makrofoto mit drei Ausgaben sowie das Buch “Unsere Wilde Heimat. Vom Bodensee bis in die Vogesen“ des Knesebeck Verlags sowie eine Plüschtier-Wildkatze vom BUND-Projekt Rettungsnetz Wildkatze im Gesamtwert von 80 Euro.
- 4. Preis: Das Buch „Urbane Natur Fotografie“ des mfp-Verlags sowie ein Papertrophy Eichhörnchen zum selber basteln im Gesamtwert von 60 Euro.
Der Fotowettbewerb in Kürze:
- Was: Fotowettbewerb Wildes Baden-Württemberg 2018
- Wann: Einsendeschluss ist der 6. Mai 2018. Bekannt gegeben werden die Gewinner*innen am 22. Mai 2018 am Internationalen Tag für biologische Vielfalt.
- Wie: Eingereicht werden können die Fotos an die Wettbewerbs-E-Mail-Adresse web.bawue(at)bund.net, auf der Facebook Seite des BUND Baden-Württemberg oder in der Facebook Gruppe Wildes Baden-Württemberg
- Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen: www.bund-bawue.de/Fotowettbewerb/Teilnahmebedingungen


