Baden-Württemberg ist ein reiches Land. Zwischen Rhein und Donau, Odenwald und Bodensee – durch Baden-Württemberg ziehen sich wunderschöne Landschaften. Mit 281 verschiedenen Lebensraumtypen und über 50.000 Tier- und Pflanzenarten beheimatet das Bundesland einen wertvollen natürlichen Schatz. Doch jedes Jahr verschwinden viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich. Schaut man sich die Inventur der bedrohten Arten an, wird klar, die Situation ist alarmierend: Jede dritte der Tier- und Pflanzenarten in Baden-Württemberg ist gefährdet.
Was sollte auf dem Foto zu sehen sein?
Der Fotowettbewerb geht in die vierte Runde. Der BUND möchte für die Bedeutung der Artenvielfalt sensibilisieren. Das Motto reiches Baden-Württemberg bietet Spielraum für Kreativität. Es lohnt sich auf Entdeckungsreise zu gehen und die Naturschätze Baden-Württembergs einzufangen. Das Bild muss nachweislich aus Baden-Württemberg stammen. Die Tiere, Pflanzen und Pilze müssen in Wildnis leben. Fotos von Haustieren oder Pflanzen aus dem eigenen Garten sind also nicht geeignet. Die Fotos können bis zum 30. April 2022 eingereicht werden.
Die Gewinnerfotos werden am Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt am 22. Mai 2022 veröffentlicht.
Ideen: Mögliche Motive (für mehr Infos aufs Foto klicken)
Beim BUND-Fotowettbewerb 2018 "Wildes Baden-Württemberg" hat Helmut Leßmann Platz 1 geholt. "Ein seltener Gast ist mir da vor die Kamera gekommen", so der Fotograf. Die Jury begründete die Kür des Fotos zum Gewinnerbild mit den Worten: "Ein außergewöhnliches und ausdruckstarkes Foto in beeindruckender und klarer Bildqualität. So nah und detailliert bekommt man einen Maikäfer sonst nie zu Gesicht."
(Helmut Lessmann)
Aufgenommen hat das Foto Nora Kappes bei einem Spaziergang zwischen Feldern und Weinbergern bei Wintersweiler im Landkreis Lörrach. Sie hat damit beim Fotowettbewerb 2018 "Wildes Baden-Württemberg" Platz 2 gemacht. Die Jury sagt: "Ein absoluter Glückstreffer ist der Fotografin mit der Aufnahme gelungen. Den seltenen Hummelschwärmer so vor die Linse zu bekommen, dass man Rüssel und Fühler sieht, ist absolut bemerkenswert." Der Hummelschwärmer steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten.
(Nora Kappes)
Frieder Forst aus Dettenheim (Landkreis Karlsruhe) machte mit dem Familienfoto des Purpurreiher-Paares Platz 3. Die Rheier-Art steht zwar nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, doch der Schwund seines natürlichen Lebensraumes lässt den Bestand immer weiter zurück gehen.
(Frieder Forst)
Platz 3 holte 2018 das Foto vom Christoph Böhme. Man sieht, hört und spürt förmlich den Moment, als ein Haubentaucherpaar sein Küken im Taubergießen füttert. Einer der Altvögel bebrütet noch das zweite Ei. Taubergießen ist ein Auengebiet am südlichen Oberrhein. "Man hört das Küken vor Hunger piepen und den Fisch im Schnabel zappeln. Der dritte Platz geht an Christoph Böhme", so die Jury.
(Christoph Böhme)
Auch Fotos von Aktiven, die sich im Naturschutz einsetzen, können beim BUND-Wettbewerb eingereicht werden. Hier retten Freiwillige vom BUND Backnang Kröten über die Straße.
(Tanja Seid
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BUND BW)
Da blitzt die Sonne zwischen den Blüten einer Kuhschellenwiese auf der Schwäbischen Alb hervor. Justus Strauss hat das Bild für Wildes Baden-Württemberg eingereicht.
(Justus Strauss)
Roland Bähr hat für den Wettbewerb 2018 das Bild einer Gelbhalsmaus eingreicht. Niedlich!
(Roland Bähr)
Aktive begeben sich jedes Jahr für den BUND auf die Suche nach Schmetterlingen, um sie zu erfassen. In Stuttgart hat der BUND acht Schmetterlingswiesen. Auf diesen wachsen Blumen und Kräuter, die Schmetterlingen gut schmecken. Zudem werden die Wiesen seltener gemäht und weitestgehend von Pestiziden verschont. Das lockt (hoffentlich) die schönen Falter an.
(Angela Koch
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BUND BW)
Eine außergewöhnliche Perspektive macht ein Foto spannend. So wie bei dieser Aufnahme eines Höckerschwan.
(Tanja Seid
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BUND BW)
Was ist Spiegelung und was ist die wirkliche Uferlandschaft? Angelika Bittes hat dieses Bild 2018 für den Wettbewerb eingereicht.
(Angelika Bittes)
Wie kann ich mitmachen?
Teilnehmen können Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Die Fotos können an web.bawue(at)bund.net geschickt oder in der Gruppe Wildes Baden-Württemberg gepostet werden. Bitte markieren Sie dann die Beiträge mit #reichesBadenWuerttemberg.
Bitte versehen Sie das Foto mit folgenden Angaben:
- Vorname und Name
- Adresse
- Wo in Baden-Württemberg wurde die Aufnahme gemacht?
- Bildbeschreibung: Welches wilde Tier, Pflanze oder Pilz ist zu sehen? Vielleicht können Sie sich an die Aufnahmesituation erinnern und wie es war, als Sie das Foto gemacht haben?
Das eingereichte Bild muss mindestens 999 Pixel x 999 Pixel groß sein. Die Dateigröße darf 5 Megabyte nicht überschreiten. Es können auch Fotoabzüge per Post an die BUND-Landesgeschäftsstelle, Kennwort „reiches Baden-Württemberg“, Marienstraße 28, 70178 Stuttgart, eingesendet werden.
Was kann ich gewinnen?
- 1. Preis: Ein Wochenende auf der Schwäbischen Alb in einer Jurte, im Tipi oder Zirkuswagen. Als Gutschein des Hofgut Hopfenburg im Wert von 200 Euro. Sie bestimmen wie und wann Sie übernachten wollen.
- 2. Preis: Ein Gutschein über 100 Euro aus dem BUNDladen.
- 3. Preis: Insektenführer aus dem Kosmos Verlag im Wert von 42 Euro.
- 4. Preis: Das Buch Liebst Du Kräuter und das Bastel-Set Blühendes Papier aus dem Kosmos Verlag im Gesamtwert von 25 Euro.
- Sonderpreis: Papertrophy Eichhörnchen zum Selberbasteln im Wert von 30 Euro.
Der Fotowettbewerb in Kürze:
- Was: Fotowettbewerb reiches Baden-Württemberg 2022
- Wann: Einsendeschluss ist der 30. April 2022. Bekannt gegeben werden die Gewinner*innen am 22. Mai 2022 am Internationalen Tag für biologische Vielfalt.
- Wie: Die Fotos können über die Wettbewerbs-E-Mail-Adresse eingereicht werden: web.bawue(at)bund.net oder in der Facebook Gruppe wildes Baden-Württemberg gepostet werden. Hierfür die Beiträge mit #reichesBadenWuerttemberg markieren.
- Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen: www.bund-bawue.de/Fotowettbewerb/Teilnahmebedingungen
Weitere Informationen:
- Die Gewinner*innen des Fotowettbewerbs 2020 buntes Baden-Württemberg: Der Moment war kurz, vielleicht 10 Sekunden.
Die Top10 aus dem Fotowettbewerb buntes Baden-Württemberg 2020
Platz 1: „Der Fotograf hat mit der Wiedehopf-Fütterung einen sehr seltenen Augenblick eingefangen. Denn normalerweise füttern die Männchen die Weibchen in den Bruthöhlen. Ein toller Anblick und ein brillantes Foto“, so die BUND-Jury. In Baden-Württemberg steht der Wiedehopf auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Nur etwa 110 bis 150 Vogelpaare brüten hier. Der Grund für den Rückgang der Art ist leider wie so oft der Verlust ihres Lebensraums durch die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden. Den Brutpaaren mangelt es aber auch an Nistplätzen, um ihren Nachwuchs aufziehen zu können.
(Foto: Sebastian Klein)
Platz 2: Der Rote Apollo ist eine vom Aussterben bedrohte Tagfalter-Art und in Baden-Württemberg nur noch auf der Schwäbischen Alb zu finden. Tatsächlich ist der Falter auch für die Foto-Sammlung des Fotografen eine Rarität: „An diesem Tag habe ich zum ersten Male einen Apollo gesehen. Kurze Zeit später dann gleich etwa 60 Exemplare; zwei davon ließen sich wunderbar fotografieren. Eine Sternstunde meiner Fotolaufbahn“, so der Fotograf aus Reutlingen.
(Foto: Martin Hust)
Platz 3: Eine Azurjungfer-Paarung dauert in der Regel 15 bis 30 Minuten. Die Libellen-Art ist in ganz Deutschland vielerorts vom Aussterben bedroht und steht in Baden-Württemberg auf der Roten Liste. Die Hauptgründe: der Rückgang ihres Lebensraums – insbesondere von Mooren - der hohe Eintrag von Nährstoffen in Gewässer infolge von Überdüngung und die Klimaerwärmung. Der BUND hat die Speer-Azurjungfer deshalb zur Libelle des Jahres 2020 gekürt. .
(Foto: Annette Möckel)
Platz 4: Feldmäuse müssen ständig fressen. Sie können nur maximal vier Stunden ohne Nahrung auskommen. Sie essen am liebsten Feldfrüchte, Samen, Kräuter und Gräser. Böhme schreibt über sein Bild: „In der kalten Winterzeit ist es für die Tiere in der Natur nicht immer einfach, an Futter zu kommen. Früchte sind Mangelware. Vielleicht schmeckt ja diese rote Frucht? Aber die Hagebutte war dann doch nicht ihr Ding.“
(Foto: Christoph Böhme)
Platz 5: Der Fotograf hat die beeindruckende Aufnahme einer Blaumeise im Flug gemacht. Die Jury begründet ihre Wahl: „Dem Fotografen ist ein außergewöhnliches Foto geglückt. Die Blaumeise fliegt direkt auf einen zu. So eine Perspektive hat man nicht häufig. Der Fotograf schafft es mit kurzer Verschlusszeit den gesamten offenen Federfächer im Flug einzufangen.“
(Foto: Hans-Peter Heneka)
Top 10: Die Kreuzotter ist eine von zwei Gift-Schlangen in Baden-Württemberg. Doch ist die Chance von der Kreuzotter gebissen zu werden, eher gering ist. Sie ist erstens ein sehr scheues Reptil und zu dem leider auch sehr selten, da stark gefährdet.
(Foto: Andre Schmidt)
Top 10: "Das Foto wurde dieses Jahr im heimischen Garten, in Bad Säckingen, geschossen. Lange musste ich warten, bis die Biene sich so in Pose gestellt hatte. Viele Stunden verbrachte ich auch dieses Jahr wieder beim Fotografieren
von Bienen", so die Fotografin.
(Foto: Susanne Schneider)
Top 10: „Die Ringelnatter, eine sehr seltene Besucherin des Gartenteiches. Eine äußerst spannende Situation. Langsam und vorsichtig nähert sich die Schlange dem Frosch, der sie allerdings schon bemerkt hat. In dem Augenblick, wo die Ringelnatter vorschnellt, bringt er sich mit einem Riesensatz in Sicherheit. Diesmal Pech für die Schlange. Glück für den Frosch“, so der Fotograf.
(Foto: Christoph Böhme)
„Immer wieder gehe ich mit meiner Kamera auf Entdeckungsreise und erfreue mich an Flora und Fauna. Auf dem Blütenwanderweg in Rohrbach habe ich den violetten Ölkäfer entdeckt. Diesen Käfer hatte ich zuvor nie zu Gesicht bekommen", so die Fotografin.
(Foto: Birgit Kohn)
Sonderpreis Artenvielfalt: Das Braunkehlchen ist eine Zugvogel-Art, die im April aus Afrika zu uns zurückkehrt, um dann hier zu brüten. Sein Nest baut der kleine Vogel am liebsten in Strauch- oder Krautschichten und legt dann von April bis Juni seine grünlich-blaue Eier. Ab August fliegt es wieder zurück. In den letzten Jahren ist die Art extrem zurückgegangen und mittlerweile vom Aussterben bedroht. Der Grund ist der Verlust seines Lebensraums beispielsweise durch Entwässerung und zu viel Düngung. Aber auch weil zu häufig und zur falschen Zeit gemäht wird, werden die Nester zerstört.
(Foto: Hans-Peter Heneka)
Fotos im Header: Biene: Karin Kaplan; Feldhase: Cornelia Ahrens/klickfaszination.de; Maus: Christoph Böhme; Mindelsee: Heidi Witzmann; Libelle: Dieter Kassner; Molch: Carola Scholz; Schmetterling: Aurelia Kreiter; Wiedehopf-Paar: Sebastian Klein/ Scheinfotografie; Schnee im Wald: Maria Kohler; Wildschwein: Bruno Eberspächer; Hummel: Katja Noack; Bienenfresser: Sebastian Klein/Scheinfotografie; Schwarzwald: Christoph Böhme; Wölfe: Cornelia Ahrens/klickfaszination.de.


