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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Naturschutzverbände loben Wettbewerb zu Bio-Musterregionen

23. Januar 2018 | Landwirtschaft

BUND, NABU und LNV: Von pestizidfreien Lebensmitteln profitieren Natur, Verbraucher und Betriebe

Mit dem Wettbewerb „Bio-Musterregionen“ will das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium (MLR) „Bio“ und „Regio“ besser vernetzen, regionale Kreisläufe stärken und einen Ideenwettbewerb für Vermarktungswege anstoßen. Die Natur- und Umweltschutzorganisationen NABU, BUND und LNV bewerten die Initiative des MLR positiv.

„Viele tausend landwirtschaftliche Betriebe im Land zeigen bereits, dass Bio ökologisch und ökonomisch machbar ist. Es ist aber dringend notwendig, die Weiterverarbeitung und die Vermarktungswege auszubauen und hierfür Bäcker, Metzger, Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie einzubinden“, sagt Jochen Goedecke, NABU-Landwirtschaftsreferent in Baden-Württemberg im Namen der drei Verbände. „Die Betriebe können einmal mehr beweisen, dass pestizidfreie Lebensmittel auf dem Acker auch beim Verbraucher gut ankommen. Alle Betriebe, ob konventionell oder ökologisch wirtschaftend, können in den Musterregionen voneinander lernen“, so Goedecke.

„Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten ist in den letzten Jahren deutlich schneller gewachsen als das Angebot. Wir hoffen, dass die Initiative Bio-Musterregionen des Landwirtschaftsministeriums ihren Beitrag dazu leistet, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mehr in Baden-Württemberg erzeugte Bio-Lebensmittel einkaufen können. Ökologisch und regional einkaufen soll kein Widerspruch sein", so Gottfried May-Stürmer, Landwirtschaftsreferent beim BUND Baden-Württemberg.

„Keine Pestizide und deutlich weniger Gülle, Mist und mineralische Dünger auf den Feldern senken auch den Nitrateintrag ins Grundwasser. Damit leisten ökologisch wirtschaftende Betriebe, auch in den künftigen Bio-Musterregionen, einen wichtigen Beitrag zur Sicherung unseres Trinkwassers“, ergänzt NABU-Referent Goedecke.

Bei Nitrat und Pestiziden sehen BUND, LNV und NABU auch in Zukunft deutlichen Handlungsbedarf im Südwesten. „Um den Pestizideinsatz in Baden-Württemberg bis 2025 mindestens zu halbieren, brauchen wir ein effizientes Maßnahmenpaket mit klaren Zielen und eine Landesregierung, die auch gegen Widerstände etwa aus der Landwirtschaft ihren Weg geht“, fordern die drei Verbände.

Kontakt für Rückfragen:

  • Gottfried May-Stürmer, Landwirtschaftsreferent des Bund für Umwelt und Naturschutz Baden-Württemberg (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V., gottfried.may-stuermer(at)bund.net; Tel.: 07131.77 20 58

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