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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Ergebnisse BUND-KandidatInnen-Check zur Landtagswahl 2016: CDU hadert mit Umwelt- und Naturschutz

07. März 2016 | Umweltpolitik (BW), Naturschutzpolitik (BW)

Seit Dezember haben sich fast zwei Drittel der Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD den Umwelt- und Naturschutzfragen des BUND Baden-Württemberg gestellt. 220 der 350 befragten Kandidatinnen und Kandidaten haben die Fragen zu den Themen Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Energiewende und Glyphosat beantwortet.

Am Sonntag wählen die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg den 16. Landtag. Seit Dezember haben sich fast zwei Drittel der Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD den Umwelt- und Naturschutzfragen des BUND Baden-Württemberg gestellt. 220 der 350 befragten Kandidatinnen und Kandidaten haben die Fragen zu den Themen Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Energiewende und Glyphosat beantwortet. Bei den Grünen haben fast alle teilgenommen; bei der CDU war es nicht einmal die Hälfte. Die Antworten aus dem Check zeigen, Umwelt- und Naturschutz spielen bei Union und FDP keine große Rolle.

Während sich fast alle Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen (93 Prozent), 69 Prozent der Linken, 57 Prozent der SPD und 54 Prozent der FDP den Fragen des BUND Baden-Württemberg stellten, nahmen nur 41 Prozent der CDU-Vertreterinnen und Vertreter am Online-Check teil. „An der Teilnahme am KandidatInnen-Check sehen wir, dass die Parteien die Wertigkeit von Umwelt- und Naturschutz als höchst unterschiedlich einstufen. Die Teilnahme der Kandidatinnen und Kandidaten der CDU fällt sehr gering aus. Die Vertreterinnen und Vertreter der Union haben offenbar ein geringes Interesse, Stellung zu den wichtigen Fragen des Umwelt- und Naturschutzes zu beziehen“, sagt Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg.

Genau die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Befragung haben alle fünf Fragen positiv für Umwelt und Natur beantwortet. Von diesen 110 Befragten gehören 47 Prozent zu den Grünen (52 KandidatInnen), 32 Prozent zur Linken (35) und 22 Prozent zur SPD (24). Von CDU und FDP hat keiner alle Fragen mit „Ja“ beantwortet. „Es ist erfreulich, dass die Hälfte der Kandidatinnen und Kandidaten gute Entscheidungen für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Naturschutz treffen würden. Die kamen vor allem von SPD, Linke und Grüne“, sagt Brigitte Dahlbender. Keiner der CDU und FDP hat alle Fragen mit Ja beantwortet. „Wie bei den Wahlprogrammen zeigt der KandidatInnen-Check, für CDU und FDP haben Umwelt- und Naturschutz in der Politik keine Bedeutung. Wenn Gelb oder Schwarz an die Macht kommen, geht es für Natur und Umwelt einen gewaltigen Schritt zurück.“

85 Prozent für mehr Nachhaltigkeit

85 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen sich dafür einsetzen, dass alle Ministerien, landeseigenen Ämter und Behörden in ihren Kantinen und bei ihren Veranstaltungen gentechnikfreie und überwiegend regionale und ökologische Lebensmittel verwenden. Bei der CDU sprechen sich nur 38 Prozent für Nachhaltigkeit aus. „Bei der Partei von Herrn Wolf geht es für die wenigsten um ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Baden-Württemberg“, so die Landesvorsitzende.

Über drei Viertel führ mehr Artenvielfalt, Energiewende und gegen Gylphosat

Drei Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer möchte die Artenvielfalt schützen, indem der Biotopverbund in Landesentwicklungsplan und in den Regionalplänen verankert wird. Auch hier stechen CDU mit einer Zustimmung von 34 Prozent und die FDP mit einer Zustimmung von 24 Prozent negativ heraus.

Für den naturverträglichen Ausbau der Wind- und Sonnenenergien möchten sich insgesamt knapp 74 Prozent der Teilnehmenden einsetzen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Grünen stimmten dieser Frage vollständig, Linke und SPD nahezu vollständig zu (96 beziehungsweise 93 Prozent). Bei FDP und CDU wollen nur 24 beziehungsweise 17 Prozent eine zügige und naturverträgliche Energiewende.

Beim Thema Unkrautvernichtungsmittel würden sich zwei Drittel der Teilnehmenden gegen den Einsatz von Glyphosat in Parks, städtischen Grünanlagen und auf anderen landeseigenen Flächen einsetzen. Aus der Union wären dies nur 17 Prozent.

Check: Guter Indikator für Wählerinnen und Wähler

In allen Wahlkreisen hat der BUND Baden-Württemberg auch Fragen zu regionalen Themen gestellt. Anhand der eingehenden Antworten können sich Wählerinnen und Wähler in Waldshut, Biberach, Schwäbisch Gmünd und in vielen anderen Orten zu Umwelt- und Naturschutzpolitik informieren.

„Im Online-Check haben die Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, sich ein Bild davon zu machen, wer sich wie im Wahlkreis für ein umweltfreundliches und nachhaltiges Baden-Württemberg einsetzt. Wir ermutigen eindringlich alle Bürgerinnen und Bürger, sich vor der Wahl mit dem KandidatInnen-Check zu Umwelt- und Naturschutzthemen zu informieren und die Antworten bei ihrer Wahlentscheidung zu berücksichtigen“, sagt die Landesvorsitzende.

Kontakt für Rückfragen:

  • Angela Koch, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit BUND Baden-Württemberg,  Tel.: (0711) 620306-17, E-Mail: angela.koch(at)bund.net

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