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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Phosphat im Bodensee: Hauk entscheidet nicht alleine über Gewässerreinhaltung

01. Juni 2016 | Flüsse & Gewässer, Naturschutz, Naturschutzpolitik

Minister Hauk zündet die Diskussion um Massentierhaltung in Aquakulturen und um den Phosphatgehalt im Bodensee erneut an. Und das, obwohl Umweltministerium über dieses Thema entscheidet.

Agrarminister Hauk zündet die Diskussion um Massentierhaltung in Aquakulturen und um den Phosphatgehalt im Bodensee erneut an. Und das, obwohl sein Ministerium nicht mit alleiniger Kompetenz über diese Frage entscheiden kann. Über Gewässerreinhaltung entscheidet das Umweltministerium.

„Mit Aquakulturen im Bodensee holen wir uns die Problematik der Massentierhaltung in eins der wichtigsten Urlaubsgebiete in Baden-Württemberg“,  so Dr. Brigitte Dahlbender, Vorsitzende des BUND in Baden-Württemberg. „Folgt das Umweltministerium dem Vorschlag von Agrarminister  Hauk und lässt es den Einsatz von Phosphat wieder zu, ist das ein herber Rückschritt für den Gewässer-, Verbraucher und Umweltschutz.“

Durch die Aquakulturen wird ein konzentrierter Einsatz von Fischfutter nötig. In der Regel erfordert die enge Tierhaltung den Einsatz von Medikamenten und Antibiotika, die somit direkt in den Bodensee gelangen würden. Der BUND lehnt dies aus Gewässerschutz- und aus Naturschutzgründen dringend davon ab. Mittel- und langfristig führt dies zu einer nicht regulierbaren Verunreinigung des Gewässers. 

„Wir haben viel getan und gekämpft, damit vom verunreinigten Bodensee der 70er Jahre nichts mehr zu spüren ist. Die gute Wasserqualität heute und der niedrige Phosphatgehalt sind ein Erfolg unserer jahrzehntelanger Bemühungen und Investitionen in den Gewässerschutz“, so Dahlbender.

Kontakt für Rückfragen:

  • Dr. Brigitte Dahlbender, Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, E-Mail: brigitte.dahlbender(at)bund.net, Mobil: (0171) 9341336

  • Axel Wieland, Projektkoordinator „Rettungsnetz Wildkatze: Wildkatzensprung“ (BaWü), E-Mail: axel.wieland(at)bund.net, Tel.: (0711) 620306-24

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