Anlässlich der Ankündigung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, Engpässe bei Mitteln für den Arten- und Biotopschutz zu beheben (PM Nr. 37/2026 vom 22.7.), kommentiert Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg:
"Angesichts des dramatischen Verlusts der biologischen Vielfalt im Land ist es eine große Erleichterung, dass die Mittel für die Landschaftspflege nun doch nicht drastisch gekürzt werden. Denn bei der Pflege von Naturschutzgebieten oder anderen ökologisch wertvollen Flächen, hätte bereits ein Jahr Verzug einen Rückschlag um mehrere Jahre bedeutet. Eine geringe Einsparung im gesamten Landeshaushalt Baden-Württembergs hätte damit einen unverhältnismäßig großen Schaden verursacht.
Wir begrüßen, dass sich das Ministerium Gedanken macht, wie es künftig eine stabile Basis für die Mittel sicherstellen kann. Angesichts steigender Preise, auch in Naturschutz und Landschaftspflege, ist das dringend erforderlich. Sonst ist zu befürchten, dass die Natur in den nächsten Haushaltsdiskussionen wieder den Kürzeren zieht."
Hintergrund: In diesem Jahr wurden die Mittel für die Landschaftspflege (LPR Teil B; „Kreispflegeprogramme“) überraschend drastisch gekürzt. Im Durchschnitt haben die unteren Naturschutzbehörden und Landschaftserhaltungsverbände lediglich 30 bis 40 Prozent der beantragten Mittel erhalten. Zahlreiche dringend notwendige Pflegemaßnahmen können damit nicht oder nur auf Kosten anderer Maßnahmen umgesetzt werden. Das Umweltministerium hatte diese Kürzungen bereits im Frühjahr angekündigt. Nach Protesten zahlreicher Betroffener sollen die Mittel durch Umschichtungen im Naturschutzhaushalt nun wie in den vergangenen Jahren bewilligt werden.
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- Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Sylvia.Pilarsky-Grosch(at)bund-bawue.de, 0172 / 83 44 294
- Ramona Fritz, Referentin für Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, Ramona.Fritz(at)bund-bawue.de, 0711 620306-17


