Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e.V., lobt das Engagement des Landes für die Entwicklung des Landeskonzepts zur Wiedervernetzung an Straßen in Baden-Württemberg. „Das Landeskonzept zur Wiedervernetzung an Straßen in Baden-Württemberg ist ein guter und dringend notwendiger Schritt zum Schutz von Wildkatzen, Luchsen und Co.“, sagt Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND in Baden-Württemberg. „Es ist erfreulich, dass das vorbildliche Konzept nun auch in einer anschaulichen und aussagekräftigen Broschüre vorliegt und so im ganzen Land bei den politischen Entscheidern bekannt wird. Jetzt kommt es darauf an, die Maßnahmen zügig umzusetzen, damit das Konzept auch auf den Straßen seine Wirkung entfalten kann“, sagt Pilarsky-Grosch.
Ohne Geld scheitern die besten Pläne und Konzepte
Der Umweltverband fordert einen eigenen Finanzierungstopf und eine konkrete Umsetzungsplanung in einem Aktionsprogramm Grüne Infrastruktur. „Ohne Geld scheitern auch die besten Pläne: Das Konzept verlangt einen eigenen Finanzierungstopf und eine schnelle und konkrete Maßnahmenumsetzung“, so Pilarsky-Grosch. Die sich in der Planung befindlichen Grünbrücken müssten aber durch weitere Grünbrücken und Amphibienleitsysteme ergänzt werden. „Zum Erhalt der Artenvielfalt brauchen wir sichtbare Fortschritte und Investitionen! Sonst bleibt der Biotopverbund ein Flickenteppich, der zu viele Wildtieropfer fordert“, sagt Pilarsky-Grosch
BUND aktiv in der Wiedervernetzung
Tatkräftig unterstützt der BUND die Anstrengungen des Landes mit eignen Projekten. Die Wiedervernetzung von Lebensräumen ist ein wichtiges Schlüsselthema beim BUND in Baden-Württemberg. Mit seinen Projekten, wie „Wildkatzensprung“ und „Biotopverbund Offenland“, schafft der BUND grüne Korridore für Wildkatzen und andere im Wald lebende Tiere beziehungsweise verbessert die Wander- und Ausbreitungsbedingungen für Arten des Offenlands - beispielsweise den Apollofalter, den Laubfrosch oder die Heidelerche. „Für den Erfolg unserer Wiedervernetzungsprojekte Wildkatzensprung und der Biotopverbund Offenland sind wir dringend darauf angewiesen, dass Straßen keine unüberwindbaren Barrieren und Todesfallen für die Wildtiere bleiben“, erklärt die Landesgeschäftsführerin.


