BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Kommentar: Geplante Fahrgastentschädigung im regionalen Bahnverkehr greift zu kurz

06. Februar 2020 | BUND Baden-Württemberg (BW), Verkehr (BW), Umweltpolitik (BW), Mobilität

Kommentar zu der vom Verkehrsministerium geplanten Fahrgastentschädigung im regionalen Bahnverkehr

"Die heute vom Verkehrsministerium angekündigte Fahrgastentschädigung im regionalen Bahnverkehr ist kein großer Wurf, sondern nur ein Trippelschritt in die richtige Richtung. Eine einmalige Entschädigung auf Antrag wegen schlechter Leistungen der Bahnbetreiber im vergangenen halben Jahr greift deutlich zu kurz. Wir brauchen eine dauerhafte und generelle Entschädigungsregelung für das ganze Land. Denn mangelhafte Pünktlichkeit ist kein Phänomen der letzten Monate, sondern leider seit mehreren Jahren ein untragbarer Zustand. Unverständlich ist auch, dass es für die Kund*innen im Stuttgarter S-Bahn-Netz keine Entschädigungen geben soll. Denn gerade auf den Außenästen der S-Bahn gibt es häufig keine für die Kunden akzeptablen Ausweichmöglichkeiten“, erklärt Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. Sie fordert eine generelle und automatische Entschädigungsregelung für alle Stammkunden für jeden Monat, in dem die Streckenpünktlichkeit das zwischen dem Land und dem Verkehrsunternehmen vereinbarte Pünktlichkeitsziel verfehlt.

In diesem Zusammenhang kritisiert der BUND auch das Informationschaos im Bahnbetrieb bei Störungen und Verspätungen. „Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass die Kunden wegen fehlender Durchsagen und Anzeigen im Störungsfall buchstäblich im Regen stehen gelassen werden. Hier muss informationstechnisch deutlich und flächendeckend nachgerüstet werden. Auch brauchen wir einen rund um die Uhr in der ganzen Woche erreichbaren zentralen Ansprechpartner, der im Störungsfall Vorschläge für die Weiterbeförderung gibt und Ersatzbusse oder Sammeltaxis für gestrandete Fahrgäste organisiert“, fordert Dr. Brigitte Dahlbender.


Weitere Informationen:

•    Webseite des BUND Baden-Württemberg zu Mobilität
•    Pressemitteilung des Verkehrsministeriums

Kontakt für Rückfragen:

•    Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, 0171 / 934 13 36, brigitte.dahlbender(at)bund.net
•    Klaus-Peter Gussfeld, Mobilitätsreferent, BUND Baden-Württemberg, (0711) 62 03 06-15, Klaus-Peter.Gussfeld(at)bund.net
•    Laura Buschhaus, Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, BUND Baden-Württemberg, (0711) 62 03 06-23, Laura.Buschhaus(at)bund.net

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