Stehlwiesen: Besonderer Lebensraum

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Die Flächen von dem NSG “Stehlwiesen” weisen großflächig eine Pflanzengesellschaft quelliger Standorte auf: das stark gefährdete und artenreiche Mehlprimel-Kopfbinsenried, dies stellenweise in reiner Form. 
Diese Pflanzengesellschaft genießt auch europäischen Schutz. 

Im Gebiet kommen viele seltene Tier - und Pflanzenarten vor. Nachfolgend sind ein paar Beispielarten:

Sommer-Drehwurz

Sommer-Drehwurz Sommer-Drehwurz  (Florian Girardin / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Spiranthes aestivalis (Poir.) Rich.

10-35 cm. Blätter lineal lanzettl., stumpf, aufrecht, am unteren Teil des Stg. Blütenähre spiralig gedreht. Blüten weiß, schmal glockig bis röhrig, Lippe vorn rund, innen weiß. (Quelle 1)

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Ellenberg Zahlen

L:  9  | Volllichtpflanze

T:  5  | Mäßigwärmezeiger

R:  8  | Schwachsäure-/Schwachbasen- bis Basen- und Kalkzeiger

F:  8  | Feuchte- bis Nässezeiger

N:  2  | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Sumpf-Glanzkraut

Sumpf-Glanzkraut Sumpf-Glanzkraut  (Florian Girardin / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Liparis loeselii (L.) Rich.

5-25 cm. Am Grund 2 eilanzettl., glänzende, aufrecht stehende 2,5-11 cm lange Blätter. Blütenstand locker mit wenigen hellgrünlich gelben Blüten. Petalen schmal linealisch, Lippe rinnig, knieförmig gebogen. (Quelle 4)

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Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  6  | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger

R:  9  | Basen- und Kalkzeiger

F:  9  | Nässezeiger

N:  2  | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Hellgelbe Fleischfarbene Knabenkraut

Fleischfarbenes-Knabenkraut-hellgelbe Variante Fleischfarbenes-Knabenkraut-hellgelbe Variante  (Tamara Glasbrenner / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Dactylorhiza incarnata subsp. incarnata

20-60 cm. Pflanze schlank mit dickem Stängel Blätter 4-6, lanzettlich, spitz, aufrecht, das oberste reicht mit der Spitze in den Blütenstand, hellgrün, ungefleckt. Blütenstand lang und dicht, Tragblätter groß, viel länger als Blüten, nach oben gekrümmt. Blüten klein, auf der Lippe mit scharfer dunkler Zeichnung, Lippe 7-9 mm breit, undeutlich 3-lappig. (Quelle 5)

> Steckbrief

Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  5  | Mäßigwärmezeiger

R:  7  | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger

F:  8  | Feuchte- bis Nässezeiger

N:  2  | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Mehlprimel

Mehlprimel Mehlprimel  (Tamara Glasbrenner / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Primula farinosa L.

5-20 cm. Blätter länglich bis länglich spatelig, kahl, unterseits dicht mehlig bestäubt, ganzrandig oder entfernt gesägt. Blütenschaft mehrfach länger als die Blätter, an der Spitze mit vielblütiger Dolde. Kelch stumpf kantig. Krone hellpurpurn. Kronzipfel 4-7 mm lang, tief ausgerandet. (Quelle 6)

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Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  x   | indifferentes Verhalten

R:  9  | Basen- und Kalkzeiger

F:  8   | Feuchte- bis Nässezeiger

N:  2   | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Gemeines Fettkraut

Gemeines Fettkraut Gemeines Fettkraut  (Antonia Wiese / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Pinguicula vulgaris L.

5-20 cm. Wurzeln weiß, fein, im Herbst absterbend. 5-8 dickl., ganzrandige, drüsig klebrige Blätter in grundständiger Rosette, auf der Hauptader mit kopfigen Drüsen. Blüten mit Sporn (10-)15-22 mm lang, einzeln, blauviolett mit weißem Schlundfleck (slt reinweiß), Sporn walzl. pfrieml., 3-6 mm lang. Zipfel der Unterlippe länger als breit. (Quelle 7)

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Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  x   | indifferentes Verhalten

R:  7  | Schwachsäure- bis Schwachbasenzeiger

F:  8   | Feuchte- bis Nässezeiger

N:  2   | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Kleiner Wasserschlauch

Kleiner-Wasserschlauch Kleiner-Wasserschlauch  (Lisa Mahr / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Utricularia minor L., s. str.

Neben grünen Tauchsprossen meist auch mit sehr zarten, bleichen Schlammsprossen verankert. Blätter mit 2-10 Fangblasen an ganzrandigen oder 1-zähnigen Blattzipfeln, diese zu 7-22 an den bis zu 2 cm breiten Blättern, Endzipfel ohne Borsten. (2,5-)5-15(-17) cm lange Blütentrauben, 2-5-blütig. Unterlippe kreisrund, nach unten gebogen, von oben daher länger als breiter, da Seitenlappen herabgeschlagen. Blüte 6 mm breit, Blüten blassgelb. Quadrifids ca 240-320°. (Quelle 8)

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Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  6   | Mäßigwärme- bis Wärmezeiger

R:  6  | Mäßigsäure- bis Schwachsäure-/Schwachbasenzeiger

F:  12   | Unterwasserpflanze

N:  2   | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Sonnentau

Sonnentau Sonnentau  (Frederik Lalla / BUND BW)
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Merkmale

lt.: Drosera anglica Huds.
(dt.: Langblättriger Sonnentau)

7-20 cm. Hohe, insekten- (auch andere gliedertier-) fangende Rosettenpflanze. Blütenstengel aufrecht, mittelständig, 2-3 mal so lang wie die Blätter, mit 3-8 Blüten. Blattspreiten 10-40 mm lang, linealisch spatelig, 4-8(-10) mal so lang wie breit. Blattstiele kahl. (Quelle 9)

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Ellenberg Zahlen

L:  8  | Halblicht- bis Volllichtpflanze

T:  4   | Kühle- bis Mäßigwärmezeiger

R:  3  | Säurezeiger

F:  9   | Nässezeiger

N:  2   | Extremer Stickstoff- bis Stickstoffarmutzeiger

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Zarte Rubinjungfer

Zarte-Rubinjungfer Zarte-Rubinjungfer  (Manuel Fiebrich / BUND BW)
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Libellen

Die Zarte Rubinjungfer ist eine Libellenart.

Libellen zählen zu den faszinierendsten Insekten unseres Planeten und spielen eine wichtige Rolle in vielen Ökosystemen.

Sie sind nicht nur für ihre beeindruckende Flugkunst und ihre farbenprächtigen Körper bekannt, sondern auch als Indikatoren für die Gesundheit von Wasserlebensräumen. 

Mit einer Geschichte, die über 300 Millionen Jahre zurückreicht, bieten Libellen ein einzigartiges Fenster in die Vergangenheit und zeigen eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Umweltbedingungen.

(Quelle 11)

Wissenswertes

Die Zarte Rubinjungfer ist eine mediterrane Schlanklibelle. Ihre Hauptareale liegen auf der Iberischen Halbinsel, Italien und Frankreich. In Mitteleuropa sind nur wenige Fundorte bekannt. Die nördlichen Verbreitungsgrenzen verlaufen von Wales bis nach den Niederlanden und nach Nordwestdeutschland, mit Schwerpunkt in Niedersachsen. In der Literatur ist Ceriagrion tenellum auch unter den deutschen Artnamen, Späte Adonislibelle und/oder Scharlachlibelle beschrieben.

Rote Liste Deutschland: RL V = Art der Vorwarnliste

(Quelle 10)

Merkmale

Die Zarte Rubinjungfer ist durch ihre rote Färbung nur mit der „Frühen Adonislibelle“ zu verwechseln. Die Unterscheidung ist durch einen Blick auf die Beine jedoch recht einfach.

Sie hat helle, gelblich bis rötliche Beine, im Gegensatz zu ihrer Verwechslungsart, die schwarze Beine besitzt. Ein weiteres sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die rot gefärbten Flügelmale (Pt = Pterostigmata). Mit einer Körperlänge von 25-35 mm, bei einer maximalen Flügelspannweite von 42 mm zählt die Zarte Rubinjungfer mit zu den kleinsten Libellen unserer Heimat.

Die Weibchen der Zarten Rubinjungfer kommen in vier verschiedenen Erscheinungsformen auftreten:

  1. die ersten drei Hinterleibssegmente sind rot, die darauf folgenden fünf Segmente hingegen sind schwarz.
  2. die Färbung des Weibchens ist identisch mit der Färbung des Männchens.
  3. die Färbung des Weibchens ist fast vollständig schwarz.
  4. das Abdomen ist komplett rot, hat aber dunkle Ringe am Ende der mittleren Abdominalsegmente (Hinterleibssegmente).

(Quelle 10)

Bevorzugter Lebensraum

Quellmoore, Quellrinnsale und in wärmeren Gebieten auch an größeren Seen.

(Quelle 10)

Flugzeit

Ende Mai bis in den September.

(Quelle 10)

Besonderheiten

Die Zarte Rubinjungfer entfernt sich selten weiter als 300 Meter von ihrem Entwicklungsgewässer. Anders als die meisten wärmeliebenden Arten, ist sie nicht gerade als wanderfreudig zu bezeichnen.

(Quelle 10)

Sumpfgrille

Sumpfgrille Sumpfgrille (Bild: Daniel Linzbauer, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons)  (Daniel Linzbauer / Daniel Linzbauer, CC BY 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/4.0>, via Wikimedia Commons)
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Echte Grillen

Die Echten Grillen (Gryllidae) sind eine Familie der Insekten und gehören zur Ordnung der Langfühlerschrecken (Ensifera), der auch die Laubheuschrecken (Tettigoniidae) angehören.
(Quelle 12)

Merkmale

Die Sumfgrille ist die kleinste Grillenarte in Europa.

Die Grundfarbe ist einheitlich dunkelbraun bis annähernd schwarz. Nur Kopf und Beine tragen undeutliche, hellere Zeichnungen. Der Halsschild ist besonders am Vorderrand mit langen Borsten besetzt. Die Fügel bedecken beim Weibchen etwa die Hälfte bis zu zwei Drittel des Hinterleibs, beim Männchen fast den gesamten Hinterleib. Die kurze Legeröhre ist gerade und höchstens am Ende leicht nach oben gebogen, an der Spitze etwas verdickt und fein gezähnt. Die Hinterschienen tragen auf der Oberseite beidseits je 4 Dornen.
(Quelle 13)

> Steckbrief

Lebensraum

Die Sumpfgrille ist eine typische Art von feuchten Lebensräumen.

Neben den hohen Ansprüchen an die Feuchtigkeit stellt nördlich der Alpen das Wärmebedürfnis der Art einen limitierenden Faktor dar.

(Quelle 13)

Exkurs: Ellenberg-Zahlen

Icon-Info

"Die Kurzbezeichnung Zeigerwerte nach Ellenberg ist ein von Heinz Ellenberg 1974 erstmals beschriebenes Klassifikationsverfahren für mitteleuropäische Pflanzen nach ihrem ökologischen „Verhalten“ und botanischen Eigenschaften.

Die Zeigerwerte nach Ellenberg sind von ökologischen und botanischen Beobachtungen und Erfahrungen abgeleitete Kenngrößen für einzelne Pflanzenarten bei dem das reale Vorkommen der Art im Gelände bewertet wird, nicht das Ergebnis von Labormessungen." (Quelle 3)

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Licht (L)

Die Lichtzahl gibt das Vorkommen in Beziehung zur relativen Beleuchtungsstärke (= r.B.) an. Für die Pflanzen maßgebend ist dabei die Beleuchtung, die an ihrem Wuchsort zur Zeit der vollen Belaubung der sommergrünen Pflanzen (also etwa von Juli bis September) bei diffuser Beleuchtung (Nebel oder gleichmäßig bedecktem Himmel) herrscht.

  • 1: Tiefschattenpflanze (noch bei weniger als 1%, selten bei mehr als 30% r.B. vorkommend)
  • 2: Tiefschatten- bis Schattenpflanze (zwischen 1 und 3 stehend)
  • 3: Schattenpflanze (meist bei weniger als 5% r.B., doch auch an helleren Stellen)
  • 4: Schatten- bis Halbschattenpflanze (zwischen 3 und 5 stehend)
  • 5: Halbschattenpflanze (nur ausnahmsweise im vollen Licht, meist aber bei mehr als 10% r.B.)
  • 6: Halbschatten- bis Halblichtpflanze (zwischen 5 und 7 stehend; selten bei weniger als 20% r.B.)
  • 7: Halblichtpflanze (meist bei vollem Licht, aber auch im Schatten bis etwa 30% r.B.)
  • 8: Halblicht- bis Volllichtpflanze (Lichtpflanze, nur ausnahmsweise bei weniger als 40% r.B.)
  • 9: Volllichtpflanze (nur an voll bestrahlten Plätzen, nicht bei weniger als 50% r.B.)

(Quelle 2)

Temperaturzahl (T)

Die Temperaturzahl gibt das Vorkommen im Wärmegefälle von der nivalen Stufe bis in die wärmsten Tieflagen an.

  • 1: Kältezeiger (nur in hohen Gebirgen, also der alpinen und nivalen Stufe)
  • 2: Kälte- bis Kühlezeiger (zwischen 1 und 3 stehend)
  • 3: Kühlezeiger (vorwiegend in subalpinen Lagen)
  • 4: Kühle- bis Mäßigwärmezeiger (zwischen 3 und 5 stehend; insbesondere hochmontane und montane Arten)
  • 5: Mäßigwärmezeiger (von tiefen bis in montane Lagen, Schwerpunkt in submontan-temperaten Bereichen)
  • 6: Mäßigwärme- bis Wärmezeiger(zwischen 5 und 7 stehend; planare bis kolline Stufe)
  • 7: Wärmezeiger (im nördlichen Mitteleuropa nur in relativ warmen Tieflagen)
  • 8: Wärme- bis Extremwärmezeiger (zwischen 7 und 9 stehend; meist mit submediterranem Schwergewicht)
  • 9: extremer Wärmezeiger (vom Mediterrangebiet nur auf wärmste Plätze im Oberrheingebiet übergreifend)

(Quelle 2)

Reaktionszahl (R)

Die Reaktionszahl gibt das Vorkommen im Gefälle der Bodenreaktion und des Kalkgehaltes an.

  • 1: Starksäurezeiger (niemals auf schwach sauren bis alkalischen Böden vorkommend)
  • 2: Starksäure- bis Säurezeiger (zwischen 1 und 3 stehend)
  • 3: Säurezeiger (Schwergewicht auf sauren Böden, nur ausnahmsweise auf neutralen Böden)
  • 4: Säure- bis Mäßigsäurezeiger (zwischen 3 und 5 stehend)
  • 5: Mäßigsäurezeiger (auf stark sauren wie auf neutralen bis alkalischen Böden selten)
  • 6: Mäßigsäure- bis Schwachbasenzeiger (zwischen 5 und 7 stehend)
  • 7: Schwachbasenzeiger (niemals auf stark sauren Böden)
  • 8: Schwachbasen- bis Basen-/Kalkzeiger (zwischen 7 und 9 stehend, meist auf Kalk weisend)
  • 9: Basen- und Kalkzeiger (stets auf kalkreichen Böden)

(Quelle 2)

Feuchtezahl (F)

Die Feuchtezahl gibt das Vorkommen im Gefälle der Bodenfeuchtigkeit vom flachgründig-trockenen Felshang bis zum Sumpfboden sowie vom seichten bis zum tiefen Wasser an.

  • 1: Starktrockenheitszeiger (an oftmals austrocknenden Stellen lebensfähig und auf trockene Böden beschränkt)
  • 2: Starktrockenheits- bis Trockenheitszeiger (zwischen 1 und 3 stehend)
  • 3: Trockenheitszeiger (auf trockenen Böden häufiger vorkommend als auf frischen und auf feuchten Böden fehlend)
  • 4: Trockenheits- bis Frischezeiger (zwischen 3 und 5 stehend)
  • 5: Frischezeiger (Schwerpunkt auf mittelfeuchten Böden, auf nassen sowie auf öfter austrocknenden Böden fehlend)
  • 6: Frische- bis Nässezeiger (zwischen 5 und 7 stehend)
  • 7: Feuchtezeiger (Schwerpunkt auf gut durchfeuchteten, aber nicht nassen Böden)
  • 8: Feuchte- bis Nässezeiger (zwischen 7 und 9 stehend)
  • 9: Nässezeiger (Schwerpunkt auf oft durchnäßten, oft luftarmen Böden)
  • 10: Wechselwasserzeiger (Wasserpflanze, die aber auch längere Zeiten ohne Wasserbedeckung des Bodens erträgt)
  • 11: Wasserpflanze (unter Wasser wurzelnd, aber zumindest zeitweilig mit Blättern über die Wasseroberfläche aufragend, oder frei an der Wasseroberfläche flottierend)
  • 12: Unterwasserpflanze (ständig oder fast dauernd untergetaucht lebend)

(Quelle 2)

Stickstoffzahl (N)

Die Stickstoffzahl gibt das Vorkommen im Gefälle der Mineralstickstoffversorgung während der Vegetationszeit an.

  • 1: ausgesprochene Stickstoffarmut zeigend (nur auf stickstoffärmsten Standorten)
  • 2: ausgesprochene Stickstoffarmut bis Stickstoffarmut zeigend (zwischen 1 und 3 stehend)
  • 3: Stickstoffarmut zeigend (auf stickstoffarmen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen und nur ausnahmsweise auf reicheren)
  • 4: Stickstoffarmut bis mäßigen Stickstoffreichtum zeigend (zwischen 3 und 5 stehend)
  • 5: mäßigen Stickstoffreichtum zeigend (auf armen und reichen Standorten seltener)
  • 6: mäßigen Stickstoffreichtum bis Stickstoffreichtum zeigend (zwischen 5 und 7 stehend)
  • 7: Stickstoffreichtum zeigend (an stickstoffreichen Standorten häufiger als auf mittelmäßigen und nur ausnahmsweise auf ärmeren)
  • 8: ausgesprochenen Stickstoffreichtum zeigend
  • 9: übermäßigen Stickstoffreichtum zeigend (an übermäßig stickstoffreichen Standorten wie Viehlägerplätze, Verschmutzungszeiger konzentriert)

(Quelle 2)

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Quellen (1-7)

(1) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=5746, 01.12.2025 (2) aus: https://www.floraweb.de/glossar.html#zliza, 01.12.2025 (3) aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeigerwerte_nach_Ellenberg, 01.12.2025 (4) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=3472, 01.12.2025 (5) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=1850, 01.12.2025 (6) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=4557, 02.12.2025 (7) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=4289, 02.12.2025

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Quellen (8-13)

(8) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=6154, 02.12.2025 (9) aus: https://www.floraweb.de/php/artenhome.php?name-use-id=2025, 02.12.2025 (10) aus: https://libellenwissen.de/libellenarten/kleinlibellen/schlanklibellen-coenagrionidae/scharlachlibelle/, 02.12.2025 (11) aus: https://www.libellen.tv/, 02.12.2025 (12) aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Grillen, 02.12.2025 (13) aus: https://www.orthoptera.ch/wiki/arten/ensifera/gryllinae/item/pteronemobius-pteronemobius-heydenii, 02.12.2025

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