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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Niklas Dick

Hallo, ich bin Niklas, 18 Jahre, und seit Anfang September als FÖJler (Freiwilliges Ökologisches Jahr) beim BUND Baden-Württemberg. Dort arbeite ich im Bereich Öffentlichkeits- und Pressearbeit und in der Verwaltung mit. Ich kümmere mich zum Beispiel um das Medien-Monitoring und werte Zeitungen oder Online Publikationen aus. Das ist ein Instrument zur Erfolgskontrolle unserer Medienarbeit. Außerdem bereite ich Sitzungen vor und übernehme Telefondienste. Später wird noch die Mitarbeit an der Webseite dazukommen. Da freue ich mich schon sehr darauf. Da ich auch privat viel an Webseiten arbeite. 

Was hast du beim BUND während Deiner ersten Wochen gelernt?

Durch das Medien-Monitoring bekommt man ein Gefühl dafür, wie viele verschiedene Print- und Online-Medien es in Baden-Württemberg gibt und wie groß deren Reichweiten sind. Also auch, wie viele Leute sie wirklich lesen. Zudem ist es spannend zu sehen, wie in einem Umweltverband gearbeitet wird und was alles „im Hintergrund“ getan werden muss, um Projekte umzusetzen oder Veranstaltungen zu organisieren.   

Wie bist Du zum BUND gekommen?

Nach meinem Abitur wollte ich nicht direkt studieren und weiter „nur“ in Klassenzimmern und Seminarräumen sitzen und über Büchern hängen. Was ich wollte: Aktiv einen Beitrag für die Gesellschaft und für den Natur- und Umweltschutz leisten. Ich wollte etwas machen, das ich selbst sinnvoll finde. Nach etwas Internet-Recherche bin ich auf die Ausschreibung des BUND gestoßen. Die fand ich spannend und habe mich beworben. 

Hast Du schon vor dem BUND einen Bezug zu Natur- und Umweltschutz gehabt?

Meine Eltern, vor allem mein Vater, waren als junge Erwachsene in der Anti-Atom-Bewegung aktiv. Sie waren Teil der Bewegung und fuhren unter anderem nach Gorleben.

Auch in den elf Jahren, in denen ich bei den Pfadfindern aktiv bin, habe ich mein Bewusstsein für nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln gegenüber meinen Mitmenschen, der Natur und unseren Folgegenerationen geschärft. Bei Geländespielen und Ausflügen lernen wir, dass unsere Umwelt schützenswert ist und wir alle für sie verantwortlich sind. Nachhaltigkeit war auch das Hauptthema des Bundeslagers meines Pfadfinderverbandes 2010. 5.000 Pfadfinder*innen haben Nachhaltigkeit zehn Tage lang gelebt, etwa indem wir von Hand Kartoffeln und Rüben vom Feld ernteten.

Mein Großvater besaß lange Zeit einen Garten und eine Streuobstwiese, die er mit seinen Enkeln regelmäßig biologisch bewirtschaftete. So gab es immer frisches Obst und Gemüse aus unserem eigenen Garten, das meine Großeltern manchmal zu Marmeladen und Säften weiterverarbeiteten. Aus Äpfeln und Birnen pressten wir Most, der dann im Keller in Holzfässern eingelagert wurde. Dazu kam auch die Pflege der Bäume und Sträucher, bei der meine beiden Brüder und ich früh mit Hand anlegten.    

Welchen Beitrag können junge Menschen deiner Ansicht nach in ihrem Alltag für den Klimaschutz leisten?  

Der Beitrag, den jede*r Einzelne leisten kann, ist enorm. Oftmals fängt das im Kleinen an, etwa mit der Vermeidung von Plastik- oder Einwegverpackungen. Ich komme beispielsweise gut ohne Fastfood aus. Denn das ist nicht nur besonders unlecker, sondern produziert auch extrem viel Müll. Im Allgemeinen ist bewusstes Einkaufen ein weiterer Punkt, den man ganz gut umsetzen kann: Beim Einkauf kann man auf regionale und biologische Produkte setzen. Die sind vielleicht etwas teurer, dafür erhält das Essen und auch seine Zubereitung an sich wieder einen Wert.

Wer schon nicht seine Essgewohnheiten ändern will, der kann sein Mobilitätsverhalten ändern. Mit dem Fahrrad und dem Öffentlichen Personennahverkehr kann man sich gut fortbewegen. Ich selbst bin über acht Jahre jeden Tag meinen Schulweg mit dem Rad gefahren – und das bei Hitze im Sommer und bei Schneesturm im Winter. Auch jetzt benutze ich täglich mein Fahrrad und die S-Bahn, um zur Arbeit zu kommen.

Beeinflusst die Arbeit beim BUND Dein Privatleben?

Definitiv! Ich verzichte seitdem weitgehend Plastikflaschen und trinke Leitungswasser. Zudem gehe ich sparsamer mit Papier und anderen Ressourcen um.

Was willst Du später machen?

Generell würde ich gerne studieren. Bis jetzt konnte ich mich aber noch nicht endgültig auf einen Studiengang oder eine Universität festlegen. Meine Interessensschwerpunkte liegen aber definitiv im Bereich der Medien- und Politikwissenschaft, aber auch im Gebiet der Informatik – sicher ist da noch nichts. Durch meinen Freiwilligendienst habe ich nun etwas Zeit, um mir weitere Gedanken zu machen.

FÖJ oder Bundesfreiwilliger werden:

 

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