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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Hochstämme pflanzen

Die hochstämmigen Bäume der Streuobstwiesen sind besonders wertvoll für die Artenvielfalt. Denn sie können sehr alt werden und über Jahre zu ausladenden Baumriesen heranwachsen, in denen sich Baumhöhlen bilden. Vögel, Fledermäuse, Sieben- oder Gartenschläfer finden in den Höhlen Schutz und können ihren Nachwuchs aufziehen.

Einzelne hochstämmige Apfelbäume auf einer Wiese Viele BUND-Gruppen organisieren Schnittkurse. Darin lernen Stückles-Besitzer*innen, wie sie Hochstämme richtig beschneiden.  (Christine Fabricius / BUND BW)

Die Bäume der Streuobstwiesen sind hochstämmige Bäume. Das heißt: Die Äste beginnen erst ab einer Höhe von 1,80 Meter. Die hochstämmigen Bäume sind wertvoll für die Artenvielfalt. Denn sie können sehr alt werden und sich über Jahre zu ausladenden Baumriesen mit dicken Stämmen entwickeln, in denen sich Baumhöhlen bilden. Vögel, Fledermäuse, Sieben- oder Gartenschläfer finden in den Höhlen Schutz und können ihren Nachwuchs aufziehen.  So sind Streuobstwiesen Hotspots der Artenvielfalt. 5.000 Tier- und Pflanzenarten leben hier.

Unter den Hochstämmen der Streuobstwiesen entstehen artenreiche Wiesen, sofern die Stückles-Besitzer*innen sie ein bis dreimal im Jahr mähen und abräumen. Im Gegensatz zu den Spindelbäumen intensiv genutzter Plantagen werden Streuobstbäume meist nicht mit Pestiziden gespritzt.

Was der BUND tut:

Der BUND setzt sich dafür ein, dass das Land Baden-Württemberg den Baumschnitt von Hochstämmen stärker fördert. Viele BUND-Gruppen organisieren Schnittkurse. Darin lernen Stückles-Besitzer*innen, wie sie Hochstämme beschneiden, damit diese gesunde Früchte tragen, ein stabiles Baumgerüst entwickeln und lange leben. Einige Gruppen haben Gärten mit verschiedenen alten Sorten angelegt und pflegen sie. Manche Gruppen organisieren Sammelbestellungen von Hochstämmen, sodass Privatpersonen, gute Jungbäume zu günstigen Preisen erwerben können.

Was Sie tun können:

Pachten Sie ein „Stückle“ oder schließen sie sich einer Gruppe an, um Streuobstwiesen anzulegen und zu pflegen. Möglichkeiten und Schnittkurse gibt es viele.

Wählen Sie für Ihre Streuobstwiese alte, robuste Baumsorten aus wie Jakob Fischer, Brettacher oder Bohnapfel. Diese Apfelsorten gedeihen mit relativ geringem Pflegeaufwand. Wichtig bei der Sortenwahl ist, ob die Bäume lediglich Früchte für die Gewinnung von Saft tragen sollen oder ob Sie Tafelobst ernten wollen.

Der BUND Lemgo hat eine Datenbank für Kernobstsorten, die sich für den Streuobstbau eignen. Dort erfahren Sie auch, wann die Früchte reifen und welche klimatischen Aspekte bei der Baumwahl zu beachten sind.

Wenn Sie wissen möchten, welche Sorten sich in Ihrer Region besonders bewährt haben, finden Sie auf der Website des BUND Lemgo eine Liste von Baumschulen.

Ansprechpartnerin Streuobst

Almut Sattelberger

Streuobst- und Schmetterlingsreferentin
E-Mail schreiben Tel.: (0711) 620306-26

Schutz der Streuobstwiesen

aktiv für Streuobstwiesen - Cover des Faltblatts

Was Sie für diese Naturoasen tun können (pdf).

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