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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Atomanlagen in Baden-Württemberg

Die Bundesregierung hat den Atomausstieg 2011 nach dem Super-GAU in Fukushima beschlossen. Doch in Baden-Württemberg sind mit Philippsburg und Neckarwestheim noch immer große Atomkraftwerke am Netz, ebenso wie grenznahe AKW in Frankreich und der Schweiz. Und auch im Nachbarland Bayern sind noch AKW in Betrieb.

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim Erst Ende 2022 soll das AKW Neckarwestheim abgeschaltet werden.  (Miklas Hahn / BUND BW)

2022 gehen die AKW im Südwesten vom Netz

Erst Ende 2022 soll die Atomkraft in Baden-Württemberg Geschichte sein. Dann soll Block II des AKW Neckarwestheim abgeschaltet werden, drei Jahre zuvor Block 2 in Philippsburg. Die älteren Reaktoren an beiden Standorten sind seit 2011 stillgelegt. Der Rückbau des AKW Obrigheim begann 2005.

Auch die zahlreichen Atomanlagen an den Grenzen zu Baden-Württemberg sind ein ständiges Risiko für die dort lebenden Menschen. Im ältesten bayerischen AKW Gundremmingen sind zwei Reaktoren am Netz, südlich des Rheins die Schweizer AKW Beznau und Leibstadt unmittelbar an der deutschen Grenze, und nahe Freiburg ist mit dem AKW Fessenheim das umstrittenste AKW Frankreichs in Betrieb. Einige dieser Anlagen zählen zu den ältesten und störanfälligsten der Welt.

Atommüll-Lager nahe Karlsruhe

Auch nach dem Abschalten besteht die Gefahr eines atomaren Unfalls während der Nachbetriebsphase der Altreaktoren und durch die Zwischenlagerung. Wenig im Blick der Öffentlichkeit ist dabei das größte Atommüll-Lager Baden-Württembergs. Weniger als 20 Kilometer vom Stadtzentrum Karlsruhe entfernt auf dem Campus Nord des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lagert Atommüll aus der Forschung und aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK).

Nach wie vor findet auf dem Gelände des KIT Atomforschung statt. Im Auftrag der Europäischen Union wird dort seit den 1960er Jahren am Institut für Transurane (ITU) an Brennstoffen geforscht. Aufgabenstellung ist es die Reaktionen der Materialien zu erforschen, um mit diesem Wissen die Bürger*innen besser vor den Gefahren beim Umgang und der Lagerung hochradioaktiver Materialen schützen zu können. Die Forschungsergebnisse können jedoch auch als Grundlage für die Entwicklung neuer Brennstoffe herangezogen werden.

Im Rahmen eines Mediationsverfahrens zum Neubau eines Forschungsgebäudes ist es dem BUND Mittlerer Oberrhein gelungen, dass die Mengen der am ITU gelagerten radioaktiven Materialien deutlich reduziert und auch die erlaubten Werte für die Freisetzung radioaktiver Stoffe gesenkt wurden. Trotzdem wird am ITU weiterhin mit Plutonium und anderen radioaktiven Materialien hantiert und Atommüll produziert.

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Ansprechpartner Umwelt und Energie

Fritz Mielert

Umweltschutzreferent
E-Mail schreiben Tel.: (0711) 620306-16

BUND-Einwendungen zum AKW-Rückbau

Wir begleiten den Rückbau der baden-württembergischen Atomkraftwerke intensiv. Unsere Stellungnahmen:

Neckarwestheim I
1. SAG 2015
2. AG 2018

Neckarwestheim II
SAG 2018

Philippsburg 1
1. SAG 2015

Philippsburg 2
SAG 2018

Neckarwestheim - Atomrisiko bis 2022?

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