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BUND Landesverband
Baden-Württemberg

Viel bewegt bei Energieeffizienz und Energiesparen: BUND Baden-Württemberg zieht positive Projektbilanz

24. August 2017 | Energiewende, Klima und Energie

Für das Gelingen der Energiewende braucht es mehr Engagement für Energieeffizienz. Der BUND Baden-Württemberg hat deshalb vor drei Jahren beispielhaft das Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb angeschoben.

Der BUND hat vor drei Jahren beispielhaft das Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb angeschoben.  (Geschäftsstelle Biosphärengebiet Schwäbische Alb/ Gestaltung: www.kissundklein.de)

Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb endet

Münsingen. Das BUND-Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb geht nach drei Jahren zu Ende. Innerhalb dieser Zeit wurden jede Menge Aktionen und Projekte zum Thema Energieeffizienz und Energieeinsparung im Biosphärengebiet durchgeführt. Mit der Beratung auf die Menschen zuzugehen und konkrete „Kümmerer“ sind die Schlüsselfaktoren zum Erfolg.

Stuttgart/Münsingen: Für das Gelingen der Energiewende braucht es mehr Engagement für Energieeffizienz. Der BUND Baden-Württemberg hat deshalb vor drei Jahren beispielhaft das Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb angeschoben. „Mit dem Projekt ist es uns durch vielseitige Aktionen gelungen, Energieeffizienz und Energiesparen in der Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu verankern und voranzubringen“ bilanziert Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. „In den letzten drei Jahren konnten zwar wichtige Impulse gesetzt werden, doch ist die Energieeffizienz kein Selbstläufer. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wird sich nur dann zur Energieeffizienzregion entwickeln, wenn auch weiterhin engagierte Personen, Organisationen und Unternehmen aktiv sind“, erläutert Brigitte Dahlbender.

Mit dem Projekt wurden Akteure ganz verschiedener Bereiche angesprochen. „Unsere Erfahrung zeigt, dass die aufsuchende Beratung in Verbindung mit geschulten und motivierten Beratern aus der Region einer der Schlüsselfaktoren ist, um Maßnahmen gut umzusetzen“, sagt Projektleiter Matthias Gienandt. Nötig sind zudem ein gut funktionierendes Netzwerk, Überzeugungskraft und Beharrlichkeit.

Kommunen konnten sich bei der sogenannten Energiekarawane beteiligen. Dabei handelt es sich um eine aufsuchende Energieberatung in der Immobilie.

Hier zeigte sich, dass Bürgermeister wichtige Multiplikatoren für Klimaschutz sind. Durch sie wurden die Bürger vorinformiert, ehe Energieberater Kontakt mit Hausbesitzern aufnahmen. Anschließend wurden Beratungstermine bei den Bürgern zu Hause durchgeführt.

Nach der ersten Karawane im Herbst 2015 folgten noch zehn weitere. Dabei nutzen rund 300 Hausbesitzer das Angebot der Energieberatung. Durch die Umsetzung von Einsparmaßnahmen wurden bereits zwischen 62,8 und 94,3 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Auch beim Thema Heizungspumpe nutzte der BUND das Prinzip der aufsuchenden Beratung. In Kooperation mit der Landesinnung der Schornsteinfeger wurde die Aktion „Heizungspumpencheck“ entwickelt: In drei Kehrbezirken wurden die Hausbesitzer mittels Checkliste darauf hingewiesen, welche Heizungspumpe in ihrem System eingebaut ist und ob ein Austausch sinnvoll ist. Ein Jahr später überprüften die Schornsteinfeger, ob ein Austausch stattgefunden hat. Durch diese Aktion wurden 25 % der gecheckten Heizungspumpen ausgetauscht. Das entspricht einer Einsparung von 16,9 bis 25,3 Tonnen Kohlendioxid. „Wir sind positiv überrascht über die Austauschquote bei dieser Aktion. Es hat sich auch hier gezeigt, dass eine aufsuchende und neutrale Energieberatung zum Erfolg führt“, so Gienandt. Der BUND prüft derzeit mit den Partnern, ob und wie diese Aktion ausgeweitet werden kann.

Mit zahlreichen Aktionen, Veranstaltungen, Infoständen und projektbegleitender Öffentlichkeitsarbeit wurden unterschiedliche Akteure angesprochen. „Wir haben dafür gesorgt, dass Energieeffizienz und die Handlungsmöglichkeiten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb bekannt sind und auf vielen Veranstaltungen dazu diskutiert wurde“, berichtet Gienandt. Mehr als 600 Personen haben an den angebotenen Exkursionen, Diskussions- und Fachveranstaltungen teilgenommen.

Der BUND zieht insgesamt ein positives Fazit zum Projekt Energieeffizienzregion Biosphärengebiet Schwäbische Alb. „Durch das Projekt wurde eine gute Basis für weiteres Engagement für Energieeffizienz und Klimaschutz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb geschaffen. Nun sind die Akteure in der Region gefordert, die erfolgreichen Anfänge aktiv weiter zu führen“, fordert Brigitte Dahlbender.

Weitere Ergebnisse und Informationen zum Projekt sowie Abschluss- und Evaluationsberichte sind auf der Homepage einsehbar: http://www.energieeffizienzregion-alb.de/

Energieeffizienz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Das Projekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft für drei Jahre, bis Ende August 2017, gefördert. Der BUND möchte sich zusätzlich bei allen Kooperationspartnern und Förderern des Projekts für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bedanken.

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